Warschau

Warschau


Übersicht

Polen, Woiwodschaft Masowien

Warschau (Warszawa) ist die Hauptstadt und größte Stadt Polens. Nach Einwohnern gesehen ist die Stadt die achtgrößte der Europäischen Union. Sie liegt an der Weichsel (Wisła) in der Woiwodschaft Masowien, hat über 1,7 Mio. Einwohner und ist Zentrum eines Agglomerationsraums mit Orbitalstädten wie Pruszków, Grodzisk Mazowiecki, Żyrardów, Wołomin, Otwock, Legionowo u.a. mit rund 3,5 Mio. Einwohnern. Das Stadtgebiet Warschau gliedert sich in insgesamt 18 Stadtbezirke (Dzielnice Warszawy), unter denen Śródmieście (Stadtmitte) die eigentliche Innenstadt ausmacht


17.06.1905

Am Sabbat veranstalten die Juden in den Warschauer Synagogen Protestkundgebungen, weil der Verfassungsentwurf des Innenministeriums kein Wahlrecht für sie vorsieht.


05.11.1905

In Warschau der Hauptstadt Russisch-Polens, beteiligen sich mehr als 100 000 Menschen an einer Kundgebung für einen eigenständigen polnischen Staat.


09.06.1906

In Warschau werden gleichzeitig 23 staatliche Branntweinverkaufsstellen (Schnapsläden) überfallen und ausgeraubt. Es kommt zu blutigen Zusammenstößen zwischen den Räubern und Soldaten. Mehrere Personen werden getötet. Staatliche Stellen bezeichnen die Räuber als »Anarchisten«


16.04.1913

In einer Warschauer Baumwollfabrik kommt es während Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Meistern über die Lohnabrechnung zu einer Schießerei. Vier Personen werden dabei getötet und zwei verwundet.


08.04.1914

Ein Gericht in Warschau verurteilt den deutschen Flugzeugtechniker Bernhard Mischewski aus Leipzig zu drei Monaten Gefängnis. Mischewski war mit einem Eindecker am 2. Februar auf russisches Hoheitsgebiet geflogen und anschließend zur Landung in der Nähe von Pultusk (Gouvernement Warschau) gezwungen worden.


05.08.1915

Warschau wird von der neunten deutschen Armee besetzt.


21.09.1915

Beim Polizeipräsidium in Warschau wird eine Arbeiterzentrale eingerichtet, die Arbeiter nach Deutschland vermitteln soll.


01.12.1916

In Warschau rückt die 2. Brigade der auf Initiative von Deutschen und Österreichern gebildeten Polnischen Legion ein. Die Bevölkerung reagiert zurückhaltend.


03.11.1918

Der polnische Nationalrat proklamiert in Warschau die unabhängige Republik Polen.


14.11.1918

Der Anfang November aus deutscher Festungshaft entlassene Jósef Klemens Pilsudski übernimmt in Warschau aus den Händen des Regentschaftsrates die politische Macht.


09.12.1922

Nachdem der bisherige polnische Staatspräsident Jósef Pilsudski auf seine Wiederwahl verzichtet hat, wird in Warschau nach vier vergeblichen Wahlgängen Gabriel Narutowicz in das Amt gewählt.


16.12.1922

In Warschau wird der polnische Staatspräsident Gabriel Narutowicz von einem Nationalisten erschossen. Da bei seinem Amtsantritt die Regierung zurückgetreten war, übernimmt Wladyslaw Eugeniusz Sikorski die Führung, Jósef Pilsudski wird Generalstabschef. Zwei Tage darauf wird über Warschau der Belagerungszustand verhängt.


20.12.1922

Das polnische Parlament wählt den Kandidaten der Linken, Stanislaw Wojciechowski, zum neuen Staatspräsidenten Polens.


08.09.1939

Vorausabteilungen der deutschen 4. Panzerdivision (Generalleutnant Georg-Hans Reinhardt) erreichen den Stadtrand von Warschau. Teile der deutschen 10. Armee (General Walter von Reichenau) beginnen bei Radom mit der Einkesselung von Teilen der polnischen Armee »Pruzy« (General Stefan Dab-Biernacki). General von Reichenau erhielt den Befehl, die Stadt einzunehmen. Die angreifenden Soldaten gerieten unter starkes Feuer. Aus der Vorstadt Praga schossen polnische Batterien vom östlichen Weichselufer aus, in jene Stadteile ihrer eigenen Hauptstadt, die bereits von deutschen Truppen eingenommen war, ohne Rücksicht auf die dort lebenden Zivilisten.


16.09.1939

Am 16. September 1939 wurde der Befehlshaber von Warschau durch Flugblattabwurf zur Kapitulation aufgefordert. Dieser lehnte es ab, auch nur einen deutschen Parlamentär zu empfangen. Die polnischen Stäbe hofften auf Unterstützung seitens ihre Bündnispartner.


04.11.1939

am 4. November 1939 wird Oskar Rudolf Dengel aus Würzburg zum Stadtpräsidenten von Warschau ernannt. Für die geplante Umgestaltung von Warschau in eine „deutsche Stadt“ holte sich Dengel in der zweiten Dezemberhälfte 1939 Groß und etwa 20 weitere Mitarbeiter der Stadt Würzburg nach Warschau und beauftragte diese mit einem Entwurf zum „Abbau der Polenstadt“ und den Umbau in eine „neue Deutsche Stadt Warschau“. Außerdem hatte dieser Mitarbeiterstab Dengels die Aufsicht über die städtischen Dienststellen von Warschau wahrzunehmen.


18.12.1839

Der Stadtpräsident von Warschau ordnet am 18. Dezember 1939 die Offenlegung jüdischen Vermögens an


15.08.1940

vom Kommandeur der Sipo und des SD für den Distrikt Warschau werden 1666 Personen ins KL Auschwitz eingewiesen.
In dem Transport befinden sich 513 Häftlinge aus dem Gestapogefängnis Pawiak sowie 1153 Häftlinge, die bei Straßenrazzien verhaftet worden sind
Hintergrund:
Wehrmacht, Schutzpolizei und SS riegeln am 12. August 1940 die Warschauer Marschalkowskastraße ab und nehmen alle (an diesem Tag 1153 Menschen) junge polnischen Männer mit.
Am 15. August 1940 treiben die SS-Leute die Menschen durch das Tor mit der Aufschrift ,Arbeit macht frei'. In diesem
Transport vom 15. August befanden sich 1 666 Menschen.
Einer von ihnen ist der polnische Arzt
Dering Wladyslaw (beteiligt an Menschenversuchen). Schon beim ersten Appell erfuhren die Deportierten von SS-Lagerführer Fritsch, dass die Häftlinge lediglich das Recht hätten, das Lager „als Rauch durch Schornsteine von Krematorium“ zu verlassen.


27.08.1940

Ein anonymer Denunziant zeigt am 27. August 1940 in Warschau einen jüdischen Firmenbesitzer an


22.09.1940

Auf Anordnung des Kommandeur der Sipo und des SD für den Distrikt Warschau werden 1705 "Häftlinge" aus Warschau ins KL Auschwitz deportiert. In dem Transport befinden sich 1139 bei Straßenrazzien (19. September 1940 – zweite Razzia in Warschau) verhaftete Männer und 566 Männer aus dem Pawiak-Gefängnis. Einer von ihnen war der polnische Patriot und Kavallerie-Offizier Witold Pilecki (Deckname Tomasz Serafinski) Bei der Ankunft im KL Auschwitz erleben die Menschen die Hölle auf Erden.
Aus dem Bericht Pileckis:
Wir konnten Brüllen und Geschrei hören, die Waggons wurden aufgerissen, Hunde bellten."Ich war in Auschwitz angekommen: "Diesen Moment meiner Geschichte sehe ich als den an, in dem ich allem Vertrauten auf der Welt Lebewohl sagte und in etwas eintrat, das nicht mehr von dieser Welt schien."
Gleich wenige Minuten später erlebte ich, dass ein Menschenleben in Auschwitz gar nichts zählte, und elf auch nicht mehr. Einer der neu eingetroffenen Gefangenen bekam den Befehl, auf einen Posten zuzulaufen.
"Ein kurzer Feuerstoß aus einer automatischen Waffe mähte ihn nieder. Zehn Mann wurden willkürlich aus der Gruppe herausgezerrt und als ,Kollektivstrafe' für den von der SS inszenierten ,Fluchtversuch' mit Pistolen erschossen. Die elf Leichen wurden dann mit Stricken an den Beinen hinterhergeschleift, die Hunde auf die blutigen Körper gehetzt." (
vollständiger Bericht des polnischen Nationalhelden Witold Pilecki) Die ins Lager übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 3821 - 4959 u. 4961 - 5526.


12.12.1940

Der Distriktgouverneur von Warschau fordert am 12. Dezember 1940 die Todesstrafe für unerlaubtes Verlassen des Gettos


31.01.1941

Mit einem Transport werden 593 "Häftlinge" aus dem Gestapogefängnis Pawiak in Warschau ins KL Auschwitz deportiert. In dem Transport sind 383 Häftlinge, die am 12. Januar 1941 in Warschau verhaftet und größtenteils von der Gestapo nicht verhört worden sind. Die übrigen 210 Häftlinge sind wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Kontakten zu illegalen Organisationen verhaftet worden. 592 Personen dieses Transportes sind Namentlich bekannt. Sie erhielten die Häftlingsnummern: 9571 - 10163


10.02.1941

Gouverneur Fischer berichtet am 10. Februar 1941 über die Vertreibung von 72 000 Juden in das Warschauer Getto


13.02.1941

Der Beauftragte des Distriktchefs für die Stadt Warschau verbietet am 13. Februar 1941 den Warenaustausch mit Juden außerhalb des Gettos


03.04.1941

Führende deutsche Besatzungsfunktionäre erörtern am 3. April 1941 die Isolierung und ökonomische Ausbeutung des Warschauer Gettos


06.04.1941

Mit diesem Transport werden auf Anordnung des Kommandeurs der Sipo und des SD in Warschau 1021 (einige Quellen geben 1339 Personen an) "Häftlinge" aus dem Pawiak-Gefängnis in Warschau ins KL Auschwitz deportiert. Mit diesem Transport werden u. a. Schauspieler der Warschauer Bühnen deportiert, die als Vergeltung für den am 07. März 1941 in Warschau erschossenen Filmschauspieler Igo Sym verhaftet worden sind. Igo Sym war Volksdeutscher und arbeitete mit der Gestapo und der Propagandaabteilung für den Distrikt Warschau zusammen. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 11537, 12352 - 12354, 12356 - 12886, 13193, 13196 - 13215, 13217 - 13677, 13684 u. 13689 - 13691.


28.05.1941

am 28.05.1941 werden auf Weisung der Sipo und dem SD 304 "Häftlinge" aus dem Pawiak-Gefängnis in Warschau ins KL Auschwitz deportiert. Die ins Lager Übernommenen "Häftlinge" erhalten bei der Übernahme ins Lager die Häftlingsnummern 16644 - 16830 u. 16832 - 16948. In dem Transport befanden sich zudem politische Häftling Adolf Rushiski (Nr. 16792), der türkische politische Häftlinge Jakob Sehid (Nr. 16858) u. der Pater Maksymilian Rajmund Kolbe (am 14. August 1941 verstorben). Mit dem Transport werden die "Häftlinge" Stanislaw DOski (Dubois) (Nr. 3904), Mieczyslaw Hrabyk (Nr. 1116) und Kazimierz Potrzebowski (Nr. 4729) von Warschu zurück ins KL gebracht. Die drei Häftlinge waren zur Vernehmung durch die Gestapo nach Warschau gebracht worden.


22.06.1941

Mit diesem Transport wird der am 02.07.1905 geborene "Häftling" Wegner Helmut Häftlingsnummer 6752 nach einer Vernehmung durch die Sipo u. dem SD in Warschau erneut ins KL Auschwitz eingeliefert


02.07.1941

Gazeta Żydowska
Der Vorsitzende des Warschauer Judenrats fordert am 2. Juli 1941 von der jüdischen Bevölkerung Gehorsam und Disziplin


16.07.1941

Telegramm des SD-Chef Rolf-Heinz Höppner an Eichmann:
Es bestehe im kommenden Winter die Gefahr, "daß die Juden nicht mehr sämtlich ernährt werden können. Es ist daher ernsthaft zu erwägen, ob es nicht die humanste Lösung ist, die Juden, soweit sie nicht arbeitseinsatzfähig sind, durch irgendein schnellwirkendes Mittel zu erledigen. Auf jeden Fall wäre dies angenehmer, als sie verhungern zu lassen.


25.10.1941

Mit diesem Transport werden 132 "Häftlinge" ins KL Auschwitz deportiert. Die Einweisung erfolgte durch die Sipo u. dem SD aus Warschau. Nach der Übernahme ins Lager erhalten die 132 Übernommenen "Häftlinge" die Häftlingsnummern 22155 - 22286


22.07.1942

An diesem Tag wurde die erste große Aktia (Inhaftierung und Abschiebung) gestartet und alle deutschen Juden in das Vernichtungslager Treblinka transportiert. Die deutschen Juden waren die ersten, die aus Warschau in das Vernichtungslager Treblinka gebracht wurden.
SS- Sturmbannführer Hermann Hoefle war verantwortlich für die Großaktion vom 22. Juli 1942. Einige Tage bevor die Deportation der deutschen Juden begann, wurden diese aus dem Gebäude in der Leszno Str. 109 vertrieben und irgendwo innerhalb des Ghettos untergebracht. Die Deutschen benötigten das Gebäude in der Leszno Str. für die Ausführung der Operation.
Die deutschen Juden mussten um 16:00 Uhr auf dem Umschlagplatz mit nur 15 kg persönlichem Gepäck erscheinen. Die Fahrt nach Treblinka dauerte etwa 3 bis 5 Stunden (mehrere Zwischenstopps eingerechnet) und auch wenn die Entfernung von Warschau nach Treblinka nur ca. 100 km betrug, muss es eine schlimme Reise in den überfüllten Viehwaggons gewesen sein. Die Ankunft um ca. 22:00 in Treblinka bedeutete, dass nur am nächsten Tag, den 23. Juli 1942, am Morgen die Viehwaggon Türen geöffnet wurden. Fast alle Passagiere im Inneren der Waggons waren schon erstickt. Wenn Menschen diese Nacht überlebt hat, wurde sie am nächsten Morgen in die Gaskammern gebracht, nackt, nachdem man ihr ihre Kleider genommen hatte und ihre Haare abgeschnitten hatte.


Aussage des Judenrats-Schreiber Reich
"Am 22. Juli (1942) kommen ca. 9 Uhr früh eine Anzahl PKW's und zwei LKW's mit ukrainischen Soldaten an. Das Gebäude des Judenrats wurde sofort umzingelt und alle Eingänge besetzt. Den PKW's entsteigen mehr als zehn SS-Männer, die sofort zum ersten Stock hinaufgingen, also jenem Teil des Gebäudes zustrebten, wo der Vorsitzende des Judenrats, Czerniakow, amtierte. Im ganzen Hause herrschte Totenstille."
Reich weiter: "Höfle begann (die Verhandlung) mit folgenden Worten: ,Mit dem heutigen Tage beginnt die Aussiedlung der Juden in Warschau. Ihr wißt, hier gibt es zu viele Juden. Euch, den Judenrat, beauftrage ich, dieses Werk durchzufuhren. Schafft Ihr Eure Aufgabe nicht, hängt Ihr selbst in der Schlinge.'"
Adam Czerniakow begriff nun, daß er trotz aller Demütigungen den Juden von Warschau das Schlimmste nicht hatte ersparen können: Am 30. Juli 1942 beging er Selbstmord.


04.08.1944

Einsatz des SS-Sonderbataillons Dirlewanger gegen den Ghettoaufstand


10.08.1944

Am 10. August 1944 wurde die Familie Sztanka aus dem Keller ihres Hauses im Warschauer Stadtteil Ochota herausgeholt: Vater Walenty, Mutter Zofia, die beiden Söhne Henryk (16) und Jerzy (14), die beiden Töchter Irena (12) und Jadwiga (2). Im KZ Auschwitz-Birkenau wurde die Familie getrennt: Die Mutter kam mit den Töchtern ins Frauenlager, der Vater mit den Söhnen ins so genannte Quarantäne-Lager. Zwei Wochen später kamen Vater Walenty mit Henryk und Jerzy mit einem weiteren Transport zunächst ins „Wüste“-Lager Bisingen, kurz darauf nach Dautmergen. An Weihnachten 1944 starb der Vater, die beiden Söhne wurden im Frühjahr 1945 ins Bahnhofs-KZ Schömberg verlegt.


19.10.1944

Die befohlene vollständige Zerstörung der polnischen Hauptstadt Warszawa wird durch die deutsche Besatzungsmacht eingeleitet.


05.08.1946

am 05.08.1946 wird der ehemalige SS-Oberscharführer der Waffen-SS Antweiler Hans wegen seiner Verbrechen an Polnischen Zivilisten beim Warschauer Aufstand in Warschau öffentlich gehängt.


14.09.2004

Frankfurter Allgemeine
Einstimmig hat das polnische Parlament die Regierung in Warschau aufgefordert, von Deutschland Reparationen für die Schäden zu verlangen, die es Polen im Zweiten Weltkrieg zugefügt hatte. In Deutschland schaut man verwirrt auf das Datum dieser Meldung. Sind nicht 60 Jahre seit Kriegsende vergangen?


Täter und Mitläufer 1933-1945

Generalmajor der Waffen-SS und Polizei
Reinefarth Heinz (Heinrich) "Henker von Warschau"
* 26. 12.1903 Gnesen
+ 07. 05.1979 Westerland auf Sylt
Befehlshaber bei der Niederschlagung des
Warschauer Aufstandes
nach 1945
Landtagsabgeordneter im Kieler Landtag
Bürgermeister von Westerland auf
Sylt

SS- Sturmbannführer
Hoefle Hermann
verantwortlich für die Großaktion vom 22. Juli 1942


SS-Unterscharführer
Donner Julius
* 29.07.1907 in Ruschberg
+ 29.08.1950 in Warschau
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. KL Natzweiler


SS-Rottenführer
Kiesler Karl
* 01.05.1921 in Warschau
† 28.08.1970 in Ingolstadt
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Standartenführer
Naumann Karl
* 07.08.1905 in Lüttewitz (Kr. Döbeln)
† 18.05.1976 in Aerzen
vor 1945 hoher Verwaltungsbeamter u. Mitarbeiter des Rasse- und Siedlungshauptamtes der SS
nach 1945 Politiker u. Mitglied des Niedersächsischen Landtags


Mitbürger der Gemeinde die hier geboren oder gelebt haben und zwischen 1933 bis 1945 verfolgt, deportiert sowie zu schaden gekommen sind


Abr

Abramczyk Maria
* 21.05.1905
Warschau
Pruszkow
(Polen, Woiwodschaft Masowien, Landkreis Pruszków)
.
+ 20.07.1943
Auschwitz-Birkenau
   
Abramczyk Stanislaw
* 11.02.1904
Warschau
Pruszkow
(Polen, Woiwodschaft Masowien, Landkreis Pruszków)
.
+ 01.03.1943
Auschwitz-Birkenau
   
Abramowicz Calka
* 12.05.1897
Warschau
Paris
(Frankreich, Region, Haute-Normandie, Département Seine-Maritime Arrondissement Rouen)
.
+ 05.01.1943
Auschwitz-Birkenau

Ada

Adamiak Zofia
* 10.05.1921
Warschau
Warschau
(Polen, Woiwodschaft Masowien)
.
+ 09.04.1943
Auschwitz-Birkenau
   
Adamiec Jerzy
* 07.07.1925
Warschau
Warschau
(Polen, Woiwodschaft Masowien)
.
+ 16.08.1942
Auschwitz-Birkenau
   
Adamkiewicz Jan
* 17.06.1894
Warschau
Warschau
(Polen, Woiwodschaft Masowien)
.
+ 14.08.1941
Auschwitz-Birkenau
   
Adamkiewicz Tadeusz
* 28.10.1919
Warschau
Warschau
(Polen, Woiwodschaft Masowien)
.
+ 18.03.1943
Auschwitz-Birkenau
   
Adamsbaum Israel
* 08.10.1908
Warschau
Warschau
(Polen, Woiwodschaft Masowien)
.
+ 07.03.1942
Auschwitz-Birkenau
   
Adamski Jan (Jacek)
* 05.06.1925
Warschau
Warschau
(Polen, Woiwodschaft Masowien)
.
+ 15.10.1942
Auschwitz-Birkenau

Adl

Adler Szaja
* 05.09.1885
Warschau
Paris XX
(Frankreich, Region Île-de-France (chef-lieu), Département Paris)
.
+ 14.08.1942
Auschwitz-Birkenau

Aft

Aftergut Ruth
* 14.10.1916
Berlin
Warschau
(Polen, Woiwodschaft Masowien)
.
+ 01.11.1942
Auschwitz-Birkenau

Aiz

Aizenschnaider Moschek
* 23.10.1893
Warschau
Paris XI
(Frankreich, Region Île-de-France (chef-lieu), Département Paris)
.
+ 10.07.1942
Auschwitz-Birkenau

Ajb

Ajbiszyc Icchok
* 01.03.1889
Warschau
Paris XX
(Frankreich, Region Île-de-France (chef-lieu), Département Paris)
.
+ 05.09.1942
Auschwitz-Birkenau

Ajd

Ajdelsberg Jacob
* 12.03.1889
Warschau
Paris XVIII
(Frankreich, Region Île-de-France (chef-lieu), Département Paris)
.
+ 02.10.1942
Auschwitz-Birkenau
   
Ajdenbojm Szmerek
* 16.03.1904
Warschau
Paris XVIII
(Frankreich, Region Île-de-France (chef-lieu), Département Paris)
.
+ 11.08.1942
Auschwitz-Birkenau

Ajz

Ajzenberg Majer
* 25.06.1915
Warschau
Antwerpen
(Belgien, Region Flandern, Provinz Antwerpen, Bezirk Antwerpen)
.
+ 15.02.1943
Auschwitz-Birkenau
   
Ajzenberg Moisze
* 02.04.1906
Warschau
Paris XX
(Frankreich, Region Île-de-France (chef-lieu), Département Paris))
.
+ 25.07.1942
Auschwitz-Birkenau

Ake

Akerberg Majer
* 11.03.1905
Warschau
Paris XX
(Frankreich, Region Île-de-France (chef-lieu), Département Paris)
.
+ 26.07.1942
Auschwitz-Birkenau

Aks

Akselrad Pinkus
* 15.02.1894
Warschau
Paris XII
(Frankreich, Region Île-de-France (chef-lieu), Département Paris)
.
+ 25.07.1942
Auschwitz-Birkenau

Jud

Judenkersch Max
* 26.07.1889
Warschau
Dresden
Sachsen, Direktionsbezirk Dresden, Kreisfreie Stadt Dresden
.
Deportiert 02.03.1943 ab Paderborn - Hannover - Erfurt – Dresden- Vernichtungslager Auschwitz Birkenau
zugestiegen 02. März 1943 abends Güterbahnhof Dresden-Neustadt

Wei

Weinstein Robert
* 24.11.1901
+ 07.08.1943
Warschau (Warszawa) Auschwitz (Häftl.-Nu. 105412)
Festnahme 16.03.1942 Nesjestranda innen Molde
dep.
25.02.1943 Oslo - Stettin (Frachter Gotenland)
27.02.1943 Stettin - Berlin
02.03.1943 Berlin - Auschwitz

Zym

Zymt Dayche (Stanislawa)
* 14.03.1900
Warschau (Warszawa)
Dresden
Sachsen, Direktionsbezirk Dresden, Kreisfreie Stadt Dresden
.
Deportiert 02.03.1943 ab Paderborn - Hannover - Erfurt – Dresden- Vernichtungslager Auschwitz Birkenau
zugestiegen 02. März 1943 abends Güterbahnhof Dresden-Neustadt