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Rumänien, Region Banat, Kreis Timis

Urkundlich wird ein Ort, der sich auf dem Gebiet des heutigen Orțișoara befindet, 1318 unter dem Namen „Kakat“ erstmals in den päpstlichen Zehentregistern erwähnt. Auf der Mercy-Karte von 1723 bis 1725 ist an der Stelle, wo sich heute Orțișoara befindet, das „Praedium Kokot“ mit einem Posthorn verzeichnet.

Angesiedelt wurde Orzydorf 1785 mit 200 Familien, die vorwiegend aus Lothringen, aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz, Württemberg und Bayern kamen.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Orțișoara an das Königreich Rumänien fiel.

Im Ersten Weltkrieg hatte Orțișoara 75 Kriegsopfer zu beklagen. Im Zweiten Weltkrieg sind insgesamt 82 Soldaten gefallen. Am 15. Januar 1945 wurden 361 Männer und Frauen aus Orțișoara zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert worden, davon kamen 70 Personen nicht mehr zurück. 1945 fand auch in Orțișoara wie im gesamten Rumänien die Enteignung der Deutschen statt.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Sturmmann
Habich Jakob
* 20.01.1913 in Orzydorf (Ortisoara)
letzter bekannter Wohnort: Chicago
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Majdanek u. KL Flossenbürg