Aktenzahl des Gerichts (Geschäftszahl): LG Wien Vg 1b Vr 1018/45

Prozess wegen Endphase-Verbrechen (Südostwall-Prozess)

Opfer
Juden/Jüdinnen

Tatland (Tatort)
Ungarn (Köszeg)

Volksgerichtsverfahren gegen
Johann Zemlicka

wegen
Ermordung von beim Südostwallbau eingesetzten ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern in Güns (Ungarn), Verbrechens gegen die Menschlichkeit

Verlauf der Vorerhebungen/Voruntersuchung bzw. des Gerichtsverfahrens
Am 12.02.1946 wurde Zemlicka zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde am 22.05.1946 vollstreckt.

Dieser Beitrag ist nicht Bestandteil der Akte
Johann Zemlicka, geb. am 26.08.1920, von Beruf Elektriker, begründete vor Gericht empfindungslos wie er am 25.03.1945 als Mitglied des Mordkommandos acht beim Südostwallbau eingesetzte ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter im Lager Güns (Ungarn) im Zuge der Ermordung von 85 nicht transportfähigen Gefangenen erhängt hatte, seine Tat. Er zeigte weder Reue noch Mitgefühl.