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Tschechien, Region Ústecký kraj, Bezirk Chomutov

1413 wurde erstmals ein Grenzzeichen „by dem wyprechte” genannt und in Lehensurkunden von 1526 und 1573 ist die Rede vom „Wüsten Hammer Weyberth”.

Oktober 1938 marschierten deutsche Truppen über die Grenzbrücke in Weipert ein und die Stadt wurde, wie das gesamte Sudetenland, Teil des Deutschen Reiches.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden über zehntausend deutschböhmische Bewohner aus der Erzgebirgsstadt vertrieben. Krieg und Vertreibung forderten etwa 460 Opfer. Die fast entvölkerte Stadt verkam zunehmend. Hunderte Häuser, vor allem im nördlichen Stadtteil Grund und im Stadtzentrum sowie viele Fabrikgebäude wurden abgerissen. Selbst im Jahre 1982 wurde noch die evangelische Kirche gesprengt. An ihrer Stelle hat die Stadt Weipert im Sommer 2005 in einer Gemeinschaftsaktion mit dem "Heimatausschuss Weipert" einen Gedenkstein aufgestellt.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Unterscharführer
Dick Hermann
* 18.09.1895 in Weipert
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Unterscharführer
Fiedler Franz
* 21.07.1910 in Weipert
ab 1942 Angehöriger der Lagermannschaft Gestapogefängnis Pawiak


SS-Oberscharführer
Kassner Albert
* 03.01.1891 in Weipert (Vejprty)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz