übersicht

Deutschland, Bundesland Bayern, Regierungsbezirk Mittelfranken, Kreisfreie Stadt Nürnberg

Stadtteile und Bezirke:
Stadtteil 0
Altstadt, St. Lorenz, Marienvorstadt, Tafelhof, Gostenhof, Himpfelshof, Altstadt, St. Sebald, St. Johannis, Pirckheimerstraße, Wöhrd.

Stadtteil 1
Ludwigsfeld, Glockenhof, Guntherstraße, Galgenhof, Hummelstein, Gugelstraße, Steinbühl, Gibitzenhof, Sandreuth, Schweinau.

Stadtteil 2
St. Leonhard, Sündersbühl, Bärenschanze, Sandberg, Bielingplatz, Uhlandstraße, Maxfeld, Veilhof, Tullnau, Gleißhammer.

Stadtteil 3
Dutzendteich, Rangierbahnhof-Siedlung, Langwasser Nordwest, Langwasser Nordost, Beuthener Straße, Altenfurt Nord, Langwasser Südost, Langwasser Südwest, Altenfurt, Moorenbrunn, Gewerbepark Nürnberg-Feucht.

Stadtteil 4
Hasenbuck, Rangierbahnhof, Katzwanger Straße, Dianastraße, Trierer Straße, Gartenstadt, Werderau, Maiach, Katzwang, Reichelsdorf Ost, Reichelsdorfer Keller, Herpersdorf, Kornburg, Worzeldorf.

Stadtteil 5
Hohe Marter, Röthenbach West, Röthenbach Ost, Eibach, Reichelsdorf, Krottenbach, Mühlhof.

Stadtteil 6
Großreuth bei Schweinau, Gebersdorf, Gaismannshof, Höfen, Eberhardshof, Muggenhof.

Stadtteil 7
Westfriedhof, Schniegling, Wetzendorf, Buch, Thon, Almoshof, Kraftshof, Neunhof, Boxdorf, Großgründlach.

Stadtteil 8
Schleifweg, Schoppershof, Schafhof, Marienberg, Ziegelstein, Mooshof, Buchenbühl, Flughafen.

Stadtteil 9
St. Jobst, Erlenstegen, Mögeldorf, Schmausenbuckstraße, Laufamholz, Zerzabelshof, Fischbach, Brunn.

01.10.1825

Eingemeindung
Gostenhof, Wöhrd, Gärten bei Wöhrd (Wöhrder Gärten),
Gärten hinter der Veste, Sankt Johannis mit Großweidenmühle, Galgenhof und Teile von Gleißhammer, Steinbühl und Sündersbühl.

02.12.1825

Eingemeindung
Bleiweißgarten, Judenbühl (Maxfeld)

01.01.1865

Eingemeindung
Gemeinde Steinbühl und Ortschaft Rennweg

21.07.1881

Eingemeindung
Teil der Gemeinde Sündersbühl

01.01.1898

Eingemeindung
Sündersbühl (Restteil mit St. Leonhard)

01.01.1899

Eingemeindung
Erlenstegen (mit den Ortschaften Schafhof, Spitalhof und Thumenberg), Großreuth hinter der Veste, Kleinreuth hinter der Veste, Mögeldorf, Schniegling, Schoppershof, Thon, Wetzendorf, Gleißhammer, Gibitzenhof, Großreuth bei Schweinau, Schweinau, von Höfen die Teile Eberhardshof, Gaismannshof, Höfen, Leyh und Muggenhof

18.05.1900

Eingemeindung
Exerzierplatz Gibitzenhof, MAN-Gelände

07.05.1901

Eingemeindung
Klingenwäldchen, Ludwigsfeld

04.02.1904

Eingemeindung
Wasserbehälter hinter dem Schmausenbuck

01.08.1905

Eingemeindung
Rangierbahnhof

18.07.1910

Eingemeindung
Neuer Südfriedhof

20.01.1912

Eingemeindung
Gelände der Schützengesellschaft nördlich Erlenstegen

07.11.1917

Eingemeindung
Wasserbehälter hinter dem Schmausenbuck

01.08.1920

Eingemeindung
Ziegelstein

19.12.1920

Eingemeindung
Teil des Forstbezirks Erlenstegen

15.06.1922

Eingemeindung
Röthenbach bei Schweinau, Eibach mit Hinterhof, Maiach und Neuwerk, Reichelsdorf mit Gerasmühle, Koppenhof und Lohhof, von Deutenbach die Teile Mühlhof und Krottenbach

22.07.1922

Eingemeindung
Loher Moos und Buchenbühl

01.11.1923

Eingemeindung
Almoshof, Lohe, Schnepfenreuth, Zerzabelshof mit den Gemeindeteilen Valznerweiher und Zerzabelshof

01.05.1924

Eingemeindung
Buch

26.08.1925

Eingemeindung
Teil des Forstbezirks Zerzabelshof

01.04.1928

Eingemeindung
Höfles

01.01.1929

Eingemeindung
Teil des Forstbezirks Eibach

01.01.1930

Eingemeindung
Kraftshof

20.07.1933

Am 20.07.1933 verhaftet der am 05.05.1899 in Düsseldorf geborene SA-Obergruppenführer und Politiker (NSDAP) Hanns Günther von Obernitz mit Hilfe von SA-Männern in Nürnberg 300 Juden. Die Jüdischen Mitbürger werden auf einen Sportplatz geführt, dort brutal misshandelt und erniedrigt. Dies war eine Aktion im Zuge der von der Bayrischen Politischen Polizei für den 20. Juli 1933 angesetzten „antijüdischen Maßnahme, die auf direkte Weisung des Gauleiters Julius Streicher durchgeführt wurde. Hanns Günther von Obernitz trat zu Beginn des Zweiten Weltkriegs in die Luftwaffe der Wehrmacht ein, wo er den Rang eines Oberstleutnants innehatte. Er starb am 14.01.1944 in Exin bei Bromberg, Westpreußen bei Kampfhandlungen

13.08.1933

SA-Männer nehmen eine 19-Jährige mit in ein Nachtlokal. Sie schnitten ihr die Haare ab, rasierten ihr den Schädel kahl und banden ihr ein Plakat um den Hals mit der Inschrift: „Ich habe mich mit einem Juden eingelassen“. Eine Gruppe Touristen, die zeugen dieser Szene wurden, schrieben einen Brief an die Behörden, in dem sie erklärten, sie wollten sich zwar nicht in die inneren Angelegenheiten der Stadt einmischen, aber Vorfälle dieser Art müssten alle ausländischen Besucher entrüsten. Wenige Wochen später wurde das Mädchen für geisteskrank erklärt und in eine Irrenanstalt eingeliefert.

01.10.1934

Eingemeindung
Teil des Forstbezirks Eibach

01.04.1937

Eingemeindung
Teile der Forstbezirke Eibach und Lichtenhof

01.01.1938

Eingemeindung
Teil des Forstbezirks Lichtenhof

01.04.1938

Eingemeindung
Teile von Fürth, gleichzeitig wurden andere Teile nach Fürth ausgegliedert, Laufamholz mit Hammer, Mühlhof, Oberbürg und Unterbürg

01.04.1939

Eingemeindung
Langwasser (ehem. Parteitagsgelände)

07.08.1940

Luftangriff auf Nürnberg, Bombenabwurf auf Burgfarrnbach

20./21.12.1940

Nachtangriff auf Nürnberg, Bombenabwurf auf das Märzfeld

12./13.10.1941

In der Nacht vom 12.10.1941 auf den 13.10.1941 fliegen 152 Bomber der RAF, v.a. Wellington und Whitley einen Luftangriff auf Nürnberg. 20 Sprengbomben und 14 Brandkanister trafen; kleinere Schäden in Nürnberg, aber schwerere Schäden in Schwabach. 9 Tote und 50 zerstörte Häuser in Schwabach.

13.03.1942

Am 13.03.1942 wird der letzte gewählte Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg wegen "Rassenschande" zum Tode verurteilt. Leo Katzenberger war 1941 unter der Beschuldigung verhaftet worden, mit der 22jährigen Deutschen Irene Scheffler intime Beziehungen gepflegt zu haben, was von Anfang an von beiden bestritten wurde. Als der Ermittlungsrichter das Verfahren gegen beide einstellen wollte, zog der Vorsitzende des Sondergerichts, Dr. Oswald Rothaug, das Verfahren an sich. Er machte von Anfang an kein Hehl daraus, dass er Leo Katzenberger dem Henker überantworten wollte. Irene Scheffler wurde zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Der Staatssekretär im Reichsjustizministerium und spätere Präsident des "Volksgerichtshofes", Roland Freisler, lobte seinen Nürnberger Kollegen Rothaug für dieses "kühne" Urteil.
Oswald Rothaug wird im Prozess gegen NS-Juristen vom Internationalen Militärtribunal in Nürnberg 1947 wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt. 1953 wird die Strafe auf 20 Jahre ermäßigt, drei Jahre später wird er aus der Haft entlassen. Die beiden Beisitzer Dr. Ferber und Dr. Hoffmann müssen sich erst 1967 wegen Totschlags vor einem Nürnberger Schwurgericht verantworten. Die äußerst milden Urteile von zwei bzw. drei Jahren Haft werden vom Bundesgerichtshof 1970 aufgehoben, das erneute Verfahren zieht sich bis 1976 hin und wird dann eingestellt. Beide gehen somit straffrei aus.

01.04.1942

Eingemeindung
Teilgebiete von Fürth und dem Forstbezirk Eibach

28./29.08.1942

In der Nacht vom 28.08.1942 auf den 29.08.1942 fliegt die Royal Air Force mit 71 Lancaster, 41 Wellingtons, 34 Stirlings Halifax Maschinen einen Nachtangriff auf Nürnberg. Bomben fallen Südwestlich vom Stadtpark und Südstadt, die Alte Kongresshalle/Luitpoldhalle in der Luitpoldarena, und die Burg. 136 Tote; 152 zerstörte Wohnhäuser, 220 Brände werden auf deutscher Seite gemeldet. Im 10 Kilometer entfernten Erlangen werden durch Fehlabwürfe 4 Menschen getötet.
Zwanzig Flugzeuge kehrten nicht zurück. Eine der Abgeschossenen Flugzeuge ist die die Lancaster R5897 von der 49 Squadron RAF Basis: RAF Scampton, Lincolnshire, die Besatzung bestand aus: Pilot: Sgt. Edward George Burton 1202457 RAFVR Alter 22 getötet, Pilot 2: Sgt. Kent Newbery 407725 RAAF Alter 24 getötet, Nav / BMR: Sgt. Gilbert Aitken Swan 407354 RAAF Alter 25 getötet, WOP / Air / GNR: Sgt. Ernest Claude Ibbotson 988498 RAFVR Alter 22 getötet, Air / GNR: Sgt. James Ducket Osbaldeston 619496 RAF Alter 22 getötet, Air / GNR: Sgt. John Breivis R/132553 RCAF Alter 19 getötet, Fl / Sgt. Leslie James Capton R/127800 RCAF Alter 20 getötet.
Die Maschine ist am 28.08.1942 um 21:04 Uhr von der Basis in Scampton gestartet.
Die Maschine stürzte am 29.08.1942 zwischen 01:00 Uhr und 02:00 Uhr in der Nähe des Dorfes Kalchreuth ab, der Ort Kalchreuth liegt etwa 8 Km nördlich von Nürnberg.
Die beim Aufprall erfolgte Explosionen der sich noch an Bord befindlichen Bomben, war so gewaltig, das ein Motor sowie Wrackteile noch vier Kilometer von der Absturzstelle entfernt entdeckt wurden. Verstreut zwischen den Trümmern wurden die verbrannten Reste der Besatzung gefunden. Die aufgefunden Leichen wurden am 1. September 1942 auf dem Neuen Friedhof in Kalchreuth mit allen militärischen Ehren beerdigt. Da zum Zeitpunkt des Absturzes kein deutscher Nachtjäger in dem Gebiet war, die Flak keinen Abschuss hatte, aber eine zweite Maschine eine Wellington, BJ701, der 57 Squadron in dem Gebiet abstürzte, dürften die beiden Maschinen in der Luft zusammengestoßen sein, und abgestürzt sein. 1948 wurden die Besatzungsmitglieder beider Flugzeuge auf den Dürnbach War Cemetery umgebetet.

25./26.02.1943

In der Nacht vom 25.02.1943 zum 26.02.1943 fliegt die RAF mit 337 viermotorige Bomber einen Luftangriff auf Nürnberg. Aufgrund schlechter Sicht durch eine Wolkendecke über dem Stadtgebiet, fallen die meisten Bomben ins Knoblauchsland, andere trafen nördliche und nordwestliche Stadtteile. Die Wehrkirche in Kraftshof wird getroffen. Amtliche deutsche Stellen melden: 27 Tote, 44 große, 8 mittlere und 10 kleine Brände.

08./09.03.1943

In der Nacht vom 08.03.1943 zum 09.03.1943 fliegt die RAF mit 335 viermotorige Bomber einen Luftangriff auf Nürnberg. Die Bomber beginnen ihren Abwurf gegen 23:00 Uhr, und werfen 358 t Spreng- und 412 t Brandbomben ab. Getroffen werden: die Südliche Altstadt, der Dachstuhl der Mauthalle, Kaiserburg, das Siemens-Trafowerk sowie der Rangierbahnhof. Amtliche deutsche Stellen melden: 343 Tote, 171 große, 339 mittlere und 1746 kleine Brände sowie Zeitzünderbomben.

10./11.08.1943

In der Nacht vom 10.08.1943 zum 11.08.1943 fliegt die RAF mit 653 Maschinen davon 318 Lancaster, 216 Halifax, 119 Stirlings Bomber einen Luftangriff auf Fürth und Nürnberg. 16 Flugzeuge - 7 Halifax, 6 Lancaster, 3 Stirlings gehen verloren. Obwohl die Besatzungen die Markierungen der "Pfadfinder" schlecht erkennen konnten – die Wolken waren zu dicht, wird der Angriff nach Plan durchgeführt. Die ersten Bomben werden gegen 00:48 Uhr ausgeklinkt, die letzten gegen 2:30 Uhr. Es werden 1608 t Bomben Spreng- und Brandbomben abgeworfen. Schäden in Fürth: unter anderem in der Wolfsgrubermühle, Dambach, Burgfarrnbach, Westvorstadt, Veitsbronn, Vach, Südstadt, Schickedanz-Werke (Lager Quelle), Ludwigstraße, Amalienstraße und Winklerstraße. In Nürnberg erlitt die Lorenzkirche (Eine der ersten Bomben die fielen – wahrscheinlich war es eine Luftmine – prallte im Schrägflug aus östlicher Richtung kommend, erst durch das Dach des Hallenchores, dann gegen die Trennwand von Hallenchor und Hauptschiff und explodierte im Chor. Drei Gewölbejoche im Langhaus wurden total zerstört, im Hallenchor das Gewölbe im Chorumgang völlig herausgerissen, die Maßwerke der Fenster vernichtet, das berühmte Netzgewölbe stark deformiert und das Dach der Kirche ganz abgedeckt. Das Kirchenschiff wurde behelfsmäßig wieder benutzbar gemacht. In Wöhrd wurde von den Aufklärern eine große Feuerzone beobachtet, der Stadtteil wurde fast vollständig zerstört. In der Südstadt musste die Industrie schwere Treffer verzeichnen. Neumeyer (Zündapp), Diehl, Kugelmüller, TeKaDe, das Gebäude, der Dachstuhl und die Kuppel des Justizgebäudes an der Flaschenhofstraße wird durch Fliegerbomben schwer beschädigt, die Firma Lumophon-Werke Nürnberg werden durch den Bombenangriff stark zerstört, das Wirtschaftsgebäude der Gärtnerei Radloff wird eingeäschert und sämtliche Glasflächen zerstört. Die Zeltner-Brauerei musste nach diesem Angriff den Betrieb einstellen. Die Pfarrkirche, der St. Martinsbau und das Mesnerhaus in der Äuß. Rollnerstraße 3 brennen ab. Von der Kirche blieben nur der Turm und die Mauer stehen. Ein Bombentrichter unmittelbar am Pfarrhaus (Westseite), : Für Glück im Unglück sorgte Stadtkirchner Hans Dürr: Weil er mit seiner Frau nicht mehr den schützenden Bunker erreicht und in der Sebalduskirche Zuflucht gesucht hatte, löschte er einige Brand- und Phosphorbomben, bevor sie Schlimmeres anrichten konnten

Vor Nürnberg bei Wöhrd über der Tullnau liegt ein schönes Lusthaus mit einem Weiher und Garten rings umgeben, dabei vor Jahren ein Hammer gewesen, von welchem das Haus noch den Namen hat und der Gleißhammer genannt wird." So beschrieb Johannes Müllner im 17. Jahrhundert das heutige Zeltnerschloß.
Nach Bombentreffern beim Luftangriff in der Nacht vom 10. auf den 11. August 1943 brannte es völlig aus.
Bericht:
„Die auf der Burg untergebrachte HJ Gefolgschaft hat sich auch bei dem Luftangriff am 11.8.1943 wieder gut bewährt. Durch Einsatz der Scharen zur Bildung von Eimerketten konnte die Bekämpfung des Feuers dort noch wirksam fortgesetzt werden, wo infolge Wassermangels die Brandbekämpfung durch den Selbstschutz aufgegeben worden war. Die hervorragende Einsatzbereitwilligkeit der Jungen, die unter Außerachtlassung der Lebensgefahr mit vorbildlichem Mut überall das Feuer auf seinen Herd beschränkt haben, hat auch den Selbstschutz mitgerissen. Besonders hoch muss die moralische Wirkung der Jungen auf den Selbstschutz eingeschätzt werden. Mit gleich gutem Erfolg hat auch ein HJ-Löschkommando der NSDAP, das mit Tragkraftspritze ausgerüstet war, im nördlichen Teil der Altstadt gearbeitet".

Verluste unter der deutschen Bevölkerung: Frankenreuther Margarethe * 20.06.1879 + 11.08.1943 Nürnberg

Bei den Luftangriffen auf Nürnberg und Umgebung wurde auch die Feuerwehr Weisendorf, Schwandorf und Mellrichstadt (von der neunköpfigen Mannschaft wurde Otto Vorndran durch die Explosion einer Bombe mit Zeitzünder getötet. Er liegt in Bad Neustadt begraben), am 10. und 11. August 1943 zur Brandbekämpfung nach Nürnberg beordert.

Berichte:
Hans Zimmet geb. 15.01.1920 gest. 14.08.1943
Freiwillige Feuerwehr Kornburg
Der Kreisführer der Freiwilligen Feuerwehr Landkreis Schwabach
An den Landesführer der Freiwilligen Feuerwehr für das Land Bayern, 15.08.1943
Tödlicher Unfall eines Feuerwehrmannes!
Anlässlich des Fliegerangriffes auf die Stadt Nürnberg am 11.08.1943 wurde im Rahmen der nachbarlichen Löschhilfe auch die Freiwillige Feuerwehr Kornburg mit einer FW in Nürnberg eingesetzt.
Zuerst erfolgte ein Einsatz im Opernhaus zur Bekämpfung des Brandes in der sehr hohen Kuppel des Gebäudes. Die hir eingesetzten Freiwillig Feuerwehren waren jedoch hierzu zu schwach. Auf Rückmeldung hin erfolgte nun Einsatz in der Fabrikanlage Häberlein und Metzger in der Neudörfer Straße – Flaschenhofstraße. Es brannte bereits der ganze Dachstuhl des großen Gebäudes. Zur Bekämpfung wurden sofort 3 C-Rohre zum Innenangriff vorgenommen und der Brand von den beiden Flügeln des Dachstuhles und von der Mitte Aus bekämpft.
Da das Feuer in die untern Stockwerke überzugreifen drohte, war eine Räumung derselben dringend nötig. Hierzu wurde der Unterwachmeister Hans Zimmet mit noch einem Feuerwehrmann abgeordnet. Außerdem befand sich bei dem Trupp noch ein Mann des Betriebes. Ein Feuerwehrmann beobachtete die oberen Decken des zu räumenden Stockwerkes. Der ganze Raum war aber in Rauch gehüllt.
Auf einmal stürzte jedoch ungefähr 20 qm der Decke herunter und Unterwachtmeister Hans Zimmet und der Gefolgschaftsmann des Betriebes wurden in Brusthöhe von den brennenden und glühenden Massen eingehüllt. Er arbeitet sich jedoch noch selber heraus und wurde dann zum Verbandplatz Bauhof gebracht, wo sofort dein Notverband angelegt wurde. Das Unglück ereignete sich um 9 Uhr. Um 14 Uhr des 11.08.1943 erfolgte denn die Überführung in das Hilfskrankenhaus Tiergarten.
Am 12.08.1943 erkundigte sich Hautwachtmeister Baals persönlich nach dem Befinden des verletzen Kameraden. Da er fand, das derselbe ohne weiter Behandlung seitens des Hilfskrankenhauses war überführte er denselben um 17 Uhr am 12.08.1943 in das Kreiskrankenhaus Schwabach, wo er dann sofort in Behandlung kam. Trotz aller ärztlichen Maßnahmen starb jedoch Unterwachtmeister Hans Zimmet am Samstag den, 14.08.1943 um 6:00 Uhr.
Die Beerdigung fand am 16.08.1943 unter sehr zahlreicher Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung in Kornburg statt.
Der Kreisführer der Feiwilligen Feuerwehr
Kilian
Abteilungsführer (Wendelstein)

Verluste auf Britischer Seite:
Der Halifax Bomber HR938 von der 158 Squadron wird beim Angriff auf Nürnberg abgeschossen und stürzt stürzt bei Wancennes, Belgien ab. Das Besatzungsmitglied William Green wird tot geborgen und auf den kommunalen Friedhof von Florennes, Belgien begraben. P / O Hirshbien Ballen überlebt den Absturz und wird von den deutschen gefangengenommen.

Die Stirling Mark III BF516 PX-E von der 214 Squadron Code "PX-E ', war eine von 653 Flugzeugen, die in der Nacht vom 10.08.1943 zum 11.08.1943 Nürnberg angegriffen haben. Beim Rückflug etwa 5 Meilen westlich von Nürnberg wurde sie getroffen, und einer der Motoren stand in Flammen. Die Maschine kam immer mehr vom Kurs ab, als über Frankreich ein zweiter Motor ausfiel. Die Besatzung entschied sich dafür, alles zu versuchen, nach England zu kommen. Dann ging der Treibstoff aus und sie mussten in Pevensey Bay notlanden. Alle waren bewusstlos, F / S Halle war der erste, der sich erholte, und fing sofort an, seine Mannschaft rauszuholen. Zwei Besatzungsmitglieder (SGTs Buckle und Smith) wurden getötet und die anderen fünf Männer wurden anschließend von einem Sea Rescue Schlauchboot gerettet und an Land gebracht. Robert Moorby wurde ins Naval Revier in Lewes gebracht, wo er für 2 Wochen blieb. Der Rest der Mannschaft ging zurück zum Geschwader.

Der Handley Page HP.57 Halifax B Mark II Serie 1A, HR861 Bomber von der 35 Squadron RAF bei Graveley, Huntingdonshire wurde über Nürnberg abgeschossen.

Der Handley Page Halifax-Bomber Mark II JD 151 EY-M von der 78 Squadron hatte den Angriff auf Nürnberg beendet, kurz vor der Landung in England stürzt die Maschine aufgrund von Treibstoffmangel ab. Hierbei wird der 35 Jahre alte Harry Binns getötet. Er wurde auf dem Friedhof in Southport (Birkdale) Abschnitt 6 grave 267 beerdigt. Er diente in der Royal Air Force Volunteer Reserve als Pilot Officer / Navigator. Er hinterließ seine Eltern Thomas und Sarah Ann Binns, sowie seine Ehefrau Annie Binns von Birkdale in Southport

Der Halifax II JD167 KN-Z Bomber von der 77 Squadron stürzt nachdem er von einem Nachtjäger abgeschossen wird gegen 02:15 Uhr 12 km WSW von Mons, Belgien ab. Die Besatzung bestand aus: Pilot Officer P Hobbs Pilot RAF, Sgt. EH Pegg Flugingenieur RAF
J Faliejevas, Pilot Office,r G Cockayne Navigator RAF, Flying Officer HM Etherington Air RAF Bomber, Sgt. EY Howes Wireless Operator / Air Gunner RAF, Sgt. ein Bryan Air Gunner RAF / Auxiliary Air Force, Sgt. R Rushton Air Gunner RAF

Amtliche Verlustmeldung:
585 Tote; 1732 zerstörte Häuser, 1156 schwer beschädigte Häuser und 2386 mittelschwer beschädigte Häuser.

27./28.08.1943

In der Nacht vom 27.08.1943 zum 28.08.1943 greifen 674 Flugzeuge - 349 Lancaster, 221 Halifax, 104 Stirlings Bomner unter dem Schutz von Jagdflugzeuge Nürnberg an.

An dem Angriff waren beteiligt:
460 Squadron RAF

Lancaster Bomber Code ED888 von der 103 Squadron Besatzung: Flight Sergeant M McMahon, Sergeant RB Stocks, Sgt. JW Brewster, Flying Officer AG MacDonald, RNZAF, Sergeant AR Fleming, Sgt. GE Crawford, Sergeant Thompson T.

Lancaster Bomber Code LM334 von der 207 Squadron RAF. Der Besatzung des LM334, bestand aus vier Australier und drei britischen Flieger: FO. John Richard Welch, RAAF 413918,
FO. Hugh John McCulloch, RAAF 410698, F / Sgt. Keeble Charles Französisch, RAAF 415518,
F / Sgt. Geoffrey Augustinus Lynch, RAAF 408909, Sgt. Leslie Thomas Reynolds, RAF (VR) 1438887, Sgt. James Seddon, RAF (VR) 2203354, Sgt. Arthur Herbert Whetton, RAF (VR). Die Maschine wurde am 28.08.1943 um 01:47 Uhr bei Nürnberg - Lohe von dem Ritterkreuzträger Leutnant Hager vom II./Nachtjagdgeschwader 1 abgeschossen. Alle 7 Besatzungsmitglieder wurden getötet, sie sind auf in der Dürnbach War Cemetery beigesetzt.

Halifax JD414 EY-M Bomber von der 78 Squadron, Besatzung: P / O S.Norris,
F / O A.J.Birtles RAAF, Sgt. D.J.Purcell, F / O T.H.Tabberer, P / OK.W.McTernaghan, F / S D.Crompton, Sgt. R.S.Payne, P / O F.R.Sanderson, F / S D.Crompton wurde in Camps 4B/L3, POW No.222584 interniert. Die Maschine wurde über Nürnberg von einem deutschen Nachtjäger abgeschossen.

Halifax II JD368 ZA-A Bomber von der 10 Squadron, Besatzung: Sgt. G. Baker. EVD.
Sgt. R W. Cornelius. EVD, Sgt. J. McCallum. EVD, Sgt. V W. Davies. EVD, Sgt. M. Pearce. EVD, P / O. F N. Lawrence. EVD, Sgt. G R. Darvill. pow, Sgt. G + R. Warren RCAF. Die Maschine war um 20:49 Uhr in Melbourne. Homebound gestartet, und wurde um 03:30 Uhr bei Haulchin (Hennegau) 12 km südöstlich von Mons, Belgien von einem Nachtjäger abgeschossen. Sgt. Warren RCAF wurde auf dem städtischen Friedhof von Gosselies beigesetzt.

Lancaster-Mk III Bomber ED627 EM-N von der 207 Squadron gestartet um 21:29 Uhr von RAF Langar, in der Nähe von Nottingham. Für einige von der Crew war es, ihre 13. Operation, ein Flug, von dem keiner von zurückzukehren würde. Die sieben Besatzungsmitglieder waren:
PO Arthur Marcus Fitzgerald - Pilot, 20 Jahre alt, Sgt. Cyril Herbert Pratt - Navigator, 20 Jahre alt, Sgt. Henry Albert Toomey - Bombenschütze, 22 Jahre alt, Sgt. Sydney James Mitchell - Flugingenieur, 38 Jahre alt, Sgt. William Walter George Addison - WOP / AG, 21 Jahre alt, Sgt. Stephen Preston - Mitte kommt Gunner, 20 Jahre alt, Sgt. John Goodwin - Rear Gunner, 20 Jahre alt, er starb kurz vor seinem 21. Geburtstag. Die Maschine wurde von einem deutschen Nachtjäger abgeschossen und stürzte um 01:30 Uhr bei Hohenburg im Landkreis Wolpertshausen nahe Schwäbish Hall, 60 Meilen westlich von Nürnberg ab. Die Leichen der Besatzung des ED627 (EM-N) wurden von den deutschen Behörden geborgen und auf dem St. Nikolai Friedhof in Schwäbisch Hall beigesetzt. Sie wurden nach 1945 von der Commonwealth War Graves Commission auf den Dürnbach War Cemetery Soldatenfriedhof umgebetet.

Lancaster Bomber ED.999 von der 49 Squadron, sie wurde beim Luftangriff in der Nacht vom 23.12.1943 zum 24.12.1943 auf Berlin abgeschossen.

Lancaster Bomber JB362 EA - D von der 49 Squadron RAF. Besatzung: Navigator Sgt. Friedrich Eduard Ashman * 17.06.1923 + 27.11.1943, Bombenschütze Sgt. John Burrows G + 2002, Flt Eng. Sgt. Harold Bronsky + 27.11.1943, Sgt. Harold Bronsky + 27.11.1943, W / O-Pilot Ron Brunt + 27.11.1943, Wireless Operator & armourer Sgt. RW Norley DFM + 27.11.1943, Gunner - Ed Wilson + 27.11.1943, Armourer Gunner F / Sgt. RP O'Dea + 27.11.1943.

Handley Page Halifax-Bomber der 76 Squadron RAF

5 Stirling Bomber der 623 Squadron RAF 1 Maschine verlust

Handley Page Halifax B II Bomber JD371 KN-O von einem deutschen Nachtjäger abgeschossen

Bericht einer damals 10 jährigen Nürnbergerin:
Gegen 24 Uhr. Wir rannten wie geübt in unseren eigenen Luftschutzkeller. Vater hatte unseren großen Radioapparat unter dem Arm, um im Keller noch die Luftlagemeldungen zu hören. Nachdem der Nachrichtensprecher "Onkel Baldrian", wegen seiner beruhigenden Stimme so genannt, durchgegeben hatte, dass die Bomberverbände im Anflug auf die Stadt der Reichsparteitage, Nürnberg, seien, hörten wir schon das Schießen der Flak und dann auch bald ein gewaltiges Brausen. Die Bomber flogen das Zentrum der Stadt meistens über Fürth von Westen an. Die Flakabwehr war jedoch diesmal so stark, dass der Bomberstrom vom Zentrum in den Osten der Stadt gedrängt wurde. So erlebten die Stadtteile Zabo, Mögeldorf und vor allem Laufamholz ein Inferno. Es krachte pausenlos um unser Haus in Laufamholz. Bei jedem Anflug einer Sprengbombe hörten wir ein furchtbares zischendes Geheul und unmittelbar darauf den krachenden Einschlag. Ich mit meinen zehn Jahren, meine Eltern, die Schwester und der Bruder starben in dieser Nacht tausend Tode. Ich heulte nur noch und setzte mich auf den Schoß meiner Mutter. Wir schrien und beteten, denn wer sollte uns noch retten? Meine Schwester, die zehn Jahre älter war als ich, besaß den Mut, während des Angriffes in das Haus und auf den Speicher zu gehen und einige Brandbomben, die schon schwelten, in den Garten zu werfen. Sie rettete dadurch unser Haus vor dem Abbrennen.
Als nach zwei Stunden endlich Entwarnung kam, gingen wir zitternd in das Erdgeschoß und sahen die Hölle! Das Nachbarhaus brannte lichterloh, ebenso das angrenzende Gebäude. Gegenüber am Bahnhof stand ein riesiger Stapel Bretter in hellen Flammen, die meterhoch gegen den Himmel schlugen. Etwa 200 Meter Luftlinie hinter unserer Villa hatte ein größeres Zweifamilienhaus gestanden - eine Luftmine hatte es weggeblasen.
Mein Vater, im Ersten Weltkrieg schon schwer verwundet, war als Luftschutzwart eingesetzt und versuchte, aus dem brennenden Nachbargebäude noch etwas zu retten, aber es war vergeblich. Das Haus wurde von einer bekannten Nürnberger Kunsthandlung als Lager benutzt und war selten bewohnt - so gab es auch in jener Nacht niemanden, der während des Angriffs die Brandbomben hinauswarf. Die Villa brannte vollständig ab.
Mein älterer Bruder wollte mich als Feuerwache auf unseren Dachboden schicken, damit unser Haus nicht doch noch durch Funkenflug in Brand geriet. Ich hatte aber so viel Angst, dass ich unmöglich allein auf dem Speicher bleiben konnte. So musste mein Bruder, der natürlich auch furchtbare Angst hatte, diese Aufgabe übernehmen.
Ich ging an den Gartenzaun des Nachbargebäudes und beobachtete meinen Vater bei seinen vergeblichen Rettungsarbeiten. Ein Bild prägte sich mir dabei unauslöschlich ein: In der Küche stand auf einem brennenden Holzregal eine Waage, die immer mehr von den Flammen eingeschlossen wurde. Langsam senkte sich das Regalbrett und die Waage begann zu rutschen, bis sie schließlich in einem Funkenflug zu Boden stürzte.

Bericht
Niemand ahnte am späten Abend des 27. August 1943, dass im Südengland bereits um 21:30 Uhr ein mächtiges Bombergeschwader gestartet war. Jeder der britischen Jagdbomber hatte bis zu acht Tonnen Brand- und Sprengbomben an Bord. Ihr Ziel war in dieser Nacht Nürnberg.
Kurz nach 02:00 Uhr Morgens wurden die Schwarzenauer vom dröhnenden Lärm der tieffliegenden Maschinen geweckt. „Sie kamen aus Richtung Ebrach und flogen Richtung Würzburg“. „Wer konnte, ging bei dieser Lage sofort in den Keller“.
In das Motorengeräusch mischte sich heftiges Feuer der Bordwaffen. Die Bomber wurden von deutschen Nachtjägern angegriffen. Aus dem Dunkel tauchte plötzlich ein brennendes Flugzeug auf und donnerte wenige Meter über die Häuser hinweg. Den Kirchturm verfehlte es nur knapp, Wrackteile stürzten auf das Dorf. Die Maschine selbst zerschellte wenige hundert Meter außerhalb, auf einer Wiese oberhalb des Felsenkellers. „Es gab einen mächtigen Schlag, und dann brannte dort alles“.
Die vier Motoren des Stirling Bombers hatten sich tief in den Boden gebohrt. Im Flammenschein sahen die Herbeigeeilten den mächtigen 27 Meter langen Rumpf der Maschine. Er sah erstaunlich heil aus. Die Flügel mit 30 Meter Spannweite waren zerbrochen. Zwischen den Trümmern lagen die Leichen der Besatzung.
Sieben Mann kamen bei Schwarzenau um: Vier Engländer, ein Kanadier und zwei Neuseeländer. Denn die Maschine gehörte zur alliierten neuseeländischen Luftwaffe. „Alle Toten hatten keine Fallschirme umgeschnallt“. „Arme Schweine waren das“, so ein Augenzeuge. Denn die Engländer rüsteten ihre Maschinen aus Kostengründen nicht mit entsprechendem Rettungsgerät aus. Ein Abschuss bedeutete fast immer den Tod der Besatzung.
Die Leichen brachte man zunächst ins Feuerwehrhaus, dann wurden sie im Schwarzenauer Friedhof in einem Massengrab bestattet. 1948 wurden die Toten exhumiert und auf dem alliierten Soldatenfriedhof bei Bad Tölz beigesetzt.
Der deutsche Jagdpilot Hauptmann August Geiger landete am Tag nach dem Abschuss mit dem Leichtflieger Fieseler-Storch auf einem Acker nahe Schwarzenau. Er ließ sich den Abschuss bestätigen, es war sein 43. Nachtabschuss. Geiger selbst wurde einen Monat später selbst über dem holländischen Zuidersee getroffen. Der Fallschirm in seiner Messerschmitt nutzte ihm dabei wenig, er sprang ab und ertrank im See.
Die Flugzeugtrümmer holten deutsche Soldaten vom Flugplatz Kitzingen ab. Zuvor schossen sie noch auf die im Flugzeug verbliebenen Brandbomben. Das erneut lodernde Flammeninferno zeigte, welcher Katastrophe Schwarzenau nur knapp entgangen war.

29.05.1947

In Haft in Nürnberg begeht General der Gebirgstruppen Franz Böhme Selbstmord; der gebürtige Steiermärker, der von September 1941 bis Dezember 1942 als Militärbefehlshaber Serbien diente, veranlasste die Erschießung Tausender Juden und “Zigeuner“ als Geiseln; sein Befehl vom 10.10.1941 hatte gelautet: “Treten Verluste an deutschen Soldaten oder Volksdeutschen ein, so haben die territorial zuständigen Kommandeure ... umgehend die Erschießung von Festgenommenen ... anzuordnen:
a) für jeden getöteten oder ermordeten deutschen Soldaten oder Volksdeutschen 100 Gefangene oder Geiseln.
b) Für jeden verwundeten deutschen Soldaten oder Volksdeutschen 50 Gefangene oder Geiseln.“

01.02.1952

Eingemeindung
Teilgebiete aus den Forstbezirken Zerzabelshof, Forsthof, Kraftshof und Eibach

01.07.1953

Eingemeindung
Teilgebiete aus den Forstbezirken Forsthof und Eibach

01.04.1955

Eingemeindung
Flughafengelände und Teilgebiete aus dem Forstbezirk Zerzabelshof

01.01.1956

Eingemeindung
Akademie der Bildenden Künste und Bereitschaftspolizei

01.01.1958

Eingemeindung
Teilgebiet aus dem Forstbezirk Erlenstegen

01.01.1963

Eingemeindung
Teilgebiet aus dem Forstbezirk Forsthof

01.01.1966

Eingemeindung
Hafengelände aus dem Forstbezirk Eibach

01.01.1969

Eingemeindung
Teile von Fürth, Eibacher Forst und Worzeldorf

01.07.1972

Eingemeindung
Großgründlach, Neunhof, Brunn, Fischbach bei Nürnberg (mit Altenfurt), Katzwang, Kornburg und Worzeldorf (mit Pillenreuth) sowie von der Gemeinde Boxdorf der Teil Boxdorf, von der Gemeinde Wolkersdorf der Teil Holzheim und von der Gemeinde Schwaig der Teil Freiland

01.01.1974

Eingemeindung
Gemeindefreie Gebiete von Forsthof und Fischbach

01.07.1974

Eingemeindung
Teilgebiet von Tennenlohe (Stadt Erlangen)

01.05.1978

Eingemeindung
von Kleinschwarzenlohe die Teile Steinbrüchlein und Zollhaus

03.07.1978

Eingemeindung
Teilgebiet aus Zerzabelshofer Forst

01.01.1979

Eingemeindung
Teilgebiete aus den gemeindefreien Gebieten Brunn, Fischbach und Forsthof

01.01.1980

Eingemeindung
Teilgebiet aus dem gemeindefreien Gebiet Erlenstegener Forst, Ausgliederung von Teilgebieten in das Gebiet Neunhofer Forst, Teilgebiete aus den gemeindefreien Gebieten Brunn, Winkelhaid und Fischbach

01.01.1982

Eingemeindung
Ausgliederungen nach Diepersdorf und Leinburg

01.01.1985

Eingemeindung
Teilgebiet aus Oberasbach

01.01.1989

Eingemeindung
Teilgebiete aus Fürth, Stadeln und Sack, gleichzeitig Ausgliederung in diese Orte

01.10.1996

Eingemeindung
Gewerbepark Nürnberg-Feucht

01.01.2003

Eingemeindung
Neufestlegung der Grenze Nürnberg/Erlangen

Lager und Haftstätten 1932-1945

Polizeigefängnis Nürnberg Ludwigstraße 36
 
Strafgefängnis Nürnberg Mannertstraße 6

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Sturmmann
Böhmm (Böhm) Konrad
* 11.02.1921 in Nürnberg-Ost
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft Auschwitz

SS-Rottenführer
Brodwolf Johannes (Andreas)
* 12.05.1897 in Nürnberg
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft Auschwitz

SS-Oberscharführer
Gattner Otto (Theodor)
* 06.04.1903 in Nürnberg
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. KL Natzweiler

SS-Oberscharführer u. SS-Hauptscharführer der Waffen SS
Grassie Stefan
* 17.02.1905 in Nürnberg
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SA-Obergruppenführer und Politiker (NSDAP)
Hanns Günther von Obernitz
* 05.05.1899 in
Düsseldorf
+ 14.01.1944 in Exin bei Bromberg, Westpreußen
1933 bis Anfang Juli 1934 Polizeipräsident in Nürnberg-Fürth
Abgeordneter des Reichstages
Staffelkapitän Fernaufklärerstaffel 2.(F)/123


Jenniches August
* 07.09.1909
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Nürnberg
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Nürnberg-Fürth

SS-Obersturmbannführer u. Oberregierungsrat
Kreklow Arnold
* 18.04.1879 in Landsberg an der Warthe
letzter bekannter Wohnort: Nürnberg
vor 1945 Mitarbeiter der Gestapa u. im RSHA

Kühn Fritz Dr.
* 13.03.1906
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Nürnberg
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Nürnberg-Fürth

Hillmann Günther
* 24.04.1919 in Ludwigslust
† 08.05.1976 in Nürnberg
vor 1945 deutscher Biochemiker (Eiweisskörperforschung)
nach 1945 leitete er das Chemische Institut der Krankenstalten Nürnberg

Mayer Josef Dr.
* 25.06.1905
vor 1945: Amtsgerichtsrat beim Sondergericht Nürnberg
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Nürnberg-Fürth

Ostermeier Robert Dr.
* 29.05.1903
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Nürnberg-Fürth
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Nürnberg-Fürth

Ankenbrand Otto Dr.
* 19.02.1907
vor 1945: Amtsgerichtsrat beim Sondergericht Nürnberg-Fürth
nach 1945: Amtsgerichtsrat in Erlangen

Bäumler Josef Dr.
* 07.02.1902
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Nürnberg
nach 1945: Amtsgerichtsdirektor in Amberg

Benker Hans
* 11.04.1907
vor 1945: Erster Staatsanwalt beim Sondergericht Nürnberg
nach 1945: Landgerichtsrat in Schweinfurt

Brem Walter
* 13.12.1902
vor 1945: Amtsgerichtsrat beim Sondergericht Nürnberg-Fürth
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Fürth

Grüb Josef Dr.
* 18.05.1902
vor 1945: Erster Staatsanwalt für politische Strafsachen in Nürnberg
nach 1945: Senatspräsident beim Oberlandesgericht München

SS-Oberführer
Altstötter Josef
* 04. 01.1892 Bad Griesbach im Rottal
+ 13.11.1979 Nürnberg
vor 1945: Ministerialdirektor im Reichsjustizministerium.
nach 1945: Rechtsanwalt in Nürnberg

Dürwanger Georg (Karl)
* 23.12.1908
vor 1945: Amtsgerichtsrat beim Sondergericht Brunn (Brno)
nach 1945: Amtsgerichtsrat in Nürnberg

Heinke Erhard
* 13.03.1913
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Breslau (Wroclaw)
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Nürnberg-Fürth

Petzke Hans Dr.
* 30.07.1901
vor 1945: Oberkriegsgerichtsrat
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Nürnberg-Fürth

Wehner Martin
* 10.11.1906
vor 1945: Oberstabsrichter bei der 17. Division Nürnberg
nach 1945: Amtsgerichtsrat in München

Weinelt Wilhelm Dr.
* 02.06.1904
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Prag
nach 1945: Amtsgerichtsrat in Nürnberg

Beyer Paul Dr.
* 20.11.1904
vor 1945: Kriegsgerichtsrat bei der 178. Infanteriedivision Liegnitz (Legnica)
nach 1945: Amtsgerichtsdirektor in Nürnberg

Kori Manfred
* 24.01.1906
vor 1945: Amtsgerichtsrat und Ankläger beim Sondergericht in Leoben
nach 1945: Landgerichtsrat in Nürnberg

Meusel Gotthold Dr.
* 23.04.1905
vor 1945: Kriegsgerichtsrat
vor 1945: Landgerichtsdirektor beim Sondergericht Berlin
nach 1945: Senatspräsident beim Oberlandesgericht in Nürnberg

Reubold Hans Dr.
* 29.09.1900
vor 1945: Erster Staatsanwalt beim Sondergericht München
nach 1945: Landgerichtspräsident in Nürnberg-Fürth

Stumpf Richard
* 04.02.1907
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Litzmannstadt (Lodz)
nach 1945: Erster Staatsanwalt in Nürnberg (inzwischen verstorben)

Carmine Erich Dr.
* 24.08.1906
vor 1945: Landgerichtsrat in Krumlow (Cesky Krumlov)
vor 1945: Ermittlungsrichter am Volksgerichtshof
nach 1945: Amtsgerichtsrat in Nürnberg

SS-Unterscharführer
Francke Fritz
* 11.08.1911
vor 1945: Rechtsberater im SS-Sturm 11/36
vor 1945: Amtsgerichtsrat in Danzig (Gdansk)
nach 1945: Landgerichtsrat in Nürnberg-Fürth

Geyer Franz Dr.
* 23.03.1905
vor 1945: Kriegsgerichtsrat bei der 15. Infanteriedivision
vor 1945: Kriegsgerichtsrat bei der 260. Infanteriedivision
nach 1945: Obersozialgerichtsrat in Nürnberg

SS-Obersturmführer
Krätzer Theodor
* 30.10.1914 in Nürnberg
letzter bekannter Wohnort: München
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Buchenwald u. KL Auschwitz

Kristl Karl Dr.
* 01.07.1910
vor 1945: Gerichtsassessor in der politischen Strafkammer beim Landgericht Eger (Cheb)
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Nürnberg-Fürth

SA-Oberscharführer
Stöhr Karl
* 22.02.1905
1933 bis 1937: SA-Oberscharführer im Sturm 4/29 (danach SS)
vor 1945: Regierungsrat in Butzbach
nach 1945: Regierungsdirektor in der Strafanstalt Nürnberg

Schulz Franz Gottfried
Schutzhaftlagerführer
SS-HScha Franz Gottfried Schulz (1943/1945), Nürnberg ... er war ein ehemaliges Mitglied der Gusen 1 Kommando-Personal (Arbeitsdiensführer 1940/1942)

SS-Rottenführer
Brodwolf Johannes
* 12.05.1897 in Nürnberg
vor 1945 Angehöriger der Wachmannschaft KL Auschwitz
1948 in Wadowice zu 3 Jahren Haft verurteilt

Reichsbahnoberinspektor
Barthelmäs Adolf
* 21.05.1900 in Schrozberg
von Oktober 1939 bis 1945 Vorsteher der Güterabfertigung am Bahnhof Auschwitz
nach 1945 Mitarbeiter der Güterabfertigung am Bahnhof Nürnberg

SS-Sturmmann
Golisch Gustav
* 02.06.1902 in Peterwitz (Piotrowice Swidnickie)
letzter bekannter Wohnort: Nürnberg
vor 1945 Angehöriger des SS-T. Stuba. im KL Auschwitz

SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei
Huber Josef (Franz)
Gestapochef Franz Josef Huber gelang es nach 1945 alle Spuren zu verwischen und in seiner Heimatstadt Nürnberg sogar "entnazifiziert" zu werden.

SS-Obersturmbannführer und Kriminalrat
Popp Fritz
* 30.06.1882 in Nürnberg
+ 17.03.1955 in Regensburg
ab 1933 Polizeipräsident von Regensburg
ab 1937 Chef der Gestapo-Leitstelle Regensburg

SA-Obergruppenführer
von Obernitz Hanns Günther
* 05.05.1899 Düsseldorf
+ 14.01.1944 Exin bei Bromberg
vor 1945: Polizeipräsident in Nürnberg-Fürth
vor 1945: M.d.R.
vor 1945: Staffelkapitän Fernaufklärerstaffel 2.(F)/123


SS-Rottenführer
Hack Johann
* 10.09.1916 in Czernowitz
† 06.09.1961 in Nürnberg
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. NL Neu-Dachs


SS-Sturmmann
Kowatsch Jakob
* 25.07.1915 in India (Indija)
† 30.01.1982 in Nürnberg
vor 1945 Angehöriger des SS-Totenkopf-Sturmbann im KL Auschwitz, KL Monowitz u. NL Gleiwitz II

Personenverzeichnis

deutscher Gewerkschafter und Politiker (SPD)
Josef Simon
* 23.05.1865 in
Schöllkrippen Ortteil Schneppenbach
+ 01.04.1949 in
Kornwestheim während des Gründungskongresses der Gewerkschaft Leder
Wohnort: Nürnberg
Mitglied im Reichstag
Mitglied der Weimarer Nationalversammlung
Bayerische Minister für Handel und Gewerbe
Mitglied im Bayerischen Landtag
Vorsitzender der Schuhmachergewerkschaft
Stadtrat in Nürnberg
03.05.1933 in Berlin im Auftrag der Kriminalpolizei Nürnberg verhaftet
03.05.1933 - 09.05.1933
Polizeigefängnis Berlin am Alexanderplatz
10.05.1933 - 30.06.1933
Strafgefängnis Nürnberg Mannertstraße 6
01.07.1933 - 25.01.1934
Konzentrationslager Dachau
05.08.1935 Gestapo-Verhör und Hausdurchsuchung in Nürnberg, erneute Verhaftung
29.08.1935 Schutzhaftbefehl (Haft im Strafvollstreckungsgefängnis Nürnberg und im
Landgerichtsgefängnis Fürth) Einleitung eines Strafverfahrens durch den Oberstaatsanwalt beim Volksgerichtshof in Berlin (Az. 14 J 270/35)
20.12.1935 nach Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung nach Nürnberg entlassen
Nach 1945 beteiligte Simon sich am Wiederaufbau der SPD in Nürnberg

Mitbürger der Gemeinde die hier geboren oder gelebt haben und zwischen 1933 bis 1945 verfolgt, deportiert sowie zu schaden gekommen sind

Wohnort:
Höxter
Gebiet: Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Detmold, Kreis Höxter
Name:
Bukofzer Albert

Wohnort: Höxter
Gebiet: Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Detmold, Kreis Höxter
Name:
Bukofzer Irmgard

Wohnort:
Höxter
Gebiet: Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Detmold, Kreis Höxter
Name:
Bukofzer Martha (geb. Dillenberg)

Namensliste

Braun Ida geb. Oestreicher
* 28.08.1884 in
Treuchtlingen
Wohnort: Nürnberg
+ für tot erklärt
dep. 11.09.1942 Nürnberg - Ghetto Theresienstadt
überstellt: 23.01.1943 Ghetto Theresienstadt - Konzentrationslager Auschwitz
Dachauer Sabine geb. Oestreicher
* 27.04.1878 in
Treuchtlingen
Wohnort: Nürnberg und Koblenz
+ Ghetto Izbica
dep. 24.03.1942 Nürnberg - Ghetto Izbica
Fuldauer Adolf
* 27.09.1929 in Nürnberg
Wohnort:
Treuchtlingen und München
+ 25.11.1941 Ghetto Kaunas (Kauen, Kowno) Fort IX
dep. 20.11.1941 München - Ghetto Kaunas (Kauen, Kowno) Fort IX
Horwitz Selma geb. Oestreicher
* 08.10.1882 in
Treuchtlingen
Wohnort: München und Nürnberg
dep. 03./04.04.1942 München - Ghetto Piaski
Kreitzstein Sara geb. Guttman
* 18.06.1888 in
Treuchtlingen
Wohnort: Nürnberg
abgeschoben: 28.10.1938 nach Bentschen (Zbaszyn)
Meier David
* 23.09.1865 in
Treuchtlingen
Wohnort: Nürnberg
+ 12.01.1943 Ghetto Theresienstadt
dep. 10.09.1942 Nürnberg - Ghetto Theresienstadt
Meyerson Siegfried
* 14.07.1864
Wohnort:
Treuchtlingen und Nürnberg
+ 16.11.1938 Treuchtlingen (Freitod)