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Deutschland, Bundesland Bayern, Regierungsbezirk Mittelfranken, Landkreis Fürth

Die Stadt liegt südlich von Fürth und westlich von Nürnberg am Fluss Bibert.

Stadtteile:
Alte Veste, Anwanden, Banderbach, Bronnamberg, Leichendorf, Leichendorfermühle, Lind, Weiherhof, Weinzierlein, Wintersdorf und Wolfgangshof

Nachbargemeinden
Fürth, Oberasbach, Stein, Roßtal, Ammerndorf und Cadolzburg

Geschichte

Am 15. Oktober 1911 wurden Zirndorf die Stadtrechte durch Prinzregent Luitpold von Bayern verliehen.
Auszug aus der Urkunde: „Im Namen seiner Majestät des Königs, Luitpold von Gottes Gnaden, Königlicher Prinz von Bayern, Regent. Wir finden Uns Allerhöchst erwogen, auf das Gesuch der Gemeinde Zirndorf, Bezirksamt Fürth, zu genehmigen, dass diese Gemeinde vom 1. Januar 1912 an die Klasse der Städte mit städtischer Verfassung eingereiht wird.
Berchdesgaden, den 15. Oktober 1911. gez. Luitpold, Prinz von Bayern, gez. Dr. von Brettreich.“

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Unterscharführer
Beiersdorfer (Beiersdörfer) Karl (Emil Otto)
* 14.11.1907 in Zirndorf
† 01.04.1951 in Cadolzburg
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. KL Monowitz

SS-Rottenführer
Lugert Andreas (Hans)
* 31.07.1905 in Liebenstein
letzter bekannter Wohnort: Zirndorf
vor 1945 Angehöriger der Zentral-Bauleitung im KL Auschwitz

18.04.1945

Am 18. April 1945 um neun Uhr ließ der amtierende Bürgermeister Konrad Krönmeyer am Rathaus die weiße Fahne hissen und bewahrte damit Zirndorf vor einer Zerstörung durch amerikanische Truppen.
Dennoch kam es zu Plünderung vor allem durch Polen und Ukrainer; die entwaffnete Zirndorfer Stadtpolizei konnte dies kaum verhindern. Weiterhin mussten 120 Anwesen für die Besatzungstruppen geräumt werden

Personenverzeichnis

deutscher Politiker der SPD und Häftlingspfleger im KZ Dachau ("Engel von Dachau")
Stöhr Heinrich * 12.09.1904 Weißenburg in Bayern + 09.12.1958 Treuchtlingen
verheiratet mit Stöhr Else geb. Schultheiss
1922 trat er in die SPD ein. Als Bortenmacher zog er von Weißenburg nach Zirndorf Ortsteil Weiherhof bei Fürth und hatte sich nach der Heirat mit Else Schultheiß etwas aus dem politischen Leben zurückgezogen
06.01.1935-24.05.1940
wegen angeblicher Vorbereitung zum Hochverrat als Hauptangeklagter zu fünfeinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Einzelhaft in den Zuchthäusern Ebrach und
Amberg verbrachte
24.05.1940-29.04.1945
Haft im Konzentrationslager Dachau (Häftlings Nu 10561)
Juni 1945 kehrte Heinrich Stöhr kehrt nach Weißenburg zurück
05.-07.10.1945
Heinrich Stöhr reist nach Hannover und nimmt an der ersten zentralen Zusammenkunft von Sozialdemokraten nach dem Zweiten Weltkrieg teil, der "Konferenz von Wenningsen"
30.06.1946
Ab dem 30. Juni 1946 war Heinrich Stöhr Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung in Bayern.
19.10.1955
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
09.12.1958
auf dem Weg zur Landtagseröffnung am Treuchtlinger Bahnhof brach er zusammen. „Ich habe im letzten halben Jahr zu viel gearbeitet“ waren seine letzten Worte. Er verstarb unerwartet am 09.12.1958 an den Folgen eines Herzinfarktes.