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Übersicht

Deutschland, Bundesland Brandenburg, Landkreis Märkisch-Oderland, Amt Lebus

Lebus war eine polnische Bistums- und Stadtgründung auf dem linken Oderufer, die schließlich der deutschen Konkurrenzgründung Frankfurt unterlag.

Bis zur Gründung von Frankfurt (Oder) im Jahr 1253 galt Lebus als unbestrittener Mittelpunkt der Landschaft gleichen Namens Land Lebus.

Von 1816 bis 1950 bestand der Landkreis Lebus. Das Landratsamt hatte seinen Sitz in Frankfurt (Oder), ab 1863 in Seelow.

Der Begriff „Lebuser Land“ lebt bis heute auch im Namen der benachbarten polnischen Woiwodschaft Lebus (województwo lubuskie) fort.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde Lebus bei den Kampfhandlungen im Zuge der Schlacht um die Seelower Höhen fast völlig zerstört und in den 1950er/1960er Jahren wieder aufgebaut. So wurde unter anderem das Volkssturmbataillon 7/108 „Franken“ im Frühjahr 1945 an der Oderfront zwischen dem zur Festung erklärtem Frankfurt (Oder) und der Stadt Lebus eingesetzt.

Lebus gehörte zu dem gleichnamigen Landkreis, welcher 1950 in Kreis Seelow umbenannt wurde und 1952 nach Abschaffung der Länder in der DDR zum Bezirk Frankfurt (Oder) kam. 1990 wurde der Kreis wieder Teil des neu konstituierten Landes Brandenburg.

Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Sturmmann
Häusler Günther
* 18.09.1923 in Lebus
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz