Darss, Born am Darß

Außenlager des Konzentrationslagers Ravensbrück

Deutschland, Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Nordvorpommern, Amt Darß/Fischland

erste Erwähnung
Mai 1943

letzte Erwähnung
April 1945

Häftlinge
4 Zeuginnen Jehovas

Unterbringung
Forstamt Born

Sie wurden auf dem Forsthausgelände des Forstmeisters Mül¬ler in der mit Doppelstockbetten ausgestatteten Waschstube untergebracht. In diesem Gebäude mussten die Frauen u.a. auch das Futter für Schweine zubereiten. Sie wurden außerdem bei Privatpersonen für landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt. Die weiblichen Gefangenen wurden kaum verpflegt und bedienten sich daher der Lebensmittel bei der Futterherstellung. In Sträflingskleidung und Holzpantinen waren die Frauen für jeden Bewohner Borns als Häftlinge zu erkennen. Zum größten Teil bewegten sie sich ohne Bewachung, da eine Flucht von der Halbinsel unmöglich war. Kurz vor Kriegsende wurden die vier Frauen entlassen.

Bemerkungen
Die Außenlager auf Darß waren die ersten des KZ Neuengamme.

Bis 1945 lebten im Darßwald in den 1930er Jahren angesiedelte Wisente. Hermann Göring und später Erich Honecker hielten hier Jagden ab. Bekannte Forstmänner, die auf dem Darß wirkten, waren Ferdinand von Raesfeld (von 1890 bis 1913) und Franz Mueller-Darß (1925 bis 1945).

SS-Ogruf. u. Generalleutnant der Waffen-SS
Glücks Richard
(am 26. April 1945 zogen die Glücks nach Born a. Darß)

SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
Mueller-Darß Franz
* 29.04.1890 in Lindau
† 18.06.1976 in Lenggries
vor 1945 Beauftragter für das Diensthundewesen beim Reichsführer-SS