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Deutschland, Bundesland Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Münster, Kreis Recklinghausen
Langenbochum ist ein nördlicher Stadtteil von Herten.
Die Bauerschaft gehörte früher zur Recklinghausen-Land. Ihre Eingemeindung, die mit dem Einzug des Steinkohlenbergbaus zwischen Emscher und Lippe um die Jahrhundertwende des 19. Jahrhunderts eine große Zahl von Einwohnern hinzugewonnen hatte, erfolgte am 1. April 1926.
Mit dem Zwangsarbeiterlager Schlägel & Eisen Schacht 3/4/7 an der Lyckstraße/(frühere) Hindenburgstraße bestand während des Zweiten Weltkrieges in Langenbochum das größte Zwangsarbeitslager auf dem Gebiet der Stadt Herten. Die vornehmlich aus Russland stammenden, als Fremdarbeiter und Kriegsgefangene von deutschen Besatzungsbehörden verschleppten Männer und Frauen mussten dort unter erbärmlichsten Bedingungen leben. Sie erhielten nur völlig unzureichende Ernährung und Versorgung. Die Zwangsarbeit mussten sie überwiegend im Untertagebergbau bzw. in den anderen Betrieben der Zeche Schlägel & Eisen verrichten. Von Aufsehern und Bewachern wurden sie menschenunwürdig behandelt, oft sogar gequält. Ende März 1945 wurden die Lagerinsassen von der US-Armee befreit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Langenbochum
Täter und Mitläufer 1933-1945
SS-Unterscharführer
Wessing Hans
* 07.04.1913 in Langenbochum (Herten)
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz