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Österreich, Land Salzburg, Politischer Bezirk St. Johann im Pongau
St. Johann/Pg. ist die Hauptstadt und mit 11.593 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) zugleich einwohnerstärkste Gemeinde des Bezirks St. Johann im Pongau im Bundesland Salzburg
Von 1939 bis zum 23. Dezember 1945 hieß die Gemeinde Markt Pongau (Reichsgau Salzburg). Nationalsozialistischer Bürgermeister wurde Hans Kappacher (ernannt durch Kreisleiter Josef Kastner). Kappacher wurde in den 1950er Jahren erneut Bürgermeister und vom Gemeinderat zum Ehrenbürger ernannt. 1940 wurden die Halleiner Schulschwestern, seit den 1720ern ansässig, vertrieben.
Hier befand sich dann ab 1941 ein Stammlager für Kriegsgefangene, das Stalag XVIII C (317) mit zeitweise bis zu 30.000 Gefangenen und einer Wachmannschaft von etwa 1.000 Mann. Die ersten Gefangenen waren Serben und Franzosen, danach folgten Belgier, Polen, Engländer und nach Beginn des Russlandfeldzuges Angehörige der Roten Armee. Die meisten von ihnen waren Zwangsarbeiter bei Rüstungsfirmen, Großbaustellen wie Kaprun, bei Handwerksbetrieben und in der Landwirtschaft.[9] Durch Hunger, Erfrieren und Seuchen starben von 1941 bis 1945 im STALAG „Markt Pongau“ an die 4000 sowjetische Kriegsgefangene. Der Russenfriedhof am Abhang der B311 nördlich der Speedwaybahn erinnert heute noch daran.
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johann_im_Pongau
Täter und Mitläufer 1933-1945
SS-Unterscharführer
Wirnsperger Hermann
* 23.12.1912 in Markt Pongau (St. Johann im Pongau)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz