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Übersicht

Serbien, Opstina Odzaci, Bezirk West-Batschka (Zapadna Backa), Provinz Vojvodina

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden alle wehrfähigen Männer des Ortes von der Jugoslawischen Armee zum Kriegsdienst eingezogen. Nach der Kapitulation der jugoslawischen Armee wechselten die deutschen Männer zur ungarischen Armee, waren aber auch aufgerufen, sich freiwillig in die SS zu melden. Da dieser Aufruf praktisch jedoch erfolglos blieb, wurden alle greifbaren Männer der Jahrgänge 1900 bis 1924 zwangsgemustert. Die jüngsten Jahrgänge wurden nach Prag zur Grundausbildung gebracht und danach an die Ostfront befohlen. Die älteren Jahrgänge meldeten sich mehrheitlich zur „Hipo“ (Hilfspolizei), um den Kriegsdienst zu umgehen.

Im April 1942 wurde die 7. Gebirgsdivision „Prinz Eugen“ aufgestellt. Zunächst war der Dienst in der Division freiwillig, später jedoch wurden alle wehrpflichtigen deutschen Männer der Vojvodina vom 17. bis zum 50. Lebensjahr, sofern sie nicht in der Landwirtschaft unabkömmlich waren, eingezogen. Mit der Aufstellung der „Prinz Eugen“ wurde von Himmler erstmals die „rassische Auslese“ und das „Freiwilligkeitsprinzip“ für die Waffen-SS fallengelassen. Die Prinz-Eugen-Division operierte hauptsächlich in Bosnien und in Serbien, weshalb deren Soldaten später von der jugoslawischen Regierung zu Landesverrätern erklärt wurden.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Schütze
Ams Florian
* 20.06.1909 in Parabutsch (Ratkovo)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz

SS-Sturmmann
Knöbl Franz
* 23.05.1908 in Parabutsch (Ratkovo)
ab 00.12.1943 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz


SS-Schütze
Leinweber Anton
* 01.03.1908 in Parabutsch (Ratkovo)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz


SS-Schütze
Purr Anton
* 25.08.1909 in Parabutsch (Ratkovo)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz