Heilsberg (Lidzbark Warminski)

Heilsberg (Lidzbark Warminski)


Übersicht

Polen, Woiwodschaft Ermland-Masuren, Landkreis Lidzbark Warminski

Heilsberg wurde 1240 vom Deutschen Orden an der Stelle der prußischen Burg Leckbard gegründet.

Zur Zeit des Ersten Weltkrieges gab es in der Nähe von Heilsberg ein Kriegsgefangenenlager, in dem die deutsche Armee vor allem russische Kriegsgefangene internierte. In dem Lager wurde aber auch eine kleine Zahl britischer Gefangener untergebracht. Zwischen August und Dezember 1918 starben 39 britische Soldaten im Lagerkrankenhaus. Die Kriegsgefangenen waren in dem überfüllten Lager mit sehr schlechten hygienischen Bedingungen erkrankt, so dass die letzten Soldaten auch nach dem Ende des Krieges nicht in ihre Heimat zurückkehren konnten und dort verstarben.

Die Kirchenglocke St. Theodor der katholischen Kirche St. Peter und Paul wurde 1941/1942 zur Einschmelzung für Kriegszwecke eingezogen, lagerte auf dem Hamburger Glockenfriedhof und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg an das Erzbistum in Freiburg im Breisgau zur Aufbewahrung übergeben. Sie befindet sich heute (2008) als Leihgabe im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg

1933-1945 Deutsches Reich
Opfer der Gemeinde (Stadt)


Täter und Mitläufer 1933-1945

SS-Hauptsturmführer
Kitt Bruno Dr. med.
* 09.08.1906 in Heilsberg (Lidzbark Warmiński)
† 08.10.1946 in Hameln
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz, KL Monowitz u. KL Neuengamme