Düsseldorf

Düsseldorf


übersicht

Deutschland, Bundesland Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf

Düsseldorf besteht aus den Stadtbezirken
Bezirk 1
Altstadt, Derendorf, Golzheim, Carlstadt, Pempelfort, Stadtmitte

Bezirk 2
Düsseltal, Flingern-Nord, Flingern-Süd

Bezirk 3
Bilk, Flehe, Friedrichstadt, Hafen, Hamm, Oberbilk, Unterbilk, Volmerswerth

Bezirk 4
Heerdt, Lörick, Niederkassel, Oberkassel

Bezirk 5
Angermund, Kaiserswerth, Kalkum, Lohausen, Stockum, Wittlaer

Bezirk 6
Lichtenbroich, Mörsenbroich, Rath, Unterrath

Bezirk 7
Gerresheim, Grafenberg, Hubbelrath, Ludenberg

Bezirk 8
Eller, Lierenfeld, Unterbach, Vennhausen

Bezirk 9
Benrath, Hassels, Himmelgeist, Holthausen, Itter, Reisholz, Urdenbach, Wersten

Bezirk 10
Garath, Hellerhof

Nachbargemeinden
kreisfreie Stadt Duisburg, Ratingen, Mettmann, Erkrath, Hilden, Langenfeld, Monheim am Rhein, Dormagen, Neuss und Meerbusch


17.08.1371

Wochenmarkt nun auch in Düsseldorf
Graf Wilhelm von Berg teilte gestern mit, dass er die Privilegien der Stadt Düsseldorf nach dem Vorbild von Ratingen bestätigt und ab sofort der Betrieb eines Wochenmarktes zugelassen ist. Wie die Stadt Ratingen auch darf das etwa vier Fußballfelder große Düsseldorf nun von samstags 18 Uhr bis montags zur Mittagszeit einen Markt betreiben.


01.04.1908

Eingemeindung
Wersten, Teil der Landgemeinde Himmelgeist, Stockum, Teil der Landgemeinde Lohausen, Rath, Gerresheim, Eller, Himmelgeist, Heerdt einschließlich Wohnplätze Oberkassel, Niederkassel und Oberlörick, Teil der Landgemeinde Ludenberg


16.05.1911

In Düsseldorf wird das Passagierluftschiff LZ 7 "Deutschland" (erste Fahrt: 19.06.1910) nach nur 7 Fahrten durch einen Windstoß zu Boden gedrückt. Hierbei wird es gegen die Hallenwand des Hangers gedrückt und so schwer beschädigt, das es abgewrackt wird.


28.06.1912

Durch einen Brand wird in Düsseldorf das Luftschiff "Schwaben" auf dem Platz neben der Luftschiffhalle zerstört. Ursache der Explosion ist eine starke Windböe, die das Schiff auseinanderbrechen läßt.


13.11.1913

Nach den guten Erfahrungen mit dem Hamburger Elbtunnel plant die Stadt Düsseldorf eine Untertunnelung des Rheins, um den wachsenden Verkehr bewältigen zu können. Der Tunnelbau stellt sich mit einem Kostenvoranschlag von viereinhalb Millionen Mark erheblich billiger dar als der Bau einer neuen Rheinbrücke.


06.03.1917

Die militärischen Stellen des Vaterländischen Hilfsdienstes in Düsseldorf erlassen dringende Aufrufe an Mädchen und Frauen, sich für Büro-und Schreibarbeiten zu melden, damit männliche Büroangestellte eingezogen werden können.


10.03.1917

In Düsseldorf beschließt die Stadtverwaltung wegen der allgemeinen Verknappung, Kartoffeln für die Dauer einer Woche nur noch an Schwerarbeiter abzugeben.


17.03.1917

Die Düsseldorfer Stadtverwaltung bittet die Hausfrauen um Überlassung von Abfallknochen, da diese noch zum Fettgewinn taugen.


22.05.1917

Ein Sonderzug mit über 1000 Düsseldorfer Kindern wird nach Pommern geschickt. Die Kinder sollen einige Zeit auf dem Land verbringen.


28.06.1917

In Düsseldorf kommt es zu Protestkundgebungen und Plünderungen wegen der Lebensmittelknappheit.


07.07.1917

Im Rahmen der vom Deutschen Reich angeordneten Metallsammel- und Enteignungsaktion fallen auch die vier Glocken der Düsseldorfer St. Peterskirche der Kriegsverwertung anheim.


03.12.1917

Die Kriegshundesammelstelle Düsseldorf sendet den 100. Hund seit Beginn der letzten Großsammelaktion im Juli an die Front. Gleichzeitig ruft sie alle Besitzer von größeren Hunden zwischen einem und drei Jahren erneut dazu auf, die Tiere für den Felddienst zur Verfügung zu stellen.


19.03.1918

Der Düsseldorfer Tierschutzverein wendet sich gegen die amtlich angeordnete Vernichtung von Spatzen durch Jugendliche, weil so der "Rohheit der Jugend" Vorschub geleistet werde. Von den Behörden wird die Spatzenvernichtung dagegen gefördert.


05.04.1918

In Düsseldorf werden illegale Geschäfte mit Seife in Höhe von 7 Millionen Mark aufgedeckt.


27.07.1918

Zu einem Monat Gefängnis wird eine Düsseldorferin verurteilt, weil sie den Aufenthalt ihres fahnenflüchtigen Sohnes, den sie nachweislich kannte, nicht den Behörden gemeldet hat. Als mildernder Umstand wird in der Revision gewertet, dass die Frau im kaum lösbaren Konflikt zwischen Mutterliebe und vaterländischer Pflicht handelte.


07.08.1918

Die Kinos in Düsseldorf weisen ihre jugendlichen Gäste in Zeitungen und auf Plakaten darauf hin, dass nur der Zutritt zu den Vorstellungen erhält, der nachweisen kann, dass er mindestens 16 Jahre alt ist. Diese Vorschrift gilt im gesamten Deutschen Reich.


08.10.1918

Als eine der ersten Stadtverwaltungen im Deutschen Reich erlaubt die Verwaltung der Stadt Düsseldorf Jugendlichen zwischen 8 und 14 Jahren den Zutritt zu den städtischen Bibliotheken. Die Erlaubnis soll der weiteren Verwahrlosung der Jugendlichen entgegenwirken.


27.08.1920

Die Rheinische Metall- und Maschinenfabrik in Düsseldorf muss wegen Kohlenmangels ihre Betriebe teilweise für acht Tage stilllegen.


02.02.1921

Zur Verbesserung der Rechte der Mieter wird beim Wohnungsamt der Stadt Düsseldorf erstmals eine Beschwerdeabteilung eingerichtet.


07.03.1921

Die Alliierten besetzen in der Nacht zum 8. März als Sanktionsmaßnahme für die fehlgeschlagene Londoner Konferenz und die hierdurch vorerst ausbleibenden deutschen Reparationszahlungen die Städte Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort.


03.03.1922

Ein französisches Kriegsgericht verurteilt in Düsseldorf 19 junge Männer zu mehrjährigen Haftstrafen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur rechtsextremen Organisation Consul.


14.11.1922

Wegen Differenzen über die Rückzahlung eines Vorschusses entschließen sich die Metallarbeiter zum Streik. Am 14. November wird in Düsseldorf der Generalstreik als eintägiger Warnstreik ausgerufen.


08.02.1923

Wegen französischer Eingriffe in die Eisenbahnverwaltung einerseits und des passiven Widerstands der deutschen Eisenbahner andererseits ist der Ablauf des Zugverkehrs im besetzten Ruhrgebiet stark beeinträchtigt. (Viele Militäreisenbahner waren mit den deutschen Betriebsvorschriften und Sicherheitseinrichtungen nicht vertraut, so dass diese vielerorts nicht bedient oder außer Betrieb gesetzt wurden und die Züge auf Sicht verkehrten). Als Folge davon treten Zugunglücke gehäuft auf. Auf der Strecke Düsseldorf- Kettwig stoßen z. B. zwei französische Militärzüge zusammen. Bei dem schweren Unglück kommen 28 Soldaten ums Leben.


18.02.1923

Der Regierungspräsident von Düsseldorf, Walther Grützner wird von der französischen Besatzungsbehörde in das unbesetzte Deutsche Reich ausgewiesen. Drei Telegraphensekretäre werden verhaftet und ausgewiesen.
Ein Referendar der Reichsfinanzverwaltung, ein Zollinspektor und zwei Zollsekretäre vom Zollamt Heerdt werden ausgewiesen. Die Beamten haben sich im Rahmen des passiven Widerstands französischen Anordnungen widersetzt.


15.03.1923

Ein Sabotageakt, für den Gruppen des aktiven Widerstands im besetzten Ruhrgebiet verantwortlich sind, unterbricht den Eisenbahnverkehr auf der Strecke Dortmund- Duisburg bei Düsseldorf-Kalkum für einige Tage.


09.05.1923

Wegen Geheimbündelei, Spionage für deutsche Behörden und Sabotage an Eisenbahnanlagen wird der Hauptangeklagte der Freikorpskämpfer Albert Leo Schlageter vom französischen Kriegsgericht in Düsseldorf zum Tode verurteilt.
Die Mitangeklagten:
Sadowski zu lebenslänglicher Zwangsarbeit
Werner zu 20 Jahre Zwangsarbeit
Becker zu 15 Jahre Zwangsarbeit,
Zimmermann zu 10 Jahre Zwangsarbeit
Bisping zu 5 Jahre Gefängnis
Kolmann zu 7 Jahre Gefängnis

Das Lied vom
Schlageter


26.05.1923

Der Freikorpskämpfer Albert Leo Schlageter wird auf der Golzheimer Heide in Düsseldorf durch ein Französisches Erschießungskommando hingerichtet.
Bei der Firma Gebr. Schöndorff wird eine Reihe Kesselwagen zwangsweise abtransportiert. Das Einschreiten der Schupo zur Unterdrückung von Unruhen wird von den Franzosen verboten.


30.05.1923

Von der französischen Besatzungsbehörde im Ruhrgebiet wird das "Düsseldorfer Tageblatt" verboten. Auferlegung einer Geldbuße von 25 Millionen Mark wegen Zerstörung einer Fernsprechleitung. Oberregierungsrat Hentze, Vertreter des ausgewiesenen Oberregierungsrat Lutterbeck, wird wegen seines Protestes gegen die Verhaftung Lutterbecks gleichfalls verhaftet und ausgewiesen. Landrat von Beckerath wird verhaftet.


01.06.1923

Oberregierungsrat Lutterbeck wird zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt.
Beschlagnahme der Druckerei des Düsseldorfer Tageblattes.


05.06.1923

Der Düsseldorfer Schüler Hans Hermes wird an der Lausward von einem französischem Soldaten erschossen.


10.06.1923

Anlaß zu patriotischen Kundgebungen gibt die Überführung der Leiche Albert Leo Schlageters in seinen Geburtsort Schönau (Baden). Schlageter wurde am 26. Mai wegen Sabotage von den Franzosen hingerichtet. In München findet eine Schlageter-Gedächtnisfeier der NSDAP und der vaterländischen Verbände statt.


04.08.1923

Der Werkstudent Richard Raabe wirft eine Handgranate auf eine französische Wache, zwei Franzosen und fünf Zivilpersonen werden verletzt.


07.08.1923

Am 07.08.1923 wird der Vater sowie ein Bruder des Werkstudenten Richard Raabe (Attentäter vom 04.08.) sowie der Polizeioberinspektor Höfner verhaftet. Dr. Ellenbeck, Dr. Keppler und Dr. Hoff werden als Geiseln verhaftet.


08.08.1923

Nach einem Bombenattentat in Düsseldorf (am 04.08.1923) verfügt die Rheinlandkommission erneut eine Grenzsperre zwischen den besetzten und unbesetzten Gebieten des Deutschen Reichs, die am 18. August bis zum 16. September verlängert wird.


30.09.1923

Der 30.09.1923 ist ein Schreckenssonntag in Düsseldorf. Es kommt zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen den etwa 20 000 demonstrierenden Separatisten und der Polizei, wobei 17 Personen getötet und über 70 Personen verletzt werden. Die Düsseldorfer Schupo wird von den Franzosen entwaffnet und interniert. In einem Gefängnis bricht eine Meuterei aus, bei der 100 Gefangene vorübergehen entkommen können.


07.10.1923

Der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré weist die Behauptung, die französischen Behörden hätten die blutigen Separatistenunruhen in Düsseldorf am 30. September mitverschuldet, entschieden zurück.


11.10.1923

Am 11.10.1923 wird ein Teil des evangelischen Krankenhauses von den Franzosen beschlagnahmt.


25.08.1925

Die sogenannten »Sanktionsstädte« Düsseldorf und Duisburg werden von den französischen Besatzungstruppen geräumt


01.08.1929

Eingemeindung
Stadt Kaiserswerth, Lohausen, Benrath, einschließlich Itter, Holthausen, Hassels, Reisholz, Urdenbach, Garath, Teil von Wittlaer, Teil von Kalkum, Teil von Eckamp, Teil von Schwarzbach, Teil von Ludenberg, Teil von Erkrath, Teil von Büderich


08.03.1931

20. SS-Standarte
Aufstellungsdatum: 08.03.1931
Sitz: Düsseldorf


12.03.1933

Kaster Bernhard 12. 03.1933 in Düsseldorf
Arbeitersportler, gefoltert, anschließend auf die Straße geworfen und dann hinterrücks erschossen


04.04.1933

Bässler Heinz † 04.04.1933 in Düsseldorf
Arbeiter, Kommunist, 1931 aus der SA ausgetreten und zu den Kommunisten gewechselt, am 4. April 1933 in Düsseldorf von SA-Angehörigen auf offener Straße niedergeschossen. In der Öffentlichkeit versuchte man die Tat als „Erschießung auf der Flucht“ zu kaschieren Walter Schönstedt widmete Bässler sein 1934 in Paris erschienenes Buch Auf der Flucht erschossen


05.04.1933

Die Stadt Düsseldorf kündigt allen im Dienst der Stadt stehenden Apothekern, Ärzten und Chemikern jüdischer Herkunft ihre Arbeitsverträge.


11.04.1933

Bücherverbrennung in Düsseldorf. Diese fand vor dem Planetarium statt. Düsseldorf war nach Kaiserslautern und Wuppertal die dritte größere Stadt, in der in der NS-Zeit - einen Monat vor den reichsweiten Bücherverbrennungen - Bücher nicht-systemkonformer Autoren auf dem Scheiterhaufen landeten. Anfang Mai 1933 kam es in Düsseldorf zu erneuten Verbrennungsaktionen.


15.05.1933

Die Düsseldorfer Anwaltskammer untersagt ihren Mitgliedern, unter das Berufsverbot fallende jüdische Rechtsanwälte als Bürovorsteher oder in anderen Positionen in ihren Kanzleien anzustellen


20./21.06.1933

Gilges Hilarius * 28.04.1909 in Düsseldorf † 20.06.1933 in Düsseldorf
auch bekannt als „Lari“ Gilges, afrodeutscher Arbeiter, Laienschauspieler und Kommunist.
Hilarius Gilges war einer der wenigen Afrodeutschen, die vor dem Ersten Weltkrieg geboren wurden. Seine Mutter Maria Stüttgen war eine Düsseldorfer Textilarbeiterin; die Herkunft seines leiblichen Vaters ist nicht vollständig belegbar. Wahrscheinlich handelte es sich um einen afrikanischen Rheinschiffer, der auf einem Schleppdampfer des Konzerns von Hugo Stinnes arbeitete. Nach Heirat der Mutter am 4. März 1915 mit Franz Peter Gilges erhielt Hilarius den Familiennamen Gilges.
Hilarius Gilges wuchs im Arbeitermilieu der Düsseldorfer Altstadt auf und schloss sich etwa 1925 oder 1926 dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD) an. Er wurde Laienschauspieler bei „Nordwest ran“, einer kommunistischen Agitprop-Theatergruppe von Wolfgang Langhoff. Die oftmals geäußerte Vermutung, er sei „Stepptänzer“ gewesen, lässt sich nirgends belegen. Nach einer Auseinandersetzung mit einem Stahlhelm-Mitglied während einer Straßenschlacht, bei dem dieser tödlich verletzt wurde, lastete man Gilges den Mord an, was 1931 zu seiner Verhaftung und Verurteilung zu einem Jahr Haft führte. Nach seiner Haftentlassung 1932 war er weiterhin als Agitator aktiv. Anfang 1933, nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten, ging er in den Untergrund, was aber auf Grund seines Bekanntheitsgrads und seiner schwarzen Hautfarbe nur schwer umsetzbar war. In der Nacht zum 20. Juni 1933 wurde er, vermutlich von sechs SA- und SS-Angehörigen, aus seiner Wohnung in der Ritterstraße Nr. 36 in der Düsseldorfer Altstadt zum Rheinufer verschleppt, dort brutal misshandelt und ermordet. Die Täter wurden, auch nach Ende des Nationalsozialismus, nie gerichtlich verurteilt.


27.03.1934

der Arbeiter Huppertz Peter wird wegen der angeblichen Beteiligung an der Ermordung des SS-Scharführers Kurt Hilmer im Jahr 1932 in der Strafanstalt Ulmer Höh in Düsseldorf mit dem Handbeil hingerichtet.

der am 28.04.1904 in Jodringkehnen geborene Maurer (und Kommunist) Lukat Otto wird wegen der angeblichen Beteiligung an der Ermordung des SS-Scharführers Kurt Hilmer im Jahr 1932 in der Strafanstalt Ulmer Höh in Düsseldorf mit dem Handbeil hingerichtet.

der am 1913 geborene Arbeiter (und Kommunist) Moritz Matthias Josef wird wegen der angeblichen Beteiligung an der Ermordung des SS-Scharführers Kurt Hilmer im Jahr 1932 in der Strafanstalt Ulmer Höh in Düsseldorf mit dem Handbeil hingerichtet.

der am 1884 geborene Düsseldorfer Stadtverordnete (und Kommunist) Schmidt Emil wird wegen der angeblichen Beteiligung an der Ermordung des SS-Scharführers Kurt Hilmer im Jahr 1932 in der Strafanstalt Ulmer Höh in Düsseldorf mit dem Handbeil hingerichtet.


Pogrom 1938

Im Rheinland, wo die Bestattungsfeier von Ernst vom Rath stattfinden soll, entfesselte sich der Pogrom. Der Düsseldorfer Rabbiner Dr. Max Eschelbacher, der gerade mit seiner Frau Bertha geb. Kahn von einem Besuch bei Freunden zurückgekehrt ist, erhält gegen Mitternacht einen Anruf von Frau Blumenthal Henriette geb. Vasen, die in der Nähe der Gemeindegebäude wohnt. Eine Stimme, die vor Entsetzen bebt, schreit: Herr Doktor, sie zertrümmern das Gemeindehaus und schlagen alles kurz und klein, sie schlagen die Menschen, wir hören ihr Schreien bis hierher.

Dr. Max Eschelbacher erzählt


12.03.1940

Charlotte Wollermann aus Düsseldorf beschuldigt den evangelischen Pfarrer Gottfried Hötzel, eine judenfreundliche Predigt gehalten zu haben


10.05.1940

Am 10.05.1940 wird ein zweimotoriger Bristol Blenheim Bomber von dem Oberstleutnant Johannes Steinhoff (* 15.09.1913 + 21 02.1994) 176 Abschüsse, Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern Ritterkreuz vom 11. (N) / JG 26 in einer Messerschmitt Bf 109F im Raum Düsseldorf abgeschossen.


15.05.1940

Bei einem Luftangriff am 15.05.1940 auf die Düsseldorfer Stadtteile Flingern und Oberbilk sind 7 Verletzte und ein Todesopfer zu beklagen.


07.07.1940

Am 07.07.1940 um 12:50 Uhr wird ein zweimotoriger Bristol Blenheim Bomber von Feldwebel Wilhelm Müller vom 3./JG 26 in einer Messerschmitt Bf 109 nördlich von Düsseldorf- Unterbach abgeschossen.


07.12.1940

Bei einem Luftangriff am 07.12.1940 auf Düsseldorf werden auf die Stadtmitte, Pempelfort, Flingern, Oberbilk und Benrath 700 Stabbrandbomben und ca. 50 Sprengbomben abgeworfen.


10.01.1941

Mit Verfügung des Reichsinnenministeriums vom 10. Januar 1941 wurde die Heil- und Pflegeanstalt Düsseldorf-Grafenberg, im Rahmen des Euthanasieprogrammes Sammelanstalt für jüdische Patienten zuständig für das nördliche Rheinland.
Die Leitungen der Sammelanstalten mussten die Überführung der Patienten aus den Ursprungsanstalten nach Vorgaben der Berliner T4-Zentrale organisieren.
Die T4-Zentrale unternahm große Anstrengungen, ihre Sonderaktion entsprechend der Gasmordaktion geheim zu halten. Die Ziele der Transporte waren den Sammelanstalten nicht bekannt im Gegensatz zu den Zwischenanstalten, deren Leitungen informiert waren.


05.02.1941

Bei einem Luftangriff am 05.02.1941 auf Düsseldorf durch die Britische Luftwaffe gibt es 35 Todesopfer in der Bevölkerung.

Arthur und Johanna Cohen aus Düsseldorf hoffen aufgrund einer Mitteilung des
Konsulats vom 5. Februar 1941, in die USA auswandern zu können


27.10.1941

Am 27.10.1941 um 7:50 Uhr verläßt ein Sonderzug mit 1003 Niederrheiner darunter Männer, Frauen und Kinder den Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf mit Ziel Lodz. Der Zug erreicht Lodz am 28.10.1941.


10.11.1941

Am 10.11.1941 verläßt der Sonderzug Da 52 mit 993 Personen den Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf mit Ziel Minsk (Ghetto). Der Transport trifft am 15.11.1941 in Minsk ein.


11.12.1941

Am 11.12.1941 verläßt der Sonderzug Da 38 mit 1007 Personen den Düsseldorfer Güterbahnhof Derendorf mit Ziel Riga (Ghetto). Der Transport erreicht den Bahnhof Riga-Skirotava am 13.12.1941 gegen Abend. Die Menschen mussten die Nacht in den inzwischen unbeheizten Waggons bei einer Außentemperatur von minus zwölf Grad Celsius verbringen. Von diesem Transport haben nur 98 Personen überlebt.


27./28.12.1941

Am 27.12.1941/28.12.1941 wird Düsseldorf durch die Alliierte Luftwaffe (mit 96 Maschinen) angegriffen. Bei diesem Angriff werden 126 t Bomben abgeworfen.

An diesem Angriff waren beteiligt:
57 Squadron (X1D DX, Operation Düsseldorf) mit zweimotorige schwere Vickers Wellington-Bomber. Diese Maschinen gehörten zu einer Charge von
50 Wellington Mk.1C (Serien-Nu. Z1066 - Z1115),
440 Wellington Mk.1C/1V/111 (Serien-Nu. Z1040-Z1054;... Z1066-Z1115, Z1139-Z1181),
108 Wellington Mk.1C (Serien-Nu. Z1071,. Z1150 zu Mk.XV1 umgewandelt Z1182-Z1183,. Z1202-Z1221, Z1243-Z11292; Z1311-Z1345, Z1375-Z1424, Z1459-Z1496) von Vickers (Chester) zwischen Mai 1941 und März 1942 ausgeliefert.
195 Wellington Mk.1V (Serien-Nu. Z1562-Z1578, Z1592-Z1626, Z1648-Z1697, Z1717-Z1751) von Vickers (Chester) zwischen Juni 1941 und Mäz 1942 ausgeliefert.
Bei diesem Angriff wurde die Maschine Serien-Nu. Z1097, Rufzeichen: DX, Einheit: ATTD 57 SQN RAF, gestartet am 27.12.1941 um 17:00 Uhr in Feltwell, von einem deutschen Nachtjäger (Hptm. Werner Streib, 1/NJG1) Abgeschossen. Die Maschine stürzte um 20:30 Uhr in der Nähe von Someren (Noord-Brabant), 11 km SSO von Helmond, Holland ab.
Hierbei kamen die Besatzungsmitglieder:
RAF WO T Purdy, DFM Captain (Pilot),
RNZAF Sgt. M J Cronin, (2. Pilot),
RAAF 402763 Scarlett, R C (Observer),
RAF Sgt. R F Aldous (2. Wireless Operator)
RAF Sgt. J W Poulton (Air Gunner)
ums Leben. Sie wurden auf dem Allgemeinen Friedhof in Eindhoven (Woensel) Noord-Brabant, Niederlande begraben. Eindhoven liegt 31kms südöstlich von s'Hertogenbosch und 14ksm süd-westlich von Helmond.
RAF Sgt. S Barraclough, (1. Wireless Operator) war der einzige Überlebende und wurde im Lager 7A/383/L7 Gefangenen-Nu.90133 interniert.


22.04.1942

Am 22.04.1942 um 11:06 Uhr verläßt der Sonderzug Da 52 mit 387 Männern, 664 Frauen und Kindern Düsseldorf-Derendorf mit Ziel Ghetto Izbica. Er fährt über Erkrath, Hagen, Paderborn, Northeim, Nordhausen, Halle (Saale), Cottbus, Sagan, Lissa, Ostrowo, Widzwe, Skarzysko, Kamienna, Rdom, Deblin und Lublin und erreicht den Bahnhof Izbica am 24.04.1942.


21.07.1942

Am 21.07.1942 verläßt der Sonderzug VII/1 mit 965 Personen überwiegend Jüdischen Glaubens Düsseldorf. Ziel dieses Transportes ist das Ghetto Theresienstadt. Der Transport erreicht Theresienstadt am 22.07.1942.
Der Transport trug bei der Reichsbahn die Zugnummer Da 70 und erhielt in Theresienstadt die Bezeichnung VII/1


29.07.1942

Am 29.07.1942 greifen 3 zweimotorige de Havilland Mosquito Jagdbomber Düsseldorf an, es sind keine größeren Schäden bekannt.


31.07./01.08.1942

Bei einem Nachtangriff am 31.07.1942/01.08.1942 X1D-WS Operation Düsseldorf auf Düsseldorf werden große Teile der Innenstadt zerstört.

An diesem Angriff sind auf Alliierter Seite beteiligt:
308 zweimotorige schwere Vickers Wellington-Bomber der 9 Squadron.
Serial Number: BJ876 - BJ922 47 Wellington Mk.111 Mk.111 BJ581-BJ625;... BJ642-BJ675; BJ688-BJ730; BJ753-BJ801; BJ818-BJ847; BJ876-BJ922; BJ958-BJ991; BK123-BK166; BK179-BK214; BK234-BK281; BK295-BK315; BK330-BK368; BK385-BK408; BK426-BK471; BK489-BK517;. BK534-BK564
Die BJ876 wurde bereits beim Anflug am 31.07.1942 über dem Meer abgeschossen.
Die BJ878 wurde am 01.08.1942 von einem Nachtjäger abgeschossen und stürzte 03:40 Uhr bei Neeroeteren (Limburg), 20 km nordöstlich von Genk, Belgien ab. Sgt. Levy konnte sich retten und wurde vom belgischen Widerstand und einer jüdischen Dame gerettet.
Sie wurden verraten, und am 08.08.1942 von der Geheimen Feldpolizei (GFP) gefangen genommen. dies waren: Sgt. WTGHall KIA Sgt. WVClarke RCAF KIA Sgt. H. Levy PoW Sgt. ABMartin RCAF KIA Sgt. RGMiller KIA Sgt. H. Levy war in Camps 8B/344/13B, POW No.27196 interniert.
Diese beiden Maschinen waren die letzten beiden von Wellington-Bomber der 9 Squadron bevor die Squadron Lancaster Maschinen erhielt. Die Squadron kehrte nach der Operationen unter dem Geleit der 5 Gruppe zurück, nachdem sie vorher unter dem Schutz der 3-Gruppe 0116 aus Honington gestanden hatte.

113 viermotorige Avro 683 Lancaster (Schwerer) Bomber von der 44 Squadron, X1D KM-L, Operation Düsseldorf. Hierbei stürzte die Maschine Serial Number L7537 in der Nähe von Mönchen-Gladbach ab. Die Besatzungsmitglieder F/S Tetley und Sgt. Gardiner Südafrikaner aus Durban und Harrismith diese beiden hatten zuvor in der 50 Squadron gedient. sowie Sgt. E. Forman KIA Sgt. J. MMacmahon KIA Sgt. EB Egan RCAF KIA F / S G. Kelly DFM serviert KIA Sgt. P. Rix wurden auf den Reichswald War Cemetery Kleve, Nordrhein Westfalen beigesetzt.


01.08.1942

Bei einem feindlichen Fliegerangriff am 1. August 1942 opferten ihr Leben für Führer und Deutschland 212 Bürger der Stadt Düsseldorf
Abs Wilhelmine, Albold Maria, Amels Manfred, Augustiniak Thomas, Bade Wilma, Baesch Adele, Bardenhagen Wilhelm, Bathke Otto, Becker Gertrud, Becker Josefine, Beckmann Anneliese, Banden Elfriede, Bender Franz, Bender Matthias, Bendert Gertrud, Bendert Ingrid, Bensen Friederike, Beyen Wilhelm, Bergmann Anna, Bergmann Annemarie, Bergmann Willi, Bieker Elisabeth, BiekerFriedrich, Bieker Ilse, Bieker Wolfgang, Blecharz Martin, Blecharz Therese, Bodenheim Peter, Bonezinski Emmi, Bowenter Margarete, Brendel Fritz, Brendel Helene, Brendel Johann, Brüggenolte Ellen, Brüggenolte Dieter, Camp Peter, Cardeneo Gertrud, Daniel Ottilie, Dappen Wilhelm, Ditloff Heinrich, Dominik Erika, Donnay Maria, Ewert Alfred, Ewert Johanna, Ewert Johanna, Franz Walter, Freihoff Helene, Freitag Karin, Frink Bernd, Frink Charlotte, Gandelheid Theodor, Giesen Arnold, Gitt Hermann, Gitt Käthe, Goebeis Katharina, Gottschall Erna, Gottschall Trude, Gottschall Wilhelm, Grabowski Wilhelmine, Gruß Ernst, Gulmier Kurt, Guimier Lore, Guimior Roderich, de Haas Karoline, Hagen Margarete, Hahlen Heinrich, Hahlen Klara, Hahlen Lucia, von Hall Georg, von Hall Johanna, von Hall Maria, Härtung Ludwig, Hecker Peter, Heinrichs Franz, Helfen Johann, Hesse Gertrud, Henstedt Berthold, Hütten Klara,
Hohnsei Else, Hohnsei Friedrich, Ingenfeld Johann, Jütten Klara, Kirsch Elisabeth, Kirsch Ferdinande, Klees Anna, Klocke Heinrich, Klotz Georg, Knebel Ernst, Kobs Anna, Kobs Karl, Kohrmann Hermine, Kohrmann Käthe, Kolb Johann, Kolodzi Therese, Kopp Richard, Krämer Maria, Küke Regina, Kumpel Clemens, Klipper Elisabeth, Küpper Ute, Kruse Juliane, Lambert Liselotte, Lambertz Maria, Lampertz Anna, Lange Anna, Lange Ruth, Laufer Anita, Laufer Johanna, Lottgen Joh. Peter, Lippert Ilse, Lohmar Auguste, Lohmar Hans, Lohmar Hilde, Lohmar Margot, Lückens Friedrich, Maassen Agnes, Maassen Elisabeth, Maassen Fritz, Margraff Christine, Matelia Elisabeth, Maul Richard, Maurer Manfred, Mehlau Elisabeth, Meier Anna, Menke Auguste, Mörchen Gustav, Müller Josefa, Mummort Friedrich, Nett Josef, Neuhaus Wilhelm, Niepenberg Wilhelm, Ostwald Anna, Ostwald Anton, Ostwald Werner, Paffrath Erika, Paffrath Hermann, Petrich Adolf, Petrich Ottilie, Pfingsten Käthe, Pfingsten Ursula, Pfingsten Wilhelm, Pfingsten Wilhelmine, Pieper Anna, Pieper Johann, Pieper Klaus, Philips Hanna, Phillipps Hanny, Prosch Anton, Prosch Gertrud, Pützer Karl, Putzer Maria, Querbach Marga, Seringhaus Otto, Spengler Antonie, Spengler Heinz, Spengler Maria, Spengler Margret, Sperlich Richard, Schillings Elisabeth, Schillings Günther, Schillings Peter, Schlag Ludwig, Schlömer Ursula, Schmalbach Emilie, Schmitz Anna, Schmitz Franz, Schmitz Frieda, Schmitz Gisela, Schmitz Johanna, Schmitz Ingrid, Schneider Elisabeth, Schneider Heinrich, Schramm Karl, Schröder Berta, Schröder Berti, Schröder Martha, Schröder Theodora, Schroer Margarete, Schroer Maria, Schröter Paul, Schubert Dieter, Schubert Margaretha, Schubert Margrit, Schulze-Thierbach Anton, Schulze-Thierbach Eili, Schulze-Thierbach Ingrid, Stahl Anna, Stimmerling Fritz, Stradiath Engelbert, Stradiath Johanna, Talajewski Franz, Tappeser Klara, Tetsch Lorenz, Thier Anton, Thier Eili, Thier Ingrid, Thissen Wilhelm, Tussing Friedrich, Vieten Adolf, Werken Karlheinz, Werthschulte Hildegard, Wirtz Anna, Wirtz Alfred, Wolfertz August, Wolfertz Maria, Zehle Christian, Zehle Christian

Ferner fielen im Dienste des Vaterlandes die Angehörigen der Luftschutzpolizei
Cremanns Karl, Fischermann Hubert, Siebert Wilhelm, Zorn Peter

Fünfzehn Volksgenossen werden noch vermißt.

Die Gauhauptstadt Düsseldorf trauert um sie als Blutzeugen des Kampfes um das Lebensrecht und die Größe unseres Volkes.
Wir werden das Andenken der Toten in der Geschichte der Stadt Düsseldorf unver gänglich machen. Die Größe des Opfers erhöht unsere Widerstandskraft.
Der Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf:
Dr. H a i d n.


10./11.09.1942

In der Nacht vom 10.09.1942 auf den 11.09.1942 greift das RAF Bomber Command mit mit der 91, 92 und 93 Gruppe Düsseldorf an. Der Verband bestand aus 242 Wellingtons, 89 Lancaster, 59 Halifax, 47 Stirlings, 28 Hampdens, 14 Whitleys Maschinen. Bei dem Angriff gingen verloren: 20 Wellingtons, 5 Lancaster, 4 Stirlings, 3 Halifax, 1 Hampden


27./28.01.1943

Bei einem Nachtangriff am 27.01.1943/28.01.1943 werden die südlichen Stadtteile Düsseldorfs von 124 viermotorige Avro 683 Lancaster (Schwerer) Bomber, 33 Handley Page Halifax Mk II 4-Mot. Bomber (schwerer strategischer Nachtbomber), 5 zweimotorige de Havilland Mosquito Jagdbomber angegriffen. Hierbei wurde das Oboe-Verfahren und das Bodenmarkierungsverfahren angewandt. Obwohl in diese Nacht eine dünne Wolkenschicht über Düsseldorf liegt, sind die Schäden enorm. Das Opernhaus wird durch diesen Luftangriff weitgehend zerstört. Dachgestühl, Bühnenhaus und Zuschauerraum brannten völlig aus, nur die Fassade blieb erhalten. Der notdürftige Wiederaufbau machte aber bald wieder Konzerte für Soldaten möglich.
Es waren 66 Tote und 225 Verletzte zu beklagen.

An diesem Angriff sind auf Alliierter Seite beteiligt:
51 Squadron (X1D MH-J, Operation Düsseldorf) mit Handley Page Halifax 4-Mot. Bomber (schwerer strategischer Nachtbomber). Diese Maschinen gehörten zu einer Charge von 250 HP59 Halifax Mk.11 Maschinen (Serien-Nr: DT481 DT526-, DT5390, DT588, DT612, DT649-, DT615 DT705-, DT720 DT752-, DT767 DT808-) die zwischen dem 30. Dezember 1942 und dem 26. Januar 1943 von Electric Co. (Salmesbury & Preston) ausgeliefert wurden. Der Bomber Serien-Nr. DT705 stürzte über See ab. Die Ursache und Hintergründe sind unbekannt. Der Bomber Serien-Nr. DT721 (Rufzeichen: MH - J) Einheit: ATTD 51 SQN RAF, Besatzung: RCAF WO1 L O'N Weakley, Captain (Pilot), RAF Sgt. PA Best, (2. Pilot), RAF Sgt. R Hough (Bordingenieur), RAF Sgt. C Street (Navigator), RAF Sgt. J A Daragon (Air Bomber), RAF PO Purnell, E V J (Wireless Air Gunner), RAAF 400258 Flt Sgt L J Hammond, (Heckschütze) war am 27. Januar 1943 um 17:50 in Snaith gestartet. Die Maschine wurde von einem Nachtjäger Abgeschossen und stürzte auf dem Gelände des Huize Padua Mental Hospital zwischen Groesbeek und Boeken (Noord-Brabant), Holland. WO1 L O'N Weakley, Sgt. Daragon und Sgt. Hammond wurden getötet. Die vier anderen Besatzungsmitglieder konnten sich retten und wurden von den deutschen interniert, (RAF Sgt. PA Best, Lager 8B/344. Gefangenen-Nu. 27517, Sgt R Hough, Lager 8B/344 Gefangenen-Nu. 27518, Sgt. C Street gefangen 30. Januar 1943, Lager 8B Gefangenen-Nu. 27664, August 1944 bis Mai 1945, PO Purnell Lager 21B/L3 P Gefangenen-Nu. 257). WO1 Weakley ist auf dem Canadian War Cemetery Groesbeek, Gelderland Niederlande.begraben, Groesbeek liegt 10 km südöstlich von der Stadt Nijmegen und in der Nähe der Deutschen Grenze. Sgt.'s Hammond und Daragon sind auf dem Allgemeine Friedhof in Eindhoven (Woensel) Noord-Brabant, Niederlande begraben, Eindhoven liegt 31km südöstlich von s'Hertogenbosch und 14km südwestlich von Helmond. Sgt. Hough berichtete später, das Flt Sgt L J Hammond bereits beim Angriff getötet wurde, und sich beim Absturz noch im Flugzeug befand.


10.09.1943

Am 10.09.1943 werden bei einem Einzeltransport (Stapo) Transportbezeichnung VII/4, von der Sammelstelle im Gemeindezentrum Düsseldorf, Bilker Allee 25, 9 Personen in das Ghetto Theresienstadt verbracht.
Mit diesen Transporten wurden Mischlinge oder Eheleute, die in einer Mischehe lebten, aber auch sogar Einzelpersonen in einer 1:1-Überwachung durch Stapobeamte begleitet in Lager verbracht. Der Transport trifft am 10.09.1943 in Theresienstadt ein.


03./04.11.1943

In der Nacht vom 03.11.1943 zum 04.11.1943 greifen britische Bomber Düsseldorf an.

An diesem Angriff waren beteiligt:
12 Squadron (X1D PH-F, Operation Düsseldorf) mit viermotorige Avro Lancaster (Schwerer) Bomber. Diese Maschinen gehörten zu einer Charge von 550 Lancaster aus AVRoe (Chadderton). Sie waren Ende 1941 bestellt, und als Mk.111 zwischen Juni 1943 und Dezember 1943 mit Merlin 28 Motoren später dann mit Merlin 38 Motoren geliefert worden. Die Maschine mit der Serien Nr. JB536 war erst im Oktobert 1943 an die 12 Squadron geliefert worden. Sie war am 03. November 1943 um 17:17 Uhr in Wickenby gestartet. Beim Angriff stürtzte sie bei Düsseldorf in den Rhein. Die Umstände sind nicht eindeutig zu klären. Die Leichen der Besatzungsmitglieder:
F/O LG Crane, Sgt. J. Mc Anderson, F/O JFL Hagan, Sgt. RL Brunton, Sgt. A. Evans, Sgt. FA Erwood, Sgt. JACullen
wurden erst im Februar 1944 geborgen, und zunächst auf dem Nordfriedhof in Düsseldorf beigesetzt. Sechs von Ihnen wurden nach Kriegsende im Reichswald War Cemetery beigesetzt.
An Sgt. Anderson wird am Runnymede Denkmal besonders erinnert.

An diesem Angriff waren beteiligt:
61 Squadron RAF (Operation Düsseldorf) Einheit: ATTD 61 SQN RAF
Diese Maschinen gehörten zu einer Charge von 350 Lancaster Mk.111 (Serien Nu. LM301 -. LM756) mit Merlin 38 Motoren, außer die 10 Lancaster Mk.1s (Serien Nu. LM301-LM310) mit Merlin 20 Motoren. Die Maschinen wurden zwischen Oktober 1942 und Oktober 1944 ausgeliefert.

Die Maschine LM360 war an den Einsätzen beteiligt
03./04. September 1943 Berlin
23./24. September 1943 Mannheim
11./12. November 1944 Hamburg-Harburg (überstellt zur 50
11./12. November 1944 Hamburg-Harburg (50 Squadron RAF)

Die Maschine war am 03.11.1943 um 16:59 Uhr in Syertston gestartet, sie wurde zehn Minuten nach erreichen der holländischen Küste von einem deutschen ME110 Jagdflieger angegriffen. Hierbei wurde die Maschine durch Maschinengewehrfeuer beschädigt, der Pilot Flt Lt W Reid, Captain RAF wurde hierbei getroffen, setzte aber den Flug fort, kein anderes Mitglied der Besatzung wußte zu diesem Zeitpunkt wie schwer er verwundet war, er verlor zwischendurch immer wieder das Bewußtsein. Die Maschine wurde dann, obwohl selbst verletzt von Sgt. J Norris (Bordingenieur) RAF mit Hilfe des Bordschützen geflogen. Bei einem weiteren Angriff wurde die Maschine zuerst von einer ME110 angegriffen, die beiden hinteren und mittleren Kanoniere feuerten und behaupteten, Treffer erzielt zu haben. Ein paar Minuten später wurden sie von einer FW190 angegriffen, hierbei wurde der Heckschützen Turm schwer beschädigt, und das MG konnte nur noch manuell ausgelöst werden. Nach dem zweiten Angriff war der mittlere Turm so schwer beschädigt, das er von der Sauerstoff und elektrischen Stromversorgung abgeschnitten war. Nachdem Flt Sgt C Baldwin, (Mid Upper Gunner) RAF den Turm verlassen hatte, fand er den Flt Sgt JJ Mann (Wireless Air Gunner) RAF tödlich verletzt über den Toten Navigator JA PO Jeffreys 415149 RAAF liegen. Als er festgestellt hatte, das der Navigator tot war, ging er zu dem Turm, aber alle Instrumente waren zerstört, er fand nur noch einen Bleistift und ein Pad vor.
Nach dem die Bomben über dem Ziel abgeworfen waren, ging die A/c kurzzeitig in einem Tiefflug, und Sgt. J Norris zog den Pilot aus dem Pilotensitz und übernahm das Flugzeug. Auf dem Rückflug, nach England hatten Sgt. J Norris und Sgt L G Rolton Mühe die Maschine auf die vorgegebene Höhe und Kurs zu halten. Die Maschine ging einige Male in den Sinkflug, wobei sie fast 6000 Meter Höhe verlor. Der Pilot Flt Lt Reid hatte mittlerweile das Bewußtsein wiedererlangt, und suchte einen für eine Notlandung geeigneten Flugplatz. Da die Landeklappen und Räder nicht mehr ausgefahren werden konnten, mußte eine Bauchlandung erfolgen. Der Bordingenieur stellte erst beim verlassen der Maschine fest, das er durch Schrapnells in der Schulter und im linken Arm verwundet war. Der Funker starb am nächsten Morgen im Krankenhaus.
zur Besatzung gehörten:
RAF Flt Lt W Reid, Captain (Pilot) verwundet
RAF Sgt. J Norris (Bordingenieur) verwundet
RAAF 415149 PO Jeffreys, JA (Navigator) getötet
RAF Flt Sgt L G Rolton (Air Bomber)
RAF Flt Sgt JJ Mann (Wireless Air Gunner) tödlich verletzt
RAF Flt Sgt C Baldwin, (Mid Upper Gunner)
RAF Flt Sgt Emerson (Heckschütze)

PO Jeffreys wurde auf dem
Cambridge City Cemetery, Cambridgeshire, UK begraben. Nachname Jeffreys
Vornamen John Alan
Burial Datum 08. November 1943
Behörde Stadtrat von Cambridge
Ort
Cambridge Friedhof (Cambridgeshire)

Flt Sgt Mann ist auf dem Bootle Cemetery, Lancashire, England begraben
Flt Lt Reid wurde das Victoria-Kreuz verliehen

Die Maschine wurde nach ihrer Reperatur an die 50 Squadron überstellt


25.06.1943

Am 25.06.1943 werden bei einem Einzeltransport (Stapo) Transportbezeichnung VII/3, von der Sammelstelle im Gemeindezentrum Düsseldorf, Bilker Allee 25, 32 Personen in das Ghetto Theresienstadt verbracht.
Mit diesen Transporten wurden Mischlinge oder Eheleute, die in einer Mischehe lebten, aber auch sogar Einzelpersonen in einer 1:1-Überwachung durch Stapobeamte begleitet in Lager verbracht. Der Transport trifft am 27.06.1943 in
Theresienstadt ein.


16.12.1943

Am 16.12.1943 werden bei einem Einzeltransport (Stapo) Transportbezeichnung VII/4 Ez, von der Sammelstelle im Gemeindezentrum Düsseldorf, Bilker Allee 25, 1 Person in das Ghetto Theresienstadt verbracht.
Mit diesen Transporten wurden Mischlinge oder Eheleute, die in einer Mischehe lebten, aber auch sogar Einzelpersonen in einer 1:1-Überwachung durch Stapobeamte begleitet in Lager verbracht. Der Transport trifft am 18.12.1943 in Theresienstadt ein.


13.01.1944

Am 13.01.1944 werden bei einem Einzeltransport (Stapo) Transportbezeichnung VII/5, von der Sammelstelle im Gemeindezentrum Düsseldorf, Bilker Allee 25, 14 Personen in das Ghetto Theresienstadt verbracht.
Mit diesen Transporten wurden Mischlinge oder Eheleute, die in einer Mischehe lebten, aber auch sogar Einzelpersonen in einer 1:1-Überwachung durch Stapobeamte begleitet in Lager verbracht. Der Transport trifft am 15.01.1944 in Theresienstadt ein.


22./23.04.1944

In der Nacht vom 22. auf den 23. April 1944 führte die RAF einen Angriff mit 600 Bombern gegen Düsseldorf durch. Zu dieser Aktion wurden mehrere Squadrons aus dem Norden Großbritanniens herangezogen, unter ihnen auch die 431. Sqdn RCAF (Royal Canadian Airforce) in Croft, Northern Yorkshire. Gegen ein Uhr nachts überflog der Bomberstrom die niederländisch/deutsche Grenze im Bereich Nimwegen, wobei sich sofort die ersten Verluste über deutschem Gebiet einstellten. Der langgestreckte Verband flog dann in süd-südöstlicher Richtung, mit ca. 15 km westlichem Abstand den Rhein entlang, in Richtung des Angriffszieles. Wenige Minuten nach halb zwei nahmen Major Karlewski und sein Bordfunker Vollert vom Fliegerhorst Venlo (2. Staffel NJG 1) in 5000 m Höhe in ihrer He 219 einen viermotorigen Bomber mit doppeltem Seitenleitwerk unter Feuer, der als eine Avro Lancaster identifiziert wurde. Tatsächlich handelte es sich um eine Handley Page Halifax III der 431. kanadischen RAF-Squadron, Werknummer MZ 514, Verbandskennung SE-P, dessen Aufschlagbrand die deutsche Nachtjägerbesatzung gegen 01 Uhr 39 ca. 10 km südlich Xanten beobachtete.

Die SE-P war die erste Halifax III, die in der Geschichte der 431. Sqdn verlorenging. Ob der Bomberpilot First Lieutenant Boyle die Halifax noch zu einer Notlandung hinschmeißen wollte oder Männer und Maschine keine Chance hatten, wird sich nicht mehr ermitteln lassen. Fest steht, daß der Bomber mitsamt achtköpfiger Besatzung und einer Bombenlast von rund sechs Tonnen ca. 600 m nördlich des Haagschen Berges auf einer Wiese hinter dem Hof von van Husen aufschlug und in einer gewaltigen Explosion auseinandergerissen wurde.

Den Helfern und Schaulustigen bot sich am nächsten Morgen das vielleicht schon bekannte Bild des Grauens. Fetzen von battle dress (Einsatzkleidung) und menschlichem Fleisch hingen im Weidezaun. Eine abgerissene Hand wurde weiter abseits des Wracks gefunden. Die Bombenlast hatte einen großen Krater in den Boden gesprengt. Die schweren Sternmotoren hatten sich ins Erdreich gebohrt, sie wurden später mit Dreibeinen und Flaschenzügen gehoben. Kaum ein Stück von Rumpf oder Flächen war noch zusammenhängend zu erkennen. Der gesamte Schrott wurde anschließend mit Pferd und Wagen nach Winnenthal gebracht. Zur Bestattung der Flieger reichten zwei Särge aus, die auf dem Veener Friedhof beigesetzt wurden. Drei lesbare Erkennungsmarken konnten dem Bürgermeisteramt in Veen noch übergeben werden. Bei einer Untersuchung der Absturzstelle im Jahr 2001 wurden noch Knochensplitter der Besatzung gefunden.

Nach dem Krieg wurden die sterblichen Überreste auf den Soldatenfriedhof im Reichswald umgebettet (Feld 18, Reihe E, Nr. 1 bis 5). First Lieutenant Boyle dürfte damit zu den sehr wenigen US-Gefallenen des Zweiten Weltkrieges gehören, die - entgegen einer Anordnung ihrer Regierung - auf deutschem Boden ihre letzte Ruhe fanden.

Bemerkenswert ist, wie diese Besatzung der Royal Air Force regelrecht zusammengewürfelt wurde: Der Pilot stammte aus der U.S. Army Air Force, fünf weitere Flieger aus der Royal Canadian Air Force, deren vier Sergeants posthum zu Offizieren befördert wurden. Vier Mann gehörten offenbar nicht zum fliegenden Personal. Scheinbar hatte die RAF auch ihre Personalprobleme. Die Maschine verfügte darüber hinaus über einen zusätzlichen MG-Schützen hinten unten. Dieser zusätzliche MG-Stand wurde eingeführt, da die deutschen Nachtjäger insbesondere nach Einführung der neuen Schrägbewaffnung (Schräge Musik) von hinten unten angriffen, um sich nicht dem Abwehrfeuer des Heckschützen auszusetzen.


12.07.1944

Am 12.07.1944 werden bei einem Einzeltransport (Stapo) Transportbezeichnung VII/5 Ez, von der Sammelstelle im Gemeindezentrum Düsseldorf, Bilker Allee 25, 5 Personen in das Ghetto Theresienstadt verbracht.
Mit diesen Transporten wurden Mischlinge oder Eheleute, die in einer Mischehe lebten, aber auch sogar Einzelpersonen in einer 1:1-Überwachung durch Stapobeamte begleitet in Lager verbracht. Der Transport trifft am 14.07.1944 in Theresienstadt ein.


17.09.1944

Am 17.09.1944 werden bei einem Einzeltransport (Stapo) eine unbekannte Anzahl von Mischehepartnern in einer 1:1-Überwachung durch Stapobeamte begleitet über das Zwangsarbeitslager Lenne-Vorwohle, Halle und Berlin von der Sammelstelle im Gemeindezentrum Düsseldorf, Bilker Allee 25 kommend, in das Ghetto Theresienstadt verbracht. Der Transport trifft am 19.09.1944 in Theresienstadt ein.


23.09.1944

Am 23.09.1944 um 22:40 Uhr wird ein 4-mot. Bomber (vermutl. Lancaster) von dem Hauptmann und Nachtjäger Ass (Ritterkreuzträger) Ernst-Wilhelm Modrow vom 1./NJG 1 in einer He 219 in 3500m Höhe über Düsseldorf abgeschossen.


02.11.1944

Am 02.11.1944 um 19:28 Uhr wird ein 4-mot. Bomber (vermutl. B-29) vom Oberfeldwebel Wilhelm Morlock ((16 Abschüsse) vom 3./NJG 1 in einer He 219A-O Er 219A-O 190182 südlich von Düsseldorf abgeschossen. Oberfeldwebel Wilhelm Morlock wird mit seiner Maschine am 05.11.1944 um 20:00 Uhr in der Nähe von Ibbenbüren abgeschossen und getötet. Sein Bordfunker Unteroffizier Alfred Soika kann sich mit dem Fallschirm retten.

Am 02.11.1944 um 19:35 Uhr wird ein viermotoriger Avro 683 Lancaster (Schwerer) Bomber von Leutnant Erich Jung vom 6./NJG 2 in einer Junkers Ju 88 C in 5000m Höhe 10km NW Düsseldorfs abgeschossen.


18.12.1944

Am 18.12.1944 um 22:39 Uhr wird ein zweimotoriger de Havilland Mosquito Jagdbomber von Hauptmann Adolf Breves (18 bestätigte Abschüsse) vom Stab II./NJG 1 in einer Messerschmitt Bf 110 G-4 Nachtjäger N Flugplatz Düsseldorf abgeschossen.


26.01.1945

Am 26.01.1945 werden bei einem Einzeltransport (Stapo) Transportbezeichnung VII/6 Ez, von der Sammelstelle im Gemeindezentrum Düsseldorf, Bilker Allee 25, 1 Person in das Ghetto Theresienstadt verbracht.
Mit diesen Transporten wurden Mischlinge oder Eheleute, die in einer Mischehe lebten, aber auch sogar Einzelpersonen in einer 1:1-Überwachung durch Stapobeamte begleitet in Lager verbracht. Der Transport trifft am 28.01.1945 in Theresienstadt ein.


24.02.1945

Am 24.02.1945 um 08:30 Uhr wird ein Hawker Typhoon Jagdbomber vom Obergefreiten Horst Rippert vom 13./JG 27 in einer Bf 109G-6 bei Düsseldorf abgeschossen.
(Rippert ist der ältere Bruder des verstorbenen Folklore-Sängers Ivan Rebroff) Eigenen Angaben zufolge schoss er am 31. Juli 1944 Antoine de Saint-Exupéry über dem Meer südöstlich von Marseille ab.

Am 24.02.1945 um 08:30 Uhr wird ein Hawker Typhoon Jagdbomber vom Unteroffizier Fritz Kruger vom 13./JG 27 in einer Bf 109G-6 nördlich von Düsseldorf abgeschossen.


03.03.1945

Die Oberkasseler Brücke, wurde von der deutschen Wehrmacht am 03.03.1945 um 09:30 Uhr gesprengt, als die amerikanischen Truppen diese sichern wollten. So konnte das rechtsrheinische Düsseldorf erst am 17.04.1945 durch die Amerikaner befreit werden.


17.03.1945

Am 17.03.1945 um 16:30 Uhr wird eine Taylorcraft Auster (militärisches Verbindungs- und Beobachtungsflugzeug) von Leutnant Gerhard Schulwitz vom 5./JG 26 in einer Fw 190 A-8 NW Dusseldorf abgeschossen.


01.01.1975

Eingemeindung
Wittlaer (einschließlich Kalkum), Stadt Angermund, Hubbelrath, Siedlungsbereich Hubbelrath Dorf, Siedlungsbereich Hubbelrath Stratenhof, Siedlungsbereich Hubbelrath Rotthäuser Weg, Siedlungsbereich Hubbelrath, Knittkuhl, Monheim ohne Ortsteil Hitdorf, Teile der Gemeinde Hasselbeck-Schwarzbach, Unterbach der Stadt Erkrath, Gebiet Elb der Stadt Hilden


01.01.1980

Eingemeindung
Teile der Stadt Ratingen
Der Monheimer Stadtteil Hitdorf wurde nach Leverkusen eingegliedert. Aufgrund des Gesetzes über Gebietsänderungen im Neugliederungsraum Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung vom 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert und zur eigenständigen Stadt erklärt. Lediglich ein kleiner kaum bewohnter Teil der Urdenbacher Kämpe verblieb bei Düsseldorf. Der ehemalige Stadtteil Hitdorf verblieb weiterhin bei Leverkusen.


09.03.1980

Bahnchef Mehdorns Eklat mit den Jüdischen Gemeinden
Einen Höhepunkt der Eskalation erreichte der Streit um die Gebührenforderungen des Bahnvorstands, als der Zug in Düsseldorf Station machte (9. März 2008). Michael Szentai-Heise, Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde der Stadt, ging Bahnchef Mehdorn hart an. Er sagte: „Die Öffentlichkeit sieht Ihre Person und Ihre politische Struktur so, dass Sie - wären Sie im Dritten Reich in derselben Position gewesen wie heute, - möglicherweise sogar mit großer Überzeugung - genau dasselbe angeordnet hätten, wie ihre damaligen Vorgänger“. Und mit Bezug darauf, dass für Kleinkinder (unter vier Jahren) damals keine „Deportationsgebühr“ verlangt wurde: „Für mich hat es den Anschein, als ob es den heutigen Verantwortlichen im Nachhinein leid tut, die Kleinkinder damals kostenlos in den Tod befördert zu haben, und heute - nachträglich - diese Geldeinbuße durch Rechnungsstellung im Zusammenhang mit diesem Zug, der eben an diese Kinder erinnert, ausgeglichen werden soll.“ Mehdorn drohte Szentai-Heise mit Klagen. Jedoch auch der Zentralrat der Juden in Deutschland reihte sich in die Kritik am Bahnvorstand ein. Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrates meinte, er „hätte es diplomatischer formuliert“, aber „im Kern teile ich den Unmut von Szentai-Heise“.


gefallenene 1933-1945

Gefreiter
Alsen Karl Ernst
* 04.07.1912 in Düsseldorf
† 02.02.1945 in Kiew

Polizei-Oberwachtmeister
Blaumeiser Alfred
* 07.11.1899 in Düsseldorf
† 26.09.1945

Obergefreiter
Bücher Karl-Peter
* 18.01.1918 Düsseldorf
† 00.05.1945

Feldwebel
Dittrich ?
* 19.02.1918 in Schweidnitz
† 11.05.1940 Res.-Laz. II Düsseldorf, Marienhospital

Obergefreiter
Gebauer Karl
* 02.02.1918 in Düsseldorf
† 14.09.1941 Helsinki

Fallschirmjäger
Weigt Rudolf (Rolf) Dieter
* 12.06.1927 Düsseldorf
+ 30.03.1945 (Karfreitag)
an der Landstraße Legden - Stadtlohn


Kriegsverw. Inspektor
Fingscheidt Hans
* 06.09.1902 in Düsseldorf
gef. 22.01.1944 Hamburg

SS Rottenführer
Haake Herbert
* 04.08.1910 in Münster
† 23.04.1944 Kaiserswerth
Erg.-St.-West IV d. W.SS./ Düsseldorf

Sond.Fhr.
Hummes Robert
* 02.08.1897 in Düsseldorf
† 08.11.1945 Frankfurt an der Oder

Hündchen Max Walter
* 20.02.1911 in Düsseldorf
† 13.02.1945 Frankfurt/Oder Reservelazarett 101

Gefreiter
Kallus Johann
* 13.06.1906 Düsseldorf
4758 Stabs Bttr.s.A.E.S.62
gef. 02.12.1944 Untermaubach

Hauptmann
Kirschbaum Alfons
* 08.01.1915 Düsseldorf
22. Infanterie-Division, Infanterie Regiment 16
04.03.1945 Bijeljina als Führer einer Feldersatzkompanie bei Nachtangriff von Partisanen gefallen, nicht geborgen


Leutnant zur See
Engelsmann Ryno
* 09.06.1918 Düsseldorf
+ Ortslaz. St. Servan Sanko 2/183


Obergefreiter
Legemann Friedrich
* 16.07.1909 in Düsseldorf
† 03.12.1944 Saarburg
Grab 14-604 Ehrenfriedhof Kastel

Obergefreiter
Mathow Alfred
* 26.08.1919 Düsseldorf
† 14.02.1943 Feldlazarett Smijewka/ Russland

Oberzahlmeister
Martini Heinrich Josef
* 30.03.1897 Düsseldorf
+ 28.02.1945 Polen Feldpostnummer 17230
bis 10.01.1944 Stab Kriegsgefangenenlager/Kommando Bau- und Arbeitsbataillon 26 Truppenübungsplatz Kleine Karpathen in der Slowakei
11.01.1944 - 06.09.1944 Heeresbekleidungsamt Posen
04.09.1944 - 10.10.1944 Lehrgang für Führer von Bandenvernichtungs Alarmeinheiten (Heeresschule für Bandenbekämpfung auf dem TrÜbPl Kleine Karpaten)


Gefreiter
Marx Arthur
* 04.12.1884 in Düsseldorf
† 02.03.1945 Münster

Unteroffizier
Müller Willi
* 15.08.1906 Düsseldorf
5./Gren.Rgt.942 4656St.Kp.Gr.E.Btl.107
gef. 30.11.1944 Gey Kreuz

Obergefreiter
Axmacher Hans
* 24.07.1921 in Düsseldorf
+ Feb. 1945 im Hürtgenwald
217-487-115; fr.EM1447 4.I.Flk.Ers.Abt. 29 (Truppenteil, Erkennungsmarke)
Soldatenfriedhof Hürtgen Grab-Nr. 66 Reihe 1

Stabsgefreiter
Cardeneo Peter
* 31.08.1899 in Düsseldorf
+ 16.01.1945 umgeb. von Nörvenich
6. Gren.Rgt. 941 Truppenteil, Erkennungsmarke)
Soldatenfriedhof Hürtgen Grab-Nr. 1364 Reihe 14

Oberleutnant
Zippel Erich
* 18.011.1906 in Düsseldorf
† 14.01.1943 in Gussaki

Maschinen Obergefreiter
Vieth Armin
* 12.02.1924 in Düsseldorf
† 04.03.1945 in Bad Bertrich

Obergefreiter
Wiezorek Karl
* 09.04.1920 in Düsseldorf
† 19.12.1944 in Bad Bertrich

Unteroffizier
Hitzemann Heinrich
* 21.11.1907 Evesen Wohnort: Evesen 27
gef. 02.03.1945 Düsseldorf


Unteroffizier
Ahland Heinrich
* 16.01.1910 Rosendahl-Osterwick
gest. 17.07.1945 Düsseldorf

Obergefreiter
Schäfer Mathias
* 16.04.1905 in Düsseldorf
† 02.04.1945 ostwärts Albachten bei Münster

Gefreiter
Scheffel Werner
* 20.10.1926
† 08.03.1945 Düsseldorf
begraben Nordfriedhof Düsseldorf, F 112, Nr. 77

Obergefreiter
Scheumeister Heinrich
* 10.09.1906 in Düsseldorf
† 11.02.1945 Sinz
Grab 8-311 Ehrenfriedhof Kastel

Pionier
Schmidt Emil
* 20.05.1916 in Düsseldorf
† 22.02.1940 Krutweiler
Grab 12-499 Ehrenfriedhof Kastel


Gefreiter
Weber Gustav
* 06.08.1919 Düsseldorf
† 25.02.1943 Oposchnja
Grab Oposchnja - Ukraine


Arbeitsmann
Wehrs Hans
* 04.01.1926 in Niedersachswerfen
letzter bekannter Wohnort: Düsseldorf
† 10.12.1943 Vaals, Niederlande
Ruhestätte: Kriegsgräberstätte in Düsseldorf-Nordfriedhof
Endgrablage: Feld 111 - Grab 218 (2006)
Oposchnja - Ukraine


Personenverzeichnis

NS Jurist
Albrecht Erwin Dr.
* 21.02.1900 in Düsseldorf
† 26.06.1985 in Saarbrücken
vor 1945 Richter (Blutrichter an Sondergerichten)
nach 1945 Anwalt in Saarbrücken u. MDL des Saarlandes

SS-Unterscharführer u. Oberwachtmeister der Schupo
Auerswald Heinz
* 26.07.1908 in Berlin
† 05.12.1970 in Düsseldorf
vor 1945 Kommissar für den jüdischen Wohnbezirk in Warschau (Ghetto)
nach 1945 Rechtsanwalt in Düsseldorf

SS-Unterscharführer
Klemm Ludwig (alias Jantz Ludwig)
* 09.08.1917 Odessa
+ 1979 Untersuchungsgefängnis Limburg Selbstmord
stellvertretender Kommandant des Ghettos
Izbica Nach 1945 ohne Beruf
Lebte unter dem Namen Jantz Ludwig in (Düsseldorf, Allendorf)

SS-Unterscharführer
Broad Pery
* 25.04.1921 Rio de Janeiro
† 28.11.1993 in Düsseldorf
letzter bekannter Wohnort: Düsseldorf-Rath Derfflingerstraße 14
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. KL Mittelbau-Dora

SS-Ogruf. u. Generalleutnant der Waffen-SS
Glücks Richard
* 22.04.1889 in Odenkirchen
† 10.05.1945 Marine Lazarett Flensburg-Mürwik
vor 1945 Inspekteur der Konzentrationslager

SS-Unterscharführer
Klehr August
* 21.07.1904 in Dannstadt
† 15.01.1974 in Bad Dürkheim
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Flossenbürg u. NL Golleschau

SS-Unterscharführer
Klemm Ludwig (alias Jantz Ludwig)
* 09.08.1917 Odessa
+ 1979 Untersuchungsgefängnis Limburg (Selbstmord)
vor 1945 stellvertretender Kommandant des Ghettos Izbica

NSDAP-Kreisleiter Gerhard Thiele Kampfkommandant
Isenschnibben bei Gardelegen
lebte unter dem Namen Gerhard Lindemann in Bochum und Düsseldorf, wird erst 1994 enttarnt. Wenige Wochen zuvor ist er im Alter von 85 Jahren als unbescholtener Bürger gestorben.

GM Erhard Alfred
Kdr. 7. Flak Div.
+ 17.04.1945 in Düsseldorf (Freitod)

Schmalhorst Leopold (Siedlungskommissar)
* 14.01.1886 in Herford i. Westf., war bereits vor dem 01.04.1933 Mg der NSDAP, leitete auf Vorschlag von Gauleiter Florian seit 1931 das Wohnungs- und Siedlungsamt bei der Regierung Düsseldorf, davon mehrere Jahre ehrenamtlich, (n.e.A. wurde er 1938 von Gauleiter Florian vom Amt des Gauamtsleiters enthoben), am 11.04.1933 zum Siedlungskommissar für den Bereich Düsseldorf ernannt, seit 1942 hauptamtlich, 1943-1945 war er Gauwohnungskommissar; nach dem Kriege bemühte er sich um eine Fortsetzung seiner Tätigkeit für die Düsseldorfer Regierung, indem er seine großen Erfahrungen und Kenntnisse anpries, wurde aber aufgrund seiner Vergangenheit und seines Verhaltens als "anmaßender und taktloser selbstbewusster Nationalsozialist" von jeglichem öffentlichen Amt ausgeschlossen.
BAUTEN: Wohnhausbauten Henriettenstraße, Düsseldorf • Eckhaus Kaiserswerther- Cleverstr.

Schmid Carl Christian (Regierungspräsident)
1919-1928 Bürgermeister der Stadt Düsseldorf; war angeblich alles andere als ein fanatischer Nationalsozialist, was sich in einer verhältnismäßig moderaten Haltung ausdrückte; zudem war er mit einer Jüdin verheiratet.

Mitglied der KPD
Larsch Katharina * 27.08.1901 letzte bekannte Anschrift: Essen-Stoppenberg, Seumannstraße 114 am 29.05.1935 in der Heil- und Pflegeanstalt Grafenberg in Düsseldorf, Ortsteil Grafenberg/ Gerresheim, Bergische Landstraße ermordet.

Ebel Horst (Stadtrat)
* 05.05.1905 in Allenstein, trat 1922 in den Dienst der Düsseldorfer Stadtverwaltung ein, studierte 9 Semester an der Niederrheinischen Verwaltungsakademie, seit 1929 war er aktiv in der NSDAP tätig; 1931 berief Gauleiter Florian ihn als Fachberater für Kommunalpolitik in die Gauleitung; 1933 wurde der 28jährige von Wagenführ zum Hilfsdezernenten ernannt; am 23.05.1934 in den Kulturausschuss des Deutschen Gemeindetages berufen; am 21.12.1935 zum Stadtrat ernannt; 1933-1938 Leiter des Amtes für kulturelle Angelegenheiten; bald nach der Ausstellung 'Schaffendes Volk' musste er seine Position als Kulturdezernent verlassen, da er hier völlig versagt hatte, anstelle des Kulturamtes erhielt er das Werbe- und Schulamt, die Marktverwaltung und den Schlacht- und Viehhof als Dezernat zugeteilt.

Florian Friedrich Karl (Gauleiter)

SS-Unterscharführer
Gerlach Kurt
* 24.03.1922 in Rosenberg (Westpreußen)
† 08.01.1979 in Düsseldorf
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz
(zeitweise Arrestaufseher und Blockführer im Block 11)
Gerlach war im September 1941 beteiligt an der ersten Vergasung von Menschen mit Zyklon B im KL Auschwitz


NSFK-Oberführer, Ministerialrat
Dr. iur. utr.
Linnemeyer Werner
* 02.07.1905 Königsberg/Ostpreußen + 01.04.1945 Burgsteinfurt im Münsterland
Präsident der Oberpostdirektion Düsseldorf


Hauptsturmführer der Waffen-SS
Behrens Walther Dr.Arzt im Evangelischen Krankenhaus in Düsseldorf, (Venlo-Zwischenfall)

SA- Obersturmbannführer
Fritz-Johann Köster
* 1906 + 1993, 1934-1939 Bürgermeister in Lesum, 10.11.1938 Auftraggeber des Mordes an das Ehepaar Goldberg und des Elektrikers Sinasohn, Nach 1953 Mitarbeiter bei der Horten AG in Düsseldorf


SS-Maid (SS-Gefolge)
Langefeld Johanna
* 05.03.1900 in Essen-Kupferdreh
† 26.01.1974 in Augsburg
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, AEL Brauweiler, KL Lichtenburg u. KL Ravensbrück

Dr. Franz Ludwig
* 07.04.1899 Mainz,
+ nach 1961, Oberstaatsanwalt am Sondergericht Prag, nach 1945 Staatsanwalt in Düsseldorf, Tschechoslowakei
Kriegsverbrecherliste Nr. A-6/302, Alphabetical index of war criminals der United Nations War Crimes Commission


SS-Hauptscharführer (SS-Nu. 160 013)
Dannenberg Kurt
* 21.09.1911
Jena
Polizei (Gestapo) Rzeszow und Przemysl
Teilnahme an Aussiedlungsaktionen, Gruppen-und Einzel Erschießungen von Juden.
1948 wurde er Besitzer einer kleinen Handschuhfabrik in Düsseldorf

SS-Standartenführer
Blobel Paul
* 13.08.1894 in Potsdam
+ 07.06.1951 in Landsberg (gehängt)
studierte in Düsseldorf und gehörte hier der SS an
Führer des Sonderkommandos 4a der Einsatzgruppe C (beteiligt am Massaker von Babij Jar)
Führer des
Sonderkommandos 1005 "NS-Amtssprache Enterdung" (Öffnung der Massengräber im Osten mit anschließender Verbrennung der Leichen)

SA-Obergruppenführer und Politiker (NSDAP)
Hanns Günther von Obernitz
* 05.05.1899 in Düsseldorf
+ 14.01.1944 in Exin bei Bromberg, Westpreußen
1933 bis Anfang Juli 1934 Polizeipräsident in
Nürnberg-Fürth
Abgeordneter des Reichstages
Staffelkapitän Fernaufklärerstaffel 2.(F)/123

Hauptmann Ludwig Gehre * 05.10.1895 in Düsseldorf am 09.04.1945 als Beteiligter des missglückten Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 im KL
Flossenbürg hingerichtet.

Böllinghaus Friedrich
* 26.03.1909
vor 1945: Kriegsgerichtsrat beim Luftgau II Warschau
nach 1945: Oberlandesgerichtsrat in Düsseldorf

Bonnekamp Carl Dr.
* 25.09.1913
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Düsseldorf
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Düsseldorf

Burchardt Wolfgang
* 09.06.1910
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Düsseldorf
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Düsseldorf


SS-Obersturmbannführer
Nosske Gustav Adolf
* 29.12.1902 Halle
+ um 1990
vor 1945 Angehöriger der Gestapo u. Einsatzgruppe D


SS-Rottenführer
Jaguschok Albert
* 21.04.1902 in Dembowa-Gora
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz
nach 1945 Polizeilich gemeldet in Düsseldorf, der Aufenthalt ist jedoch unbekannt


SS-Hauptsturmführer
Otto Kurt
* 07.11.1910 in Düsseldorf
† 01.02.1943 in Köln (Suizid)
vor 1945 Angehörige der Lagermannschaft im KL Auschwitz


Wehrwirtschaftsführer
Sohl Hans-Günther Dipl.-Ing.
* 02.05.1906 Langfuhr bei Danzig
† 13. 11.1989 in Düsseldorf
vor 1945 Wehrwirtschaftsführer der Reichsvereinigung Eisen
nach 1945 Vorstandsvorsitzender der Thyssen AG


SS-Obersturmbannführer u. Kriminalrat
Sommer Franz
* 30.11.1897
† 00.00.1980 in Düsseldorf
vor 1945 Angehöriger der Stapo Oberhausen, Düsseldorf, Köln u. Leiter des EK 2/VI in Polen


Mitbürger der Gemeinde die hier geboren oder gelebt haben und zwischen 1933 bis 1945 verfolgt, deportiert sowie zu schaden gekommen sind

Elfriede Martens * 7. Februar 1908 in Düsseldorf
Am 23. März 1942 verläßt ein
Transport mit 1000 Frauen das Frauenlager des KL Ravensbrück. Ziel und Bestimmungsort ist das KL Auschwitz. Mit diesem ersten Transport aus Ravensbrück sollte in Auschwitz eine Frauenabteilung gebildet werden. Diese "Frauenabteilung, KL Ravensbrück", unterstand in der Anfangsphase der Kommandantur des Frauen-KZ Ravensbrück. Bei den Frauen handelte es sich um deutsche Frauen, die nach den Nazi Bestimmungen als "asoziale" (schwarzer Winkel), kriminelle (grüner Winkel) und einige als politische (roter Winkel) Häftlinge eingestuft worden waren. Von den ursprünglich 1000 Frauen war es der am 7. Februar 1908 in Düsseldorf geborenen und am 16. August 1941 wegen staatsfeindlichen Verhaltens ins Frauen-KZ Ravensbrück eingewiesen Elfriede Martens in der in der Nacht vom 25. auf den 26. März 1942 in der Nähe der Stadt Oppeln gelungen, aus dem Zug zu entkommen. Sie wurde allerdings bereits einige Tage später von der Gestapo in München aufgegriffen. Die anderen 999 Frauen treffen am 26. März 1942 in Auschwitz ein und erhalten die Häftlingsnummern 1 bis 999. Nach der Aufnahme werden sie in die durch eine Mauer vom übrigen Lager abgetrennten Blöcke 1 bis 10 des Stammlagers eingewiesen. Die Frauen sollten für das Frauenlager Auschwitz als "Kapos" und Blockälteste tätig werden. Lagerleiterin wurde die SS-Oberaufseherin Johanna Langefeldt, die ebenfalls ins KZ Auschwitz versetzt wurde.


Aar

Aaron Minna Sara
.
* 27.03.1887
Essen
Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf
.
+ 11.01.1943
Auschwitz-Birkenau

Be

Berliner Henriette
(geb. Rosenbaum)
Düsseldorf
(Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf)

Bl

Blumenthal Fanny Münster i. Westf.
(Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreisfreie Stadt Münster i. Westf.)

Car

Caris Klemens Joseph
* 1904 Düsseldorf
Polizeiliches Durchgangslager Kamp Amersfoort Holland
verschollen

Ec

Eckstein Otto Düsseldorf
(Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf)

Gol

Goldschmidt Thekla geb. Rosenberg
* 25.09.1875
Aachen
Haaren (und Düsseldorf)
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Detmold, Kreis Paderborn, Gemeinde Bad Wünnenberg, Amt Haaren
.
Deportation 10.11.1941 Düsseldorf – Ghetto Minsk

Mo

Mogendorff Julius Düsseldorf
(Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf)

Ros

Rosenberg Albert
* 17.05.1883 Düsseldorf
Wohnort Düsseldorf Grafenberger Allee 78
verschollen
dep. 10.11.1941 Düsseldorf – Ghetto Minsk
   
Rosenberg Ben
* Düsseldorf
Wohnort
Düsseldorf Grafenberger Allee 78 und Silver Spring (USA)
Emigration USA
   
Rosenberg Helene
* 11.05.1907
Aachen
Haaren (und Düsseldorf)
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Detmold, Kreis Paderborn, Gemeinde Bad Wünnenberg, Amt Haaren
.
Deportation 10.11.1941 Düsseldorf – Ghetto Minsk
   
Rosenberg Klara geb. Wallach
* 10.05.1886
Willich Ortsteil Schiefbahn
Wohnort
Düsseldorf Grafenberger Allee 78
verschollen
dep. 10.11.1941 Düsseldorf – Ghetto Minsk
   
Rosendahl Louis Levi Dr. med. dent.
* 29.05.1877
Dortmund-Aplerbeck
Düsseldorf (Shreveport/Louisiana)
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf
.
Emigration 1939 nach England
Todesdatum/-ort 1958 Shreveport/Louisiana USA

Ste

Stein Salomon
* 08.04.1863
Billerbeck
Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf
.
Deportation
21.07.1942 Düsseldorf – Ghetto Theresienstadt
überstellt
21.09.1942 Ghetto Theresienstadt – Vernichtungslager Treblinka
Todesdatum/-ort verschollen

Sc

Schwarz Elfriede Düsseldorf
(Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf)

Si

Simon Antonie
(geb. Pagener)
Hamburg
(Freie und Hansestadt Hamburg)

Wal

Wallach Sofie
(geb. Löwenstein)
Düsseldorf
(Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf)

Wan

Wangenheim Berta geb. Altgenug
* 14.10.1910
Norden
Wohnort Norden,
Düsseldorf und Köln
für tot erklärt
dep. 30.10.1941 Köln – Ghetto Lodz (Litzmannstadt)

Gross (Bamberger) Bernhard

Gross (Bamberger) Bernhard, 1931 wohnhaft in Düsseldorf
Er unterschreibt: Bernhard BAMBERGER. Randvermerk: Auf Anordnung des Amtsgerichtes in Saarbrücken vom 18.09.1940 (17 UR III 95/40) wird berichtigend vermerkt, dass der Vater des Kindes Peter den Familiennamen „GROß“ statt BAMBERGER führt und das Kind Peter GROß heißt.
* ?
+ Herbst 1944 Auschwitz (laut Sonder St.Amt Arolsen Nr. 4/Abt. A)
oo 1930 Limbach/bei Homburg
REINHARDT Barbara
Kind:
1. Peter
* 18.08.1931 Niedersaubach (geboren im Hirtenhaus)
Lagereingang in Auschwitz-Birkenau am 12.03.1943, Häftlingsnr. Z 2169


Oppenheim Alfred

Wegen Kontakten zur illegalen KPD, die das Gericht als "Vorbereitung zum Hochverrat" auslegte, wurde er 1936 im Alter von 29 zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Als er am 6. Juni 1941 aus der Strafanstalt Siegburg entlassen werden sollte, kam er, als Jude und Kommunist automatisch zum "Staatsfeind" abgestempelt, sofort ins Polizeigefängnis Düsseldorf - "Schutzhaft". Seine Frau Martha bettelte bei der Gestapo um seine Entlassung, dann könnte die gesamte Familie die bereits vorbereitete Auswanderung in die USA antreten. Oppenheim versprach schriftlich, er werde sich selbst im Ausland "niemals gegen das Deutsche Reich betätigen". Alles vergeblich. Am 7. Juli 1941 traf ein Schreiben aus Berlin ein: "Für den Obengenannten ordne ich hiermit Schutzhaft bis auf weiteres an ... O. ist in das KL. Neuengamme zu überführen ... Frau Martha Sara Oppenheim, Düsseldorf, Kreuzstr. 58, bitte ich auf ihr hier eingeg. Gesuch in meinem Namen abschlägig zu bescheiden.
Gez.: Heydrich."

In Neuengamme bei Hamburg starb Oppenheim laut Telegramm des Lagerkommandanten an die Stapo-Leitstelle Düsseldorf am 24. Juni 1942 "an Lungentuberkulose". eine Lüge: Tatsächlich war er beim Experimentieren mit Giftgas in der Heilanstalt Bernburg getötet worden, wo der ärztliche Gutachter Dr. Fritz Mennecke die "Diagnose" gestellt hatte, er sei ein "fanatischer Deutschenhasser + asozialer Psychopath". Oppenheims Frau war nach Minsk "evakuiert" worden - ihr Todesurteil.