SS-Obersturmführer

* 28.09.1918 in Essen
† 05.11.1944 in der Maas ertrunken.

Beruf: Angestellter

1938
Eintritt in die SS (Mitglieds Nu. 400 103)

Angehöriger der 5. SS-Panzerdivision Wiking

00.12.1942 - 00.09.1944
Kompanieführer der 8. Ukrainer Kompanie (Kommando Zeppelin) und der aus Wehrmachtsangehörigen gebildeten Wehrmachts Ausbildungskompanie in
Auschwitz
(8. Kompanie des SS-Wachsturmbanns, (Ukrainerkompanie), abgekürzt U-Kompanie genannt)

mit Wirkung vom 30.01.1944 zum SS-Obersturmführer befördert

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main
135. Verhandlungstag, 11.2.1965
Vernehmung des Zeugen Oleksa Vintonjak
Die hat in Birkenau gelegen, das war eine Russenkompanie. Die hatten eine russische Uniform getragen. Die haben nur Russisch gesprochen. Und das war ungefähr im Herbst 43, da sind die hingekommen. Der Unterführer Lange, der war ihr Kompanieführer. Das war ein deutscher Offizier, Untersturmführer Lange, [er war] bei ihnen Offizier. Der war aus der Nähe von Bremen. Das war ein ganz junger Mann. Der war deren Kompaniechef.
Und im Frühjahr 44, eines Tages von Samstag auf Sonntag, ist die ganze Kompanie verschwunden in die Beskiden. Und die Truppe von uns ist nachgegangen und hat sie zum Kampf da gestellt. Und die ganze Kompanie ist ja aufgerieben worden von der Russenkompanie. Und da hat die SS ja, glaube ich, drei oder vier Tote gehabt. Da war noch ein Kradfahrer dabei, der tot war. Die sind dann über Samstag und Sonntag abgehauen. Die haben den Betrieb da gesehen in Birkenau, wie es da aussieht, wie die Leute da umkommen, und da sind sie selber dann abgehauen. Aber die haben Wache gemacht. Zur Häftlingsbegleitung sind sie eingeteilt worden. Aber gemischt mit der anderen SS, nicht allein. Und eines Tages sind sie dann verschwunden. Das war Samstag auf Sonntag. Aber am besten Auskunft geben, kann der Untersturmführer Lange, der war deren Kompaniechef. Der wohnt ja bei Bremen da. Mehr kann ich nicht sagen.