Essen

Essen in Westf.


Geschichte

Deutschland, Bundesland Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Essen

Um 845 gründete eine Adelsfamilie um den späteren Bischof von Hildesheim, Altfrid, das Stift Essen für die Töchter des sächsischen Adels, etwa 852 begann der Bau der Stiftskirche, welche 870 fertiggestellt wurde.
Das erste belegbare urkundliche Datum für Essen ist 898. Eine Urkunde, welche scheinbar aus dem Jahr 870 stammt und die Stiftsgründung beschreibt, wird heute im allgemeinen als Fälschung aus dem 11. Jahrhundert betrachtet ob diese auf älteren Urkunden fußt, ist strittig.
1244 wurde von der Gemeinschaft der Ministerialen und den Bürgern der Stadt gemeinsam die Essener Stadtmauer errichtet.
Aus dem 14. Jahrhundert stammen auch die ersten Belege über bergmännische Tätigkeiten in Essen: 1349 erhielt die Fürstäbtissin das Recht, die Bodenschätze auszubeuten, 1354 wurde nachweislich Silber abgebaut. Kohle wurde in Essen zwar 1371 zum ersten Mal erwähnt, aber das erste Kohlebergwerk ist erst für 1450 verzeichnet. Am Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Essen nachweislich zur Waffenschmiede. Gegen 1570 prosperierte das Büchsenmacherhandwerk. 1620 produzierten die Essener Schmiede 14.000 Gewehre und Pistolen; die Stadt wurde strategisch interessant.
Im Dreißigjährigen Krieg stehen sich die evangelische Stadt und das Stift gegenüber. Die damalige Äbtissin Maria Clara von Spaur, Pflaum und Vallier holt 1623 die katholischen Spanier nach Essen, um gegenreformatorisch gegen die evangelische Stadt vorzugehen. 1624 wird ein Rekatholisierungsgesetz erlassen, der Kirchgang der Bürger kontrolliert. Die Stadt, nicht das Stift, ist für Kost und Logis der Besatzungstruppen zuständig. 1628 klagen die Essener dagegen vor dem Reichskammergericht.
1629 stürmen die Holländer die Stadt. Die Äbtissin flieht unter Mitnahme des Kirchenschatzes am 4. November dieses Jahres ins katholische Köln. Im Sommer 1631 kommt sie im Gefolge einer bayerischen Garnison unter Gottfried Heinrich zu Pappenheim zurück, muss aber schon im September wieder abziehen. Maria Clara stirbt 1644 in Köln.
Insgesamt sind die Essener vom Krieg schwer geschlagen, es kommt immer wieder zu Verhaftungen, zur Verschleppung von Menschen und zur Pressung in den Kriegsdienst.
Auch nach dem Westfälischen Frieden bleiben die Truppen noch eine Zeit lang, die letzten Truppen verlassen Essen am 9. September 1650.
Friedrich Krupp gründete 1811 eine Gussstahlfabrik, die den Stadtbewohnern viele Jahre Brot und Geld brachte, obwohl die Geschäfte anfangs nicht sonderlich gut liefen. Der Bedarf an Arbeitern führte zu einer deutlichen Zunahme der Bevölkerung Essens. Die Ära der Familie Krupp endete im Jahre 1967 mit der Abdankung von Arndt von Bohlen und Halbach. Seit 1822 gehörte Essen zur preußischen Rheinprovinz.


04.07.1904

In Essen beginnt ein Prozeß gegen den Betriebsleiter und die verantwortlichen Ingenieure des Gelsenkirchener Wasserwerks. Ihnen wird vorgeworfen, 1901 während einer Wasserknappheit ungefiltertes Wasser aus der Ruhr in die Trinkwasserversorgung eingeleitet zu haben. Die Folge davon war eine Typhusepidemie in der Stadt. Von den mehr als 3000 Erkrankten starben 200.


15.07.1908

Auf der Zeche Carolus Magnus des Stinnes-Konzerns bei Essen werden durch eine Explosion von 475 kg Dynamit elf Arbeiter getötet und acht schwer verletzt.


22.01.1910

In der Essener Zeche "Holland" werden sechs Bergleute, die 86 Stunden in einem eingestürzten Stollen eingeschlossen waren, gerettet.


22.08.1910

Beim Brand des Krupp-Laboratoriums in Essen kommen drei Menschen ums Leben, zahlreiche werden verletzt.


01.04.1911

Die ersten Familien beziehen die vom Architekten Georg Metzendorf zwischen 1907 und 1930 in mehreren Bauabschnitten geplante und gebaute Arbeitersiedlung Margarethenhöhe in Essen.


21.11.1913

Die achte Zivilkammer des Essener Landgerichts weist eine Klage von 253 Bergleuten gegen deutsche Bergwerksunternehmer auf Schadensersatz in Höhe von 58 000 Mark ab. Die Arbeiter klagten, nachdem die Unternehmer sie wegen angeblichen Vertragsbruches auf eine "schwarze Liste" setzten und ihnen damit die weitere berufliche Zukunft in Bergwerken unmöglich machten.


21.09.1918

In Essen werden 30 Posthelferinnen verhaftet. Sie haben von auswärts eintreffende Pakete unterschlagen und geplündert. Der Schaden wird auf mindestens 25 000 Mark Warenwert beziffert.


16.12.1918

Die Generalversammlung der Friedrich Krupp-AG in Essen beschließt, in diesem Jahr keine Dividende auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat hatten eine Dividende von 4% vorgeschlagen. 1917 waren es 10%. Der Reingewinn aus dem Geschäftsjahr 1917/18 hat fünf Millionen Mark betragen.


25.10.1919

In Essen wird der erste Manteltarifvertrag im Steinkohlenbergbau unterzeichnet.


01.04.1920

Auf einer Delegiertenkonferenz der Arbeiterräte in Essen spricht sich der KPD-Politiker Wilhelm Pieck für den Abbruch der Kämpfe im Ruhrgebiet aus, um blutige Auseinandersetzungen zu verhindern. Die Delegierten plädieren zugleich für eine Auflösung der Roten Ruhrarmee und fordern stattdessen die Bildung einer Volksarmee.


05.01.1921

In Essen macht die Kriminalpolizei eine Bande von zehn bewaffneten Eisenbahnräubern und zwölf Hehlern dingfest. Die Bande hat seit 1920 Güterzüge im nördlichen Ruhrgebiet beraubt. Bei Hausdurchsuchungen in den Wohnungen der Täter findet man große Posten an Schuhen, Leder, Stoffen, Wäsche, Wolldecken und Seifen.


11.03.1921

In Essen endet eine seit dem Vorjahr andauernde Serie von Gerichtsverfahren gegen Mitglieder der Roten Ruhrarmee mit einem Freispruch für alle Angeklagten. Die Rote Armee hatte sich 1920 in Reaktion auf den Kapp-Putsch zur Niederschlagung der rechten Freikorps gebildet.


21.03.1921

Die Betriebskrankenkasse der Friedrich Krupp AG in Essen beschließt dank der günstigen Bilanz für das vergangene Rechnungsjahr, über tausend Kindern von Arbeitern der Stahlwerke Erholungsaufenthalte in Kurbädern zu finanzieren.


19.12.1921

Auf der Hauptversammlung der Friedrich Krupp AG in Essen wird Werksangehörigen die Möglichkeit eröffnet, Vorzugsaktien im Nennwert von 1000 Mark zu 110% des Nennwerts zu erwerben. Das Bezugsrecht steht allen Arbeitern und Angestellten zu.


21.03.1922

Die Stadt Essen erwirbt das sich bisher im Privatbesitz befindende Folkwang-Museum in Hagen.


29.10.1922

In Essen wird das Folkwang-Museum eröffnet.


01.12.1922

Der parteilose Hans Luther, bisher Oberbürgermeister von Essen, wird zum neuen Ernährungsminister des Deutschen Reiches ernannt.


09.01.1923

Wegen der drohenden Ruhrbesetzung verlegt das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikat seinen Sitz von Essen nach Hamburg.


20.01.1923

Wegen der Weigerung, Kohle zu liefern, werden der Zechenbesitzer Fritz Thyssen, die Zechengeneraldirektoren Ernst Tengelmann, Franz Wüstenhöfer und Wilhelm Kesten sowie der Direktor Walter Spindler und Bergassessor Hermann Olfe in Essen verhaftet.


14.02.1923

In Essen wird der Direktor des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks, Karl Buchmann, verhaftet, weil am Vorabend das Hotel "Kaiserhof", wo die französische Ingenieurskommission untergebracht ist, ohne Stromversorgung blieb.


15.02.1923

Die "Essener Allgemeine Zeitung" wird wegen Artikeln, welche die Ehre und Würde der Besatzungstruppen verletzt haben sollen, bis zum 2. März verboten.


23.02.1923

Erbitterung ruft die Unterbringung des französischen 7. Kolonialregiments, das zur Hälfte aus Marokkanern besteht, in Privatquartieren in Velbert, Werden und Essen-Kupferdreh hervor. Die "schwarze Schmach" erregt die deutsche Öffentlichkeit.


27.02.1923

Wegen ihrer Weigerung, Offiziere der Besatzungstruppen zu grüßen, löst General Jean Marie Degoutte, Oberbefehlshaber der französischen Besatzungstruppen im Ruhrgebiet, die in Essen konzentrierte preußische Schutzpolizei (Schupo) auf und verfügt ihre Ausweisung.


18.03.1923

Ein französischer Soldat wird in der Nacht im Essener Hauptbahnhof erschossen. Die Besatzungsbehörde verhaftet einige Essener Bankdirektoren als Geiseln. Der Buchdruckereibesitzer Karl Schulte wird von einem französischen Soldaten erschossen, obwohl er als Täter nicht in Frage kommt.


31.03.1923

Zu einem schweren Zwischenfall kommt es in den Essener Krupp-Werken.
Bei der Karsamstags-Tragödie am Morgen des 31. März 1923 kam es zum traurigen Höhepunkt dieser deutsch-französischen Konfrontation. Ein kleines französisches Militärkommando hatte die damalige Kruppsche Wagenhalle an der Altendorfer Straße besetzt, um dort mehrere werkseigene Pkws zu beschlagnahmen. Da die Werksleitung zur Arbeitsniederlegung aufrief, kam es zu Tumulten und die Franzosen fühlten sich in der Klemme. Diese ergiffen um sich schießend die Flucht. Dieses Ereignis forderte 13 Todesopfer und 28 Verletzte. Es herrschte große Empörung über das Blutbad.
Der Trauerzug zum Ehrenfriedhof am 10. April 1923 war einer der größten in der Geschichte der Stadt Essen. Die Besatzer verurteilten Gustav Krupp von Bohlen und Halbach und einige seiner Direktoren zu langjährigen Freiheitsstrafen.


04.04.1923

Die deutsche Reichsregierung protestiert bei der französischen Regierung gegen die Vorgänge in den Essener Krupp-Werken am 31. März. Das französische Requisitionskommando habe, ohne angegriffen oder bedroht zu sein, in die Menge friedlich demonstrierender Arbeiter hineingeschossen und ein entsetzliches Blutbad mit 13 Toten angerichtet.


07.04.1923

In Essen verhaftet die französische Militärpolizei den ehemaligen Freikorpsoffizier Albert Leo Schlageter wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an dem Sprengstoffanschlag auf die Eisenbahnstrecke Dortmund- Duisburg bei Kalkum am 15. März.


10.04.1923

In Essen werden die von französischen Soldaten am 31. März erschossenen Krupp-Arbeiter beerdigt. Der Reichstag hält eine Trauerfeier für die Essener Opfer ab, an der auch Reichspräsident Friedrich Ebert teilnimmt.


01.05.1923

Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Aufsichtsratsvorsitzender der Firma Krupp, wird von den Franzosen in Essen verhaftet.


10.03.1933

Göring fordert in einer öffentlichen Rede in Essen zum Boykott jüdischer Geschäfte auf und erklärte die Polizei sei “keine Schutztruppe für jüdische Warenhäuser”


Nationalsozialismus

Im Zweiten Weltkrieg war Essen aufgrund seiner Waffenindustrie ein bedeutendes militärisches Ziel. Deshalb wurden große Teile des Stadtgebiets durch Luftangriffe zerstört.


05.03.1943

Am 5. März 1943 starteten auf Flugplätzen in Ost- und Mittelengland über 442 Flugzeuge. Gegen 21 Uhr wurden mit farbigen Christbäumen die Krupp-Werke und die Essener Innenstadt als Ziele markiert. Anschließend warfen rund 360 Bomber innerhalb einer Stunde in drei Wellen rund 1100 Tonnen Spreng- und Brandbomben auf das Stadtgebiet ab. Mindestens 457 Menschen fanden den Tod und über 3000 Gebäude wurden völlig zerstört, wodurch Zehntausende obdachlos wurden. Die Krupp-Werke nahmen erstmals größeren Schaden.


03.04.1943

Am 03. April 1943 wird Essen durch die Alliierte Luftwaffe angegriffen.
An diesem Angriff waren beteiligt:
101 Squadron (X1D SR-W, Operation Essen) mit viermotorige Avro Lancaster (Schwerer) Bomber. Diese Maschinen gehörten zu einer Charge von 620 Lancaster ( Serien-Nummer ED303 - EE202) aus AVRoe (Chadderton) die 1941 bestellt und als 129 Mk.1s und 491 Mk.111s gebaut wurden, sie wurden zwischen November 194242 und Juni 1943 ausgeliefert. Bis zur Serien-Nummer ED782 waren alle Maschinen Mk.111. Ab ED783 unterschiedliche Bauweise. Bei diesem Angriff ist die Maschine Serien-Nummer ED736 gestartet in Holmw-on-Spalding Moor (es handelte sich um eine Mk.111s und wurde am 16.03.1943 an die 101 Squadron) geliefert) ONO von Bocholt-Borken abgestürzt. Die Ursache ist nicht bekannt. Es war ihr erster Flug. Die Besatzung: F/O RN Johnson, Sgt. FJ Hackett, Sgt. GW Jones, Sgt. IWLL lewellyn, Sgt. RC Horton, Sgt. HA Ramsey, Sgt. RL Hodgson kam hierbei ums Leben, sie sind auf dem Reichswald War Friedhof beigesetzt.


25./26.07.1943

Am 25.07.1943/26.07.1943 wird Essen durch die Alliierte Luftwaffe angegriffen.
Der Angriff fordert 500 Menschenleben.
An diesem Angriff waren beteiligt:
15 Squadron X1D LS-U, Operation Essen) mit viermotorige schwere Bomber Short Stirling. Diese Maschinen gehörten zu einer Charge (Vertrag No. B982939/39) Short Stirling Mk.111 (Serien-Nummer BK798 - BK818), Short Stirling Mk.1/111 (Serien-Nummer BK592-BK628, BK644-BK647) Short Stirling Mk.1 (Serien-Nummer BK648-BK667, BK686-BK727, BK759-BK784, BK798-BK818). Die Maschinen wurden zwischen April 1943 und Juni 1943 von Austin Motors Ltd an die 15 Squadron ausgeliefert. Die Maschinen waren am 25 Juli 1943 um 22:30 Uhr vom Flugplatz Mildenhall gestartet. Die Maschine BK805 wurde am 25.Juli 1943 um 00:40 Uhr bei Osterwick (Westf) 14 km südöstlich von Ahaus (Westf.) von Hauptmann Wilhelm Dormann, 111./NJG1 abgeschossen. Die Besatzungsmitglieder Sgt. Towse und Sgt. Pawley wurden beim Absturz getötet, und im Reichswald War Cemetery begraben. Sgt. Pawley ID wurde später im Gefangenenlager mit der von Pte FASC Watter ausgetauscht. Sgt. JA Baldwin wurde im Gefangenenlager 4B/L3. Gefangenennummer 83669 interniert.
Sgt. HF Brodie Gefangenennummer 83693, Sgt. WA Fairweather, Gefangenennummer 83710 und Sgt. JDL Moore, Gefangenennummer 83663, Sgt. D . Lewis Gefangenennummer 83692 wurden im Gefangenenlager 4B interniert. Sgt. NJ Pawley Gefangenennummer 83672 wurde im Gefangenenlager 4B/7A/4B interniert.


11.03.1945

Am 11.03.1945 greifen 1055 britische Bomber der Typen "Lancaster" und "Halifax", begleitet von "Mosquito"-Jagdflugzeugen Essen an. Es handelt sich um einen der schwersten Angriffe. Bei diesem Angriff werden 4700 t Bomben abwerfen.


Personenverzeichnis

Mitglied der KPD
Larsch Katharina * 27.08.1901 letzte bekannte Anschrift: Essen-Stoppenberg, Seumannstraße 114 am 29.05.1935 in der Heil- und Pflegeanstalt Grafenberg in Düsseldorf, Ortsteil Grafenberg/ Gerresheim, Bergische Landstraße ermordet.

Obergefreiter
Eckendorf
Wilhelm
* 03.11.1917 in Essen
+ 17.07.1941 Landenge Fischerhalbinsel

Oberjäger
Elsmann Hans
* 06.10.1916 in Essen 
+ 03.05.1942 Blocksberg


Täter und Mitläufer 1933-1945

Anger Erich Dr. Dr.
* 01.07.1902
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Leipzig
nach 1945: Erster Staatsanwalt in Essen

Behne Heinrich
* 12.11.1907
vor 1945: Amtsgerichtsrat im NS-Justizministerium
nach 1945: Senatspräsident beim Landessozialgericht Essen

SS-Rottenführer
Bierenfeld Erich
* 14.02.1915 in Essen
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Scharführer
Bischoff Heinrich
* 16.07.1904 in Essen-Überruhr
† 26. 10.1964 in Essen
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, NL Golleschau, NL Eintrachthütte u. NL Jawischowitz

Blum Wilhelm Josef
* 30.04.1890 Dellwig/Essen
+ 10.04.1948
vor 1945 Angehöriger im Stab SSPF Globconik in Lublin

SS-Schütze
Bockstruck Karl
* 07.05.1903 in Essen
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

Boes Walter Dr.
* 13.02.1904
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Essen
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Bochum

Bolley Dr.
* 27.03.1903
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Hagen
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Dortmund
nach 1945: Staatsanwalt in Essen

SS-Rottenführer und Angh. der Schutzpolizei
Bolik Karl
* 15.01.1907 in Essen
+ 06.05.1945 im SS-Lazarett Prag
vor 1945 Angehöriger im SS-Pol.Schtz.Rgt 2
vor 1945 Angehöriger im Ersatz- Pol.Schtz.Rgt 2

NSFK Brigadeführer u. SA-Standartenführer
Brinkmann Friedrich (Georg)
* 16.03.1898 in Bad Essen
† 06.03.1975 in Hannover

General der Polizei
Budenop Franz
vor 1945: Polizeichef von Essen u. Wien
nach 1945: Polizeidirektor in Kiel

SS-Untersturmführer
Crüsemann Friedrich
14.01.1915 in Winz (heute Hattingen)
+ 12.11.2001 in Essen
am 12.08,1944 als Kommandeur der 6. Kompanie, Bataillon II SS Pz Gr 35-16. SS Panzergrenadierdivision "Reichsführer-SS" am Massaker in Sant’Anna di Stazzema beteiligt

SS-Standartenführer
d'Alquen Gunter
* 24.10.1910 Essen
+ 15.05.1998 Mönchengladbach-Rheydt
vor 1945 NS-Journalist und Herausgeber des SS-Organs Das Schwarze Korps

Hauptsturmführer beim NSFK
Dürrfeld Walter Dr. Ing.
* 24.06.1899 in Saarbrücken
+ 01.03.1967 in Kettwig
vor 1945 Direktor der IG-Farben KL Auschwitz III (Monowitz)


Gärtner Hermann
* 07.03.1907
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen
nach 1945: Staatsanwalt in Essen

Glunz Josef Dr.
* 04.06.1911
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen
nach 1945: Regierungsdirektor
nach 1945: Vertreter des Polizeipräsidenten von Recklinghausen

SS-Schütze
Gruber Josef
* 06.04.1889 in Essen
ab Juli 1944 Angehöriger der Wachmannschaft im KL Auschwitz


SS-Rottenführer d.R
Hagerhoff Hermann (Josef Ludger)
* 21.08.1911 in Essen
vor 1945 Angehöriger der Standortverwaltung (Technische Abteilung) im KL Auschwitz


Hartmeyer Wilhelm Dr.
* 18.05.1912
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Essen
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Essen

SS-Brigadeführer und Polizeipräsident
Henze Max
* 23.09.1899 Köthen
+ 10.03.1951 Bromberg (Hingerichtet)
vor 1945 SS-Führer, Politiker u. Polizeipräsident von Kassel, Bromberg, Danzig u. Essen

Japes Dr.
* 10.01.1904
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Siegen

SS-Rottenführer
Jürgens Theodor
* 24.06.1901 in Essen-Bredeney
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

Oberleutnant der Schutzpolizei
Kiehne Helmut
letzter bekannter Wohnort: 22397 Hamburg Drögersee 11
vor 1945 Angehöriger der SS-Pol.Reiter-Abt II
nach 1945 PHK in Hamburg, Leiter der Reiter- und Diensthundabteilung

Jurist und Staatssekretär
Klemm Herbert
* 15. Mai 1903 in Leipzig
letzter bekannter Wohnort: Essen-Bredeney
vor 1945 Mitarbeiter im Reichsjustizministerium (RJM)

Kuhnert Alfred
* 04.05.1910
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Aachen
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Essen

SS-Obersturmführer
Kühler Heinrich (Heinz)
* 25.05.1911 in Essen
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Plaszow u. KL Mysen

SS-Unterscharführer
Kühnemann Heinrich (Johannes)
* 11.08.1919 in Essen
† 1998
vor 1945 Angehöriger der Standortverwaltung (GEV) im KL Auschwitz

SS-Obersturmführer
Lange Theodor
* 28.09.1918 in Essen
† 05.11.1944 in der Maas ertrunken
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Maid (SS-Gefolge)
Langefeld Johanna
* 05.03.1900 in Essen-Kupferdreh
† 26.01.1974 in Augsburg
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, AEL Brauweiler, KL Lichtenburg u. KL Ravensbrück

Metten A. Dr.
* 16.04.1902
vor 1945: Reichsanwalt für politische Strafsachen beim Reichsgericht
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Essen


Nohles Peter
* 17.07.1897 Düsseldorf
+ 14.07.1945 (Freitod)
vor 1945: Gestapo-Chef von Essen


Oligmüller
* 15.05.1912
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Essen


SS-Maid (SS-Gefolge)
Picklab Käte geb. Gutschmidt
* 17.09.1921 in Essen
vor 1945 Angehörige der Lagermannschaft im KL Auschwitz-Birkenau


Randebrock Erich
* 22.01.1904
vor 1945: Landgerichtsrat beim Landgericht Essen
(Rassenschande-Angelegenheiten)
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Koblenz

Ministerialrat und Hauptmann der Reserve
Schnitzler Heinrich Dr. (alias Schneider Wilhelm)
* 31.03.1901 Düsseldorf
+ 00.00.1962 Düsseldorf
11.07.1938: Beamter im Verbandspräsidium des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk in Essen
nach 1945: Ministerialrat in der Polizeiabteilung des Innenministeriums des Landes Nordrhein Westfalen


Schoene Josef
* 09.01.1903
vor 1945: Amtsgerichtsrat beim Sondergericht Essen
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Essen

Schrader Karl-Heinrich
* 27.10.1909
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Essen
nach 1945: Oberamtsrichter in Plettenberg

Schultze Otto-Wolfgang
* 10.01.1905
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Essen
nach 1945: Erster Staatsanwalt in Dortmund

Wehrwirtschaftsführer der Reichsvereinigung Eisen
Sohl Hans-Günther Dipl.-Ing.
* 02.05.1906 Danzig
+ 13. 11.1989 Düsseldorf

SS-Obersturmbannführer
Strauch Eduard Dr. jur.
* 17.08.1906 Essen


Mitbürger der Gemeinde die hier geboren oder gelebt haben und zwischen 1933 bis 1945 verfolgt, deportiert sowie zu schaden gekommen sind


Lan

Landau Lilli (Cilli) geb. Sternberg
* 08.11.1910 Essen
Bocholt (Duisburg)
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Borken
.
Deportation
13.12.1941 Münster - Ghetto Riga
Todesdatum/-ort verschollen

Lob

Löb Johanna
* 12.03.1888
Ahaus Westf.
Essen
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Essen
.
Emigration in die Niederlande
Deportation 18.05.1943 Westerbork (NL) - Vernichtungslager Sobibór
Todesdatum/-ort 21.05.1943 Vernichtungslager Sobibór

Mar

Markus Max
* 19.05.1866 Hattingen
Hattingen (Essen)
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg, Kreis Ennepe-Ruhr-Kreis
.
Deportation
29.07.1942 Dortmund – Ghetto Theresienstadt
überstellt
26.09.1942 Theresienstadt – Vernichtungslager Treblinka
Todesdatum/-ort v. Amtsgericht Hattingen f. tot erklärt

Ros

Rosemann Julius
* 08.01.1878
Essen
† 04.05.1933
Polizeigefängnis Hamm i. Westf. (Selbstmord)
Verhaftung 02.05.1933

Aar

Aaron Minna Sara
* 27.03.1887
Essen
Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf, Kreisfreie Stadt Düsseldorf
.
+ 11.01.1943
Auschwitz-Birkenau