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Deutschland, Bundesland Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreisfreie Stadt Kassel

03.09.1909

In Kassel erkranken mehr als 170 Menschen an Typhus. Als ein vermutlicher Krankheitsherd wird eine städtische Molkerei von den Behörden geschlossen. Es gelingt dem medizinischen Personal der hessischen Stadt innerhalb einiger Tage, eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

14.02.1916

Ein Gericht in Kassel verurteilt einen Mühlenbesitzer wegen Nahrungsmittelverfälschung zu einem Jahr Gefängnis. Der Mann hatte Brotmehl mit Kalk vermengt.

19.12.1919

Der frühere Volksbeauftragte und erste Reichsministerpräsident, Philipp Scheidemann (MSPD), wird zum Oberbürgermeister von Kassel gewählt.

04.06.1922

Auf Philipp Scheidemann (MSPD), Oberbürgermeister von Kassel und erster Präsident der deutschen Republik verüben Angehörige der rechtsextremen Organisation Consul ein Säureattentat.

Das ihm angedrohte Attentat ereignete sich am 4. Juni 1922, einem Pfingstsonntag.
Kassels Oberbürgermeister Philipp Scheidemann ging zusammen mit seiner Tochter Luise und seiner Enkelin Johanna am Nachmittag im Bergpark Wilhelmshöhe spazieren, als sich ihnen zwei junge Männer näherten. Einer davon ging plötzlich direkt auf Scheidemann zu und spritzte ihm aus einer Gummispritze eine tödliche Dosis Blausäure ins Gesicht. Durch den Schrei seiner Tochter rechtzeitig alarmiert, zog er seinen Revolver und verschreckte die daraufhin flüchtenden Attentäter durch zwei Warnschüsse. Dann wurde er bewusstlos und brach zusammen. Die beiden Täter konnten entkommen, die als Tatwaffe verwandte Spritze stellte die Polizei wenig später im Gebüsch sicher. Bei der späteren Untersuchung fanden die Gerichtsmediziner heraus, dass Scheidemann das Attentat aus zwei Gründen überlebte. Zu einem war das Gift nicht in Mund und Nase eingedrungen, da Bart und Augenbrauen dies verhinderten und somit kein größere Schaden entstand. Zum anderen wurde die Blausäure zu lange in einem Gummiballon gelagert, sodass sie nicht mehr ihre volle Wirkung beim Opfer erzielte. Philipp Scheidemann erholte sich ziemlich schnell von dem Mordanschlag. Nach seiner Wiederherstellung feierten ihn, nur drei Tage nach dem Attentat, am 7. Juni, Kassels Einwohner bei einer Großdemonstration auf dem Friedrichsplatz öffentlich, sodass er wieder, auf einen Tisch stehend, eine Rede halten musste. Sie endete mit der Warnung: „Hände weg von der deutschen Republik.“
In der Öffentlichkeit löste das Attentat auf Scheidemann heftige Reaktionen aus. Es wurde von vielen Seiten verurteilt, unter anderem äußerte der Stadtverordnetenvorsteher und SPD Politiker Albert Grzesinski seine Abscheu über die Tat, die zugleich Thema im Stadtparlament wurde.
Das erste Glückwunschtelegramm kam von Außenminister Walter Rathenau, der kurz darauf ermordet wurde.

Der Schriftsteller Kurt Tucholsky verfasste unter dem Pseudonym Theobald
Tiger über das Säureattentat auf Scheidemann folgendes Gedicht, in dem er ihm seine Solidarität bekundete.

An Philipp Scheidemann
Wir haben dich hier öfters angepfiffen
von wegen deiner leicht verdorrten Hand.
Doch nun ein feiger Lump dich angegriffen,
hat sich das Blättchen jäh für dich gewandt.
Wenn einer Gift spritzt aus dem Schießklistier:
dann, Philipp, stehn wir alle hinter dir!

Was wollte denn der nationale Affe?
Versailles rächen? Bist du General?
Für ihn war das Klistier die einzige Waffe
aus seinem reichen Geistes-Arsenal.
Denn was ein richtiger, tapfrer, teutscher Mann,
der fängt ein jedes Ding von hinten an.

Und hat wer irgend etwas zu riskieren?
Vom Sipo bis herab zum Staatsanwalt
wird solchen Mörder keiner arretieren –
sie hören nichts, wenn es in Griesbach knallt ...
Durch die Provinzen hallt ein einziger Schrei:
»Wie schade, schade – diesmal gings vorbei!«

Von Liebknecht bis zu dir heut.
So verworfen
wie solche Mörder ist nur noch ein Stand.
Nimm an, es schießt mal wer auf Ludendorffen:
Was, meinst du wohl, blüht dem in unserm Land –?
»Die Republik fängt an, mir lächerlich zu werden!«
Erhol dich, Philipp! Leb noch lang auf Erden!

Die Täter, die den Mordanschlag auf Philipp Scheidemann verübten, waren der Kaufmann Hans Hustert und der Landwirt Karl Oehlschläger.
Beide wurden Anfang August in Schlesien festgenommen und nachdem sie ein Geständnis abgelegt hatten, ins Gefängnis in Wehlheiden transportiert. Bei der Vernehmung behaupteten die Angeklagten, sie hätten auf ihre eigene Verantwortung gehandelt. Kurze Zeit später wurde jedoch bekannt, dass alle beiden Männer Mitglieder verschiedener rechtsradikaler Organisationen waren.
Hustert gehörte der Organisation Consul und dem Deutschvölkischen Schutz und Trutzbund an, sein Mitattentäter Oehlschläger war Mitglied in der Marine-Brigade Ehrhardt und in der Eisernen Division.
Man fand heraus, dass die beiden im April 1922 aus Elberfeld bei Wuppertal nach Kassel kamen, sich dort ein Zimmer mieteten und keiner Beschäftigung nachgingen. Trotzdem verfügten sie über größere Geldsummen, deren Herkunft sich vor Gericht nicht klären ließ. Jedoch gab es Hinweise darauf, dass das Geld womöglich von der „Mordorganisation“ Consul stammte, da der Führer der Elberfeld Organisation Consul beide öfters besucht hatte.
Hustert und Oehlschläger hatten von April bis Juni die Lebensgewohnheiten Scheidemanns ausspioniert. In der Verhandlung gab Hustert sogar zu, dass sie oft „stundenlang auf einer Bank am Wilhelmshöher Platz gesessen und das Haus des Politikers beobachtet hätten.“ Die beiden Angeklagten wurden daraufhin verurteilt.

24.03.1933

Am 24. März 1933 abends holten SA-Leute den Rechtsanwalt Dr. Max Plaut aus seinem Büro und führten ihn durch die Straßen in das SA-Lokal Bürgersäle in der Oberen Karlsstraße. Nach stundenlangen Mißhandlungen in den Kellern dieser Wirtschaft wurde er schwerverletzt in seine Wohnung in der Wilhelmshöher Allee geschafft. Dort starb er eine Woche später, am 31. März 1933. Seine Frau durfte erst nach der Beerdigung in den “Kasseler Neuesten Nachrichten” den Tod ihres Mannes anzeigen. Kurz darauf verließ sie mit den drei Kindern Deutschland und wanderte in die Schweiz aus”.

09.11.1938

Bericht Zeitzeuge Friedmann Ernst aus Kassel
Am Abend des
09.11.1938 gegen 20 Uhr stürmten SA-Männer in das Israelitische Waisenhaus in Kassel an der Gießbergstraße 7. Sie trieben alle männlichen Bewohner aus dem Haus auf die Straße, so auch mich und zwei meiner Freunde. Auf der Straße waren schon viele Männer versammelt und wir mussten alle gemeinsam zum Ständeplatz marschieren.Auf dem Weg dorthin zwangen uns die Nazis das Lied Hänschen klein" zu singen. Da ich einer der Kleinsten war, ging ich am Schluss der Kolonne. Hinter uns liefen Hitlerjungen und traten uns zu ihrem Vergnügen in den Hintern. Mit Besen, Schrubbern und Zahnbürsten mussten wir zur Belustigung der Umstehenden den Platz reinigen. Zwei Stunden später wurden wir auf LKW verladen und fuhren in die Nacht. Als wir anhielten, befanden wir uns im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar.
In
Buchenwald übernachteten wir im Freien und froren sehr. Am frühen morgen wurden wir drei Jungens und einige anderen Männer auf ein LKW verladen und wurden zurück gebracht. Anscheinend waren wir doch nicht genug Mann, ich weiß nicht, warum sie uns zurückbrachten.

01.06.1942

Am 01.06.1942 verläßt ein Sonderzug mit 509 Juden und Jüdinnen aus Nord- und Osthessen den Bahnhof Kassel. Die zum Transport bestimmten Personen waren ein bis zwei Tage vorher aus dem Regierungsbezirk Kassel mit Zügen nach Kassel gebracht, in den Turnhallen des Schulkomplexes an der Schillerstraße (der heutigen Walter-Hecker-Schule) registriert und durchsucht und am 1. Juni vom Kasseler Hauptbahnhof deportiert worden. In Chemnitz kamen weitere 500 Juden und Jüdinnen aus der dortigen Region dazu, und dann fuhr der Deportationszug zum Vernichtungslager Sobibor das er am 03.06.1942 erreichte

07.09.1942

Am 07.09.1942 verläßt der Sonderzug Da 511 Kassel mit Ziel Theresienstadt. Der Laufweg des Sonderzuges führte über Bebra, Erfurt und Weimar zunächst nach Chemnitz. In Chemnitz waren weitere 63 bis 90 Juden aus dem Südwesten Sachsens mit Plauen und Zwickau sowie Einzelpersonen aus Oelsnitz im Erzgebirge und aus Schmalkalden aufzunehmen. Insgesamt befanden sich 844 Personen in dem Transport (Laut Transportliste), aus dem Regierungsbezirk Kassel: 755 Personen (Aus der Stadt Kassel selbst 323 Bewohner der Altersheime Mombachstraße und Große Rosenstraße). Der Zug erreicht Theresienstadt am 08.09.1942.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Sturmbannführer u. Kriminalrat
Altekrüger Otto
* 04.02.1899 in Ilsenburg
+ 22.10.1943 Kassel
letzter bekannter Wohnort: Kassel Moltkestraße
vor 1945 Angehöriger der Gestapo


Regierungsassessor
Augustin Hans
* 11.09.1909 in Rastatt
1937 Staatspolizei Breslau
00.02.1937-1940 Stellvertretender Gestapostellenleiter Kassel

SS-Schütze
Berthel August
* 04.10.1900 in Kassel
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
Brasack Kurt
vor 1945: Führer SS-Abschnitt XXX Kassel

SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei
Böttcher Herbert Dr. jur.
* 24.04.1907 Prökuls/Memelland
+ 06.12.1950
vor 1945 SS und Polizeiführer in Radom
vor 1945 Polizeipräsident von Kassel
vor 1945 Polizeidirektor von Memel


Cordier Franz
* 30.07.1905
vor 1945: Staatsanwalt beim Sondergericht Kassel
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Frankfurt am Main u. Leiter der Amtsanwaltschaft

SS-Oberführer und Oberregierungsrat
Diehls Rudolf
* 16.12.1900 Berghausen
+ 18.11.1957 Katzenelnbogen

SS-Hauptsturmführer und Kriminalkommissar
Engels Erich
* 11.09.1908 Tecklenburg
+ 19.05.1951 in Warschau hingerichtet
1939 Kdr. Sipo und SD Warschau
1941 Leiter Judenreferat bei der Gestapo in Lemberg
1944 stellv. Leiter der Gestapo Kassel
am 13.03.1950 zum Tod verurteilt
letzter bekannter Wohnsitz
Wilhelmstraße 102 in Berlin SW 68

SS-Sturmbannführer
Florstedt Hermann (Arthur)
* 18.02.1895 in Bitsch
† widersprüchliche Angaben

SS-Sturmscharführer und Kriminalsekretär
Frischkorn Peter
28.03.1903 Heibach
28.03.1951 in Warschau gehängt
vor 1945 Angehöriger der Gestapo Kassel

Gonnermann Mannfred Dr.
* 27.09.1905
vor 1945: Staatsanwalt beim Oberlandesgericht Kassel (Hochverratssachen)
nach 1945: Erster Staatsanwalt in Frankfurt am Main

Greger Hubertus
* 04.09.1907
vor 1945: Kriegsgerichtsrat bei der 8. Jägerdivision
nach 1945: Amtsgerichtsrat in Kassel

SS-Hauptscharführer
Harder Friedrich
* 22.12.1891 in Ahlten
† 13.01.1944 im Lazarett Auschwitz

Henseling Jakob Dr.
* 10.01.1913
vor 1945: Amtsgerichtsrat beim Oberlandesgericht Kassel (politische Strafsachen)
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Kassel

SS-Brigadeführer und Polizeipräsident
Henze Max
* 23.09.1899 Köthen
+ 10.03.1951 Bromberg (Hingerichtet)
vor 1945 SS-Führer, Politiker u. Polizeipräsident von Kassel, Bromberg, Danzig u. Essen

Heinemann Friedrich Dr.
* 09.06.1904
vor 1945: Kriegsgerichtsrat bei der 371. Infanteriedivision
nach 1945: Landgerichtsdirektor in Kassel


SS-Unterscharführer
Holze Ludwig
* 16.06.1905 in Kassel
† 15.09.1972 in Kassel
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

Jung Herbert Dr.
* 22.05.1903
vor 1945: Oberlandesgerichtsrat beim Sondergericht Kassel
nach 1945: Oberlandesgerichtsrat in Frankfurt am Main

Keyser Werner Dr.
* 26.05.1904
vor 1945: Staatsanwalt für politische Strafsachen beim Oberlandesgericht Dresden
nach 1945: Erster Staatsanwalt in Kassel

Oberregierungsrat und SS-Sturmbannführer
Korndörfer Rudolf
* 20.06.1906 in Reichenbach
00.06.1939-00.09.1941 Leiter Staatspolizeistelle Kassel
1941-1942 Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD Metz
1942 Gestapoleitstelle Berlin
1944 Einsatzgruppe Kroatien in Agram

SS-Obersturmbannführer
Krebsbach Eduard Dr.
* 08.08.1894 in Bonn
+ 28.05.1947 in Landsberg hingerichtet
vor 1945 Standortarzt im KL Mauthausen u. Riga-Kaiserwald

SS-Unterscharführer
Krug Heinrich
* 20.08.1912 in Kassel
vor 1945 Angehöriger der Zentral-Bauleitung im KL Auschwitz

Regierungs- u. Kriminalrat und SS-Sturmbannführer
Lüdcke Karl Dr.
* 11.03.1897 in Berlin
1940 Reichssicherheitshauptamt, Amt IV
00.03.1940-00.08.1941 Leiter der Staatspolizeistelle Hildesheim
00.09.1941-00.07.1943 Leiter Gestapostelle Kassel
00.07.1943-00.08.1944 Kommandeur der Sipo und SD in Chalons sur Marne

SS-Sturmbannführer
Marmon Franz
* 11.06.1908 Sigmaringen
+ 02.10.1954 Karlsruhe
vor 1945: stellvertretender Gestapo-Chef in München
(zuständig für die Verhaftung und die Verhöre der Geschwister Scholl)
vor 1945: letzter Gestapo-Chef in Kassel

SS-Standartenführer und Oberregierungsrat
Mildner Rudolf
* 10.07.1902 Johannesthal
vor 1945: Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD in Kassel

Oberregierungsrat und SS-Obersturmbannführer
Nedwed Max Dr.
* 22.06.1902 in Hallein
1943 Leiter der Staatspolizeistelle Köslin
00.08.1943-1944 Leiter der Gestapostelle Kassel
1944 Staatspolizeileitstelle Innsbruck

Oesterreich Hans
* 20.10.1905
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Breslau (Wroclaw)
nach 1945: Erster Staatsanwalt in Kassel

SS-Obersturmbannführer
Paulmann Werner (Karl) Dr. jur.
* 16.04.1901 in Kassel
t 28.11.1958 in Santiago de Chile
vor 1945 Richter am SS- und Polizeigericht in Kassel

Kriminalinspektor und SS-Obersturmführer
Schadt Ernst
* 25.04.1895 in Cölln-Meißen
vor 1945 Gestapostelle Kassel (Leiter des Schutzhaftreferates)

Schwedes Franz Dr.
* 04.06.1904
vor 1945: Kriegsgerichtsrat bei der Feldkommandantur 520
nach 1945: Amtsgerichtsrat in Kassel

Stölzel Ulrich
* 02.12.1905
vor 1945: Landgerichtsrat beim Sondergericht Kassel
nach 1945: Senatspräsident beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main

Uhse Dirk
* 24.06.1907
vor 1945: Oberstabsrichter bei der 3. Division Frankfurt an der Oder
nach 1945: Amtsgerichtsrat in Kassel

von Bülow Hennecke Dr.
* 23.04.1908
vor 1945: Oberstabsrichter bei der 32. Infanteriedivision u. 72. Infanteriedivision
nach 1945: Regierungsrat in der Strafanstalt Kassel-Wehlheiden

SS-Brigadeführer
von Proeck Otto Emil Max
* 12.08.1886 in Scheelsdorf bei Arys
00.10.1933 Adjutant der SA beim Oberführer Oberst a.D. Reinhardt
00.10.1939-1941 Polizeipräsident in Bromberg
1942-1944 Polizeipräsident in Kassel

SA-Gruppenführer und Hauptmann a.D.
von Salomon Friedrich (Fritz) Pfeffer
* 19.05.1892 in Charlottenburg
1933-1936 Polizeipräsident in Kassel

Vornbäumen H. A. Dr.
* 23.06.1903
vor 1945: Staatsanwalt beim Oberlandesgericht Kassel (politische Strafsachen)
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Frankfurt am Main

Weitzel Philipp
* 26.08.1908
vor 1945: Staatsanwalt für politische Strafsachen Kassel
nach 1945: Oberstaatsanwalt in Marburg

Wildt Hans Dr.
* 14.07.1908
vor 1945: Staatsanwalt für politische Strafsachen in Kassel
nach 1945: Oberverwaltungsgerichtsrat in Münster

Kriminalkommissar und SS-Obersturmführer
Wilimzig Georg
* 20.03.1912 in Freist
1934 Landbriefträger in Freist
01.02.1936 Kriminalangestellter bei der Staatspolizeistelle Köslin
00.10.1940-1945 Gestapostelle Kassel (Exekutivabteilung II)

SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei
Wysocki Lucian (Lutz)
* 18.01.1899 in Gentomie
+ 13.12.1964 in Rheinhausen
1937 Polizeipräsident in Mülheim an der Ruhr
1939 Polizeipräsident in Duisburg
00.08.1941 SS- und Polizeistandortführer in Kowno
1943 SS- und Polizeiführer Ostland
00.03.1944-00.05.1945 Polizeipräsident in Kassel