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Übersicht

Deutschland, Bundesland Niedersachsen, Kreisfreie Stadt Braunschweig

Stadtbezirke:
Wabe-Schunter-Beberbach, Hondelage, Volkmarode, Östliches Ringgebiet, Innenstadt, Viewegs Garten-Bebelhof, Stöckheim-Leiferde, Heidberg-Melverode, Südstadt-Rautheim-Mascherode, Weststadt, Timmerlah-Geitelde-Stiddien, Broitzem, Rüningen, Westliches Ringgebiet, Lehndorf-Watenbüttel, Veltenhof-Rühme, Wenden-Thune-Harxbüttel, Nordstadt, Schunteraue.

Nachbargemeinden:
Lehre, Cremlingen, Sickte, Wolfenbüttel, Salzgitter, Vechelde, Wendeburg, Schwülper, Vordorf und Meine.

08.11.1918

Nachdem der Arbeiter- und Soldatenrat unter August Merges am 8. November 1918 die Abdankung des letzten Herzogs, Ernst August von Braunschweig-Lüneburg erzwungen hatte, übernahm der Rat die politische Führung und rief die „Sozialistische Republik Braunschweig“ unter Führung des Präsidenten Merges aus.

09.04.1919

Am 09.04.1919 rufen die Spartakisten in Braunschweig zum Generalstreik auf.

16.04.1919

Der in Braunschweig am 9. April ausgerufene Generalstreik bricht zusammen.

17.04.1919

Am 17. April 1919 rücken 10000 Mann der Freikorps-Truppen unter General Georg Maercker auf Anordnung von Reichswehrminister Gustav Noske (MSPD) in Braunschweig ein und übernahmen sie friedlich. Nach der Bildung einer neuen Regierung unter Ministerpräsident Heinrich Jasper verließen die Truppen Braunschweig bereits im Mai wieder.

21.12.1920

Im Landtag von Braunschweig kommt es zu einem heftigen Streit über Abfindungsforderungen des ehemaligen Herzogshauses in Höhe von 250 Mio. Mark. Während sozialistische Abgeordnete die Forderung als "Machtprobe" betrachten und grundsätzlich ablehnen, fordern Vertreter der sich in der Minderheit befindlichen bürgerlichen Parteien eine rechtliche Klärung.

15.10.1944

233 Lancaster-Bomber der No. 5 Bomber Group Royal Air Force (RAF) fliegen den verheerendsten Bombenangriff auf Braunschweig, sie werfen etwa 200.000 Phosphor-, Brand- und Sprengbomben ab, und entfachen hierdurch einen 2½ Tage andauernden wütenden Feuersturm. Über 1000 Menschen kamen bei diesem Angriff ums Leben.

10.04.1945

Am 10. April 1945 verhandelte der Braunschweiger Kriegskommandant Generalleutnant Karl Veith (* 16.07.1894 in Kempten +10.08.1979 in Ochsenfeld) mit Leland S. Hobbs, Generalmajor der 30. US-Infanteriedivision, über die Übergabe der Stadt. Veith sagte zu, die verbliebenen deutschen Truppen aus der Stadt abzuziehen, lehnte eine förmliche Kapitulation jedoch ab. Daraufhin setzten die US-Truppen den Artilleriebeschuss der Stadt, begleitet von Tieffliegerangriffen, bis in die Abendstunden des 11. April fort.

Am 10. April 1945 nahm sich der bis dahin amtierende NSDAP-Oberbürgermeister Hans-Joachim Mertens das Leben. NSDAP-Ministerpräsident Dietrich Klagges ernannte Rechtsanwalt Erich Bockler zum Nachfolger Mertens. NSDAP-Kreisleiter Berthold Heilig und andere Nazi-Größen flüchteten in den Abend- und Nachtstunden vor den heranrückenden Truppen.

12.04.1945

Die Kapitulationserklärung der Stadt Braunschweig wurde am Donnerstag, dem 12. April 1945 um 02:59 Uhr unterzeichnet, woraufhin amerikanische Truppen kampflos die schwer zerstörte Stadt besetzten.

13.04.1945

NSDAP-Ministerpräsident Dietrich Klagges wurde am 13. April verhaftet, und 1946 von einem Militärgericht in Bielefeld zu sechs Jahren Zuchthaus wegen Verbrechen in seiner Funktion als SS-Gruppenführer verurteilt (Seinen höchsten Dienstgrad in der SS – Obergruppenführer – erreichte er 1942. Zusätzlich war er „Ehrenführer“ der 49. SS-Standarte.) (Klagges heiratete 1919 und hatte fünf Kinder (Jungen und Mädchen). Während seiner Zeit als Ministerpräsident des Freistaates Braunschweig bewohnte er zusammen mit seiner Familie eine Dienstvilla auf dem Löwenwall.

06.12.2006

Am 6. Dezember 2006 wurde die neue Braunschweiger Synagoge feierlich eingeweiht.

Lager und Haftstätten 1933-1945

Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme (Schillstraße/Ecke Altewiekring)
Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme (SS-Reitschule)
Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme (Truppenwirtschaftslager)
Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald (SS-Junkerschule)

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Rottenführer
Barth Heinz (Bernard Friedrich)
* 03.05.1902 in Braunschweig
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Unterscharführer
Bethmann Fritz
* 27.09.1912 in Braunschweig
† für tot erklärt
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Vavaira u. KL Lublin-Majdanek

SS-Rottenführer
Glienke Gustav
* 12.12.1904 in Braunschweig
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Unterscharführer
Hykes Karl (Heinrich)
* 27.01.1910 in Ahlen in Westf.
letzter bekannter Wohnort: Wolfenbüttel
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Hauptsturmführer
Illers Heinrich Dr. jur.
* 12.05.1909 Braunschweig
† 29.12.1986
letzter bekannter Wohnort: Krummhörn-Greetsiel
vor 1945: stellv. Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD in Paris
(beteiligt an Deportationen von mehr als 800 Juden nach Auschwitz)


SS-Obergruppenführer
Klagges Dietrich
* 01. 02.1891 in Herringsen
† 12.11.1971 in Bündheim bei Bad Harzburg
1933 - 1945 NS-Ministerpräsident des Landes Braunschweig


SS-Oberscharführer
Klehr Josef (Dr. Spritze)
* 17.10.1894 in Langenau (Kietrz)
† 23.08.1988 in Leiferde (Braunschweig)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Buchenwald, KL Dachau, NL Kobior, NL Gleiwitz I


SS-Unterscharführer
Lütge Werner
* 05.10.1909 in Quedlinburg
letzter bekannter Wohnort: Braunschweig
00.11.1940 - 00.05.1944 Angehöriger des SS-Totenkopf-Sturmbann im KL Auschwitz

unbekannt

Mitbürger der Gemeinde die hier geboren oder gelebt haben und zwischen 1933 bis 1945 verfolgt, deportiert sowie zu schaden gekommen sind

Namensliste

Rosenthal Henriette geb. Heymann
* Braunschweig
Wohnort:
Wolfenbüttel