Tschenstochau (Czestochowa)

Thema

1933-1945 Deutsches Reich Opfer der Gemeinde (Stadt)

Częstochowa (Tschenstochau) ist eine Großstadt in der Woiwodschaft Schlesien im südlichen Teil Polens rund 200 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Warschau und rund 100 km nordwestlich von Krakau an der Warthe gelegen. Sie ist ein weltbekannter Wallfahrtsort.

Am Sonntag, dem 3. September 1939 marschierte die Wehrmacht in Częstochowa ein. Die Stadt wurde wieder Tschenstochau genannt und in das Generalgouvernement eingegliedert. Schon am nächsten Tag, der als Blutiger Montag in die Stadtgeschichte eingegangen ist, wurden etwa 150 Juden von den Deutschen erschossen. Am 9. April 1941 richtete die Besatzungsmacht das jüdische Ghetto ein. Während des gesamten Zweiten Weltkriegs wurden etwa 45.000 jüdische Bürger und damit fast die gesamte jüdische Bevölkerung Częstochowas ermordet und die Synagoge zerstört. Die Rote Armee marschierte am 16. Januar 1945 auf der Seite der Alliierten in Częstochowa ein und beendete damit die deutsche, nationalsozialistische Besatzung


04.09.1939

Aus einem Einsatzgruppenbericht:
„Die Schiessereien in Tschenstochau dauerten am 04.09.1939 bis in die späten Abendstunden an. Auf Seiten der Wehrmacht sind 9 Tote und vierzig Verletzte zu beklagen. Von der Wehrmacht wurden daraufhin rund 100 Zivilisten erschossen. Das Einsatzkommando 1 hat zwei Freischärler auf frischer Tat erschossen“