Schweinfurt

übersicht

Deutschland, Bundesland Bayern, Regierungsbezirk Unterfranken, kreisfreie Stadt Schweinfurt

Stadtteile:
Altstadt, Bergl, Deutschhof, Eselshöhe, Gartenstadt, Haardt, Hafen, Hainig, Hochfeld, Höllental, Innenstadt, Maintal, Musikerviertel, Oberndorf, Steinberg, Zürch.

Siedlungen der US-Amerikaner:
Askren Manor, Yorktown Village


Nationalsozialismus

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt aufgrund der Konzentration der kriegswichtigen Walzlagerproduktion wiederholt das Ziel alliierter Bomberangriffe. Unter großen Anstrengungen wurde die Produktion aufrechterhalten und die Fabriken teilweise bunkerartig gegen Bomben geschützt. Teile der Produktion wurden an andere Standorte, unter anderem nach Eltmann, Ebern, Elfershausen oder in den Baubetrieb Neustadt verlegt. Die Zahl der Zwangsarbeiter erreichte Ende 1943 mit 4400 ihren Höchststand, Kriegsgefangene wurden insgesamt 4500 eingesetzt.


Lager und Haftstätten 1932-1946

Gefängnis Hadergasse 29


Personenverzeichnis

Politiker (USPD und SPD) Opfer des NS-Regimes
Fritz Soldmann
* 08.03.1878 in
Lübeck + 31.05.1945 Wolkramshausen Ortsteil Wernrode
Wohnort: Schweinfurt und Wernrode
bis 1933 Stadtrat in Schweinfurt
1919-1924 ehrenamtlicher dritter Bürgermeister in Schweinfurt
zwischen 1933 und 1945 inhaftiert im
Gerichtsgefängnis Schweinfurt 09.03.1933-01.05.1933
Gerichtsgefängnis Schweinfurt 01.06.1933-23.06.1933
Konzentrationslager Dachau 24.06.1933-24.08.1934
Polizeigefängnis Nordhausen 00.11.1939
Konzentrationslager Sachsenhausen 02.11.1939-00.02.1940
Polizeigefängnis Nordhausen 17.09.1944-25.09.1944
Gestapo-Gefängnis auf dem Petersberg Erfurt 26.09.1944-12.10.1944
Konzentrationslager Buchenwald 00.10.1944-11.04.1945 Befreiung des Lagers
Der 67jährige Fritz Soldmann war körperlich so sehr geschwächt, daß die Amerikaner ihn sofort in das von ihnen eingerichtete Hospital in Buchenwald verlegten
Fritz Soldmann ist am 31.05.1945 in Wolkramshausen Ortsteil Wernrode wenige Tage nach seiner Befreiung aus dem KZ Buchenwald an den Haftfolgen verstorben, seine Urne wird 1948 nach Schweinfurt überführt und dort am 10.08.1948 auf dem Städtischen Friedhof beigesetzt.
Soldmann gehört zu den Mitunterzeichnern des Buchenwalder Manifests

Obertruppführer
Pompe Kurt Bruno
* 04.03.1899
Schmiedeberg + 01.08.1964 Schweinfurt
Kommandeur der Wachen oder Wachhabender
in mehreren Internierungslagern und Zwangsarbeitslagern für Juden in Schlesien
konnte Angebliche erst 2008 identifiziert werden


Mitbürger der Gemeinde die hier geboren oder gelebt haben und zwischen 1933 bis 1945 verfolgt, deportiert sowie zu schaden gekommen sind


Namensliste

Rosenstiel Sigmund
Wohnort:
Schweinfurt