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Übersicht

Serbien, Provinz Vojvodina, Okrug Zapadna Bačka

1918 wurde als Teil der Batschka und Banat, Baranja, Krnjaja an Serbien, die später zusammen mit dem Königreich Montenegro und den Slowenen, Kroaten und Serben das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen gebildet haben. Von 1929 bis 1941 war das Dorf Teil der Dunavska Banovina, einer Provinz des Königreichs Jugoslawien.

Am 6. April 1941 begann der Angriff auf Jugoslawien. Kurz danach marschierten Einheiten der Wehrmacht in Krnjaja ein. Sie wurden von der deutschen Bevölkerung begeistert empfangen, die bereits seit Jahren von der nationalsozialistischen Volksgruppenführung und ihrer Ortsgruppe indoktriniert worden war. Nach der jugoslawischen Kapitulation führte die SS-Division „Reich“ in Krnjaja und allen anderen Gemeinden eine von intensiver Propaganda begleitete Anwerbung unter den Männern der jüngsten Jahrgänge durch. Die SS konnte bis Anfang Mai mehrere Rekrutenkompanien aufstellen, die nach einer kurzen Grundausbildung in Prag schon im Juni 1941 an der Ostfront eingesetzt wurden.

In Absprache mit dem Deutschen Reich besetzte Ungarn die Baranja und die Batschka, wodurch der Ort Krnjaja unter ungarischer Verwaltung gestellt wurde. Nach Kriegsende wurden die Staatsgrenzen gemäß dem Friedensvertrag von Trianon 1920 wiederhergestellt. Angesichts des Vormarsches der Roten Armee wurden die meisten Donauschwaben evakuiert.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Rottenführer
Bischoff Martin
* 20.09.1912 in Kereny
† 24.05.1957 in Schönaich
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz