SS-Unterscharführer

* 21.07.1904 in Dannstadt
† 15.01.1974 in Bad Dürkheim

Beruf: Dreher

Wohnort (1963)
Düsseldorf-Benrath, Balckestraße 5, Erste Etage

ab April 1941 Angehöriger des SS-Totenkopf-Sturmbann im KL
Auschwitz
(3. Wachkompanie)

Sommer 1943 - 18.01.1945 Blockführer im NL
Golleschau

ab Januar 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL
Flossenbürg

1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main
131. Verhandlungstag, 28.1.1965
Vernehmung des Zeugen August Klehr

Ich bin 1940, am 28. April, nach Warschau eingezogen worden zur Schutzpolizei. Und dann bin ich
abgestellt worden nach Krakau zum 1. Reiterregiment und ausgangs 40 nach Płock bei Kutno zum 1.
Infanterieregiment. Und dann bin ich]1941 im April, Mai, genau kann ich es nicht mehr sagen, nach
Auschwitz gekommen.

Angehöriger der 3. Wachkompanie im KL Auschwitz
(Ich war drei Tage dort gewesen, dann sind wir das erstemal eingesetzt worden auf Häftlingsbegleitung)

zu seiner Tätigkeit im NL Golleschau
Ich muß sagen, ich war viel unterwegs gewesen wegen der Verpflegung. Ich habe für die Verpflegung
gesorgt. Ich mußte das Fleisch und das Brot und alles herbeischaffen, und auch sonst, Kartoffeln und
alles, was so die Sachen sind. Und da war ich viel weggewesen, nicht.
Ich habe schon mal gehört, daß ein SS-Offizier da war. Aber da habe ich mich nicht drum gekümmert. Ich
weiß nicht, wer das war

zur eventuellen Vereidigung
ich habe 1958 einen Herzinfarkt gehabt –, meine Kreislaufschwäche, die ich habe, sowie ich das Gehör
verloren habe, und da habe ich das Gedächtnis verloren.
(Der Zeuge Klehr blieb gemäß § 60, Ziff. 3 StPO unbeeidigt, »da der Verdacht besteht, daß er sich an
den Taten, die den Angeklagten zur Last gelegt werden, beteiligt hat«)

Düsseldorf-Benrath Balckestraße 5